SD-Express mit bis zu 4GByte/s

Der SD-Karten Standard ist noch lange nicht am Ende. Die letzte Revision (SD 8.0) setzt auf PCI für die Datenübertragung und erlaubt bis zu 4 Gbyte/s Übertragungsrate und 128 TB Speicherkapazität. Sie erkennen die neuen Karten an einer dritten Pinreihe (SD UHS II: zwei Pinreihen, Rest nur eine Pinreihe), sie bleiben abwärtskompatibel zu älteren SD-Standards. Sie entsprechen damit von der Geschwindigkeit einer guten m.2-SSD. Es ist davon auszugehen, dass SD-Karten auch weiterhin von den Fortschritten des PCI-Standards profitieren werden.

Mehr unter:

https://www.heise.de/news/SD-Express-Speicherkarten-mit-PCIe-4-0-kommen-High-End-SSDs-nahe-4725736.html

In Coronazeiten

Heute sind neue Details zu EOS R5 herausgekommen. Das wird eine schöne Kamera. Es hieß, sie würde vor der Olympiade herauskommen. Ich denke, dass stimmt immer noch, auch wenn sie sich in den Oktober verspäten wird. Europameisterschaft und Olympiade werden 2020 ziemlich sicher nicht mehr stattfinden, gut möglich, dass aus die Bundesligasaison sehr bald ganz zu Ende ist. Für Fotografen wird das wirtschaftlich eine sehr schwere Zeit, im Messebau, Tourismus und in der Gastronomie sieht es mindestens genauso ernst aus.

Wenige Unternehmen haben jetzt Sonderkonjunktur, für die meisten wird die kommende Zeit deutliche Einbußen bis hin zur Existenzgefährdung bedeuten. Allerdings sind in dieser Woche auch schon viele gute Entscheidungen gefallen, manche leider etwas spät. All das ist aber minderwichtig gegenüber der tatsächlichen Existenzgefährdung, von der viele bedroht werden. Wer über die Zustände in italienischen Krankenhäusern gelesen hat, weiß, dass wir jetzt alles daran setzen müssen, die Ausbreitung zu verlangsamen, damit das Gesundheitssystem in der Lage bleibt, möglichst viele der schweren Fälle adäquat zu versorgen. “System” klingt so schön abstrakt, aber das sind hauptsächlich Menschen, von denen in der nächsten Zeit sehr viel abverlangt werden wird.

Wir kommen langsam aus der Anfangsphase der Epidemie heraus, die Verbreitung wird weiter exponentiell wachsen und schnell Zahlen erreichen, die sich viele noch nicht vorstellen können. Dabei ist es entscheidend, wie schnell das passiert. Sie können alle mithelfen, indem Sie Ihre Kontakte für eine Weile weitestmöglich einschränken, Unternehmungen mit vielen Menschen wo immer möglich, ganz sein lassen und die Ansteckungswahrscheinlichkeit durch Vorsicht und Hygiene verringern.

Auch wenn Sie vielleicht wenig gefährdet sein mögen, wird ihr Verhalten einen Unterschied machen für die, für die Situation deutlich schlimmer ist. Wenn Sie Menschen kennen oder Nachbarn haben, die älter sind, oder sonst zu einer Risikogruppe gehören, dann können Sie diesen behilflich sein, die kommende Zeit besser zu überstehen, indem Sie z.B. Besorgungen übernehmen.

Wenn die wichtigen Sachen geklärt sind, dann machen Sie aus der Situation das Beste. Rausgehen und fotografieren geht immer noch, Weiterbildung ist auch eine gute Idee. Genug liegengeblieben ist bei den meisten eh, dass nicht so schnell Langeweile aufkommt. Und falls Sie noch eine Anregung gebrauchen können: Ich begeistere mich gerade sehr für Blender, eine sehr mächtige 3D-Software. Die ist nicht für jeden etwas, gute Englischkenntnisse und dreidimensionales Vorstellungsvermögen und ein wenig Spaß am logischen Denken sollten Sie mitbringen. Dafür ist die Software kostenfrei, auch für die kommerzielle Nutzung. Und sie ist inzwischen sehr ausgereift, seit der Version 2.8 hat Sie eine neue und deutlich bessere Benutzeroberfläche. Blender ist die beste freie Anwendersoftware, die ich kenne, das Tempo der Weiterentwicklung stellt Lightroom weit in den Schatten (gut, das ist auch wirklich nicht schwer).

3D-Daten aus OpenStreetMap, mit Blender visualisiert

Die Lernkurve für Blender ist steil, aber es gibt jede Menge Hilfe von einer wirklich netten Community, die Szene ist angenehm, die Tutorials kommen meist auf den Punkt. Wenn Sie Lust haben, die Software selbst auszuprobieren, dann können Sie sie unter https://www.blender.org/ (dauerhaft) kostenfrei herunterladen.

Gerade wenn Sie mit dem eingebauten Renderer Eevee arbeiten, funktioniert die Software auch gut mit kleineren Computern. Wenn Sie häufiger 3D oder Video bearbeiten, lohnt sich auch ein schnellerer Computer. Der wird sich dann bei einfacheren Aufgaben langweilen, aber auch dagegen können Sie etwas machen. Ich stelle schon seit 1999 überschüssige Rechenleistung der Wissenschaft zur Verfügung. Zumindest in den Wintermonaten, in denen der erhöhte Energieverbrauch Abwärme erzeugt, die sonst meine Heizung liefern müsste. Ich heize eh mit Strom, dann kann ein Teil meiner Heizung auch denken 😉

Im Moment liegt mein Schwerpunkt aus nahe liegenden Gründen in der Medizinforschung und ich nutze World Community Grid und Folding at Home dazu:

https://www.worldcommunitygrid.org/discover.action?recruiterId=1093430
https://foldingathome.org/

Beide Projekte verteilen Rechenleistung z.B. zu Erforschung von Krebsmarkern, dem menschlichen Mikrobiom und zur Entwicklung neuer Lösungsansätze für Medikamente zur Behandlung der unterschiedlichsten Krankheiten. So können Sie langfristig Menschen helfen, die in der nächsten Zeit etwas zu kurz kommen werden, weil sich die Medizin auf eine große Seuche konzentrieren muss. Inzwischen beteiligt sich Folding at Home auch an der Erforschung von SARS-COV-2, so dass Sie damit auch bei der Bekämpfung der Corona-Krise mithelfen können.

Bleiben Sie oder werden Sie schnell wieder gesund und passen Sie auf sich und Ihre Mitmenschen auf!

EOS 5Ds R Tethering Beobachtung

Zugegebenermaßen nur für einen sehr kleinen Teil meiner Leser interessant, aber für einen größeren dieses Buchs:

Thema: Tethering auf dem Mac mit CaptureOne und der 5Ds R

Ein Freund hatte Probleme, das Tethering zum Laufen zu bekommen. Durch einen Tipp eines weiteren Fotografen stellte er fest, dass das Problem abnimmt bzw. verschwindet, wenn er keine Karte oder nur eine CF in der Kamera hat.

Wir konnten den Effekt mit seiner Kamera an meinem MacBook Pro reproduzieren. Nur: Meine Kamera hat das Problem überhaupt nicht, sie verbindet sich auch deutlich schneller mit CaptureOne. Wir verwenden die selbe Firmware, meine Kamera ist allerdings älter, weil ich die Kameras immer am ersten Tag kaufen muss, wenn ich ein Buch darüber schreiben möchte.

Wer Probleme mit C1 am Mac hat, kann den Hinweis mit den Speicherkarten ausprobieren. Ich wäre auch an Rückmeldung interessiert von allen, die die 5Ds R mit C1 am Mac tethern. Vielleicht lässt sich das Problem besser eingrenzen und eventuell lösen.

MacOS Catalina: Fotografen erst einmal abwarten

Das neue MacOS ist draußen und bietet einige schöne Neuigkeiten, so können Sie z.B. Ihr iPad als Grafiktablett verwenden. Allerdings sollten die meisten Fotografen erst einmal warten, da die aktuelle Adobe-Software noch nicht rund läuft. Wer ältere Software weiterverwenden möchte, die noch 32-Bit-Anteile enthält, sollte es sogar ganz lassen. Das Betrifft z.B. die Creative Suite. Wer also nicht auf Adobes Mietmodell umgestiegen ist und (wie ich, außer bei Photoshop und Lightroom) noch eine CS aus der Zeit davor weiter nutzen möchte, sollte das Update nicht durchführen.

Digital Photo Professional 4.3.0

Canon hat gerade die neue Version seines Raw-Konverters herausgebracht, nicht nur mit Verbesserungen, sondern auch mit erweiterter Kamera-Kompatibilität. Während Anfangs nur aktuelle Vollformatkameras unterstützt wurden, kann die neue Version z.B. auch mit der EOS 1200D oder EOS M verwendet werden.

Download der kostenfreien Software unter: http://www.canon.de/support/consumer_products/products/cameras/digital_slr/eos_7d_mark_ii.aspx?type=download&softwaredetailid=tcm:83-1284571

Sie müssen nur die Seriennummer einer Canon-DSLR eingeben.

Moment, Telefon…

Dieses Bild entstand auf den Lofoten mit der App Hipstamatic auf einem iPhone 4

 

Einer Studie von NPD zufolge wird in den USA jedes vierte Foto mit einem Smartphone aufgenommen. Für eine digitale Spiegelreflexkamera ist ein Smartphone kein Ersatz, aber für eine kleine Digitalknipse wird es wirklich schon eng, wenn aktuelle Smartphones scharfe 8 Megapixel-Aufnahmen liefern, mit GPS-Daten, direkt ins Internet hochladbar und mit der Möglichkeit, per Software bzw. Apps den Look der Bilder gezielt zu verändern. Und vor allem haben die meisten Menschen ihr Mobiltelefon fast immer dabei.

Interessant ist, wie der Markt der Kompaktkameras darauf reagiert, Canon hat z.B. mit der G1-X eine Kompakte vorgestellt, deren Sensor nur 20% kleiner ist als APS-C. Polaroid vermarktet praktisch ein Smartphone als Kompaktkamera. Olympus baut ein 24-fach-Zoom in eine günstige Kompakte. Andere bauen wasserdichte und stoßfeste Kameras oder kleine, die man sich bei Extremsportarten am Helm befestigen kann. Andere führen Wechselobjektive im Kompaktbereich ein oder versuchen aus modischen Details ein Verkaufsargument zu machen.

Ich merke es auch an mir, eine normale Kompakte ist eher uninteressant geworden, ich habe eh sehr oft eine “richtige” Kamera dabei, ansonsten komme ich mit dem iPhone hin. Manchmal beim Paddeln schätze ich eine wasserdichte Kamera und für Spezialanwendungen könnte ich mir Kleinstkameras wie die Go Pro gut vorstellen.

Die Smartphones werden auch nicht stehenbleiben, schon heute werden Filme mit dem iPhone gedreht, Pressefotos direkt vor Ort ins Netz gestellt und es gibt eigene Fotowettbewerbe für Mobiltelefone. Falls Sie ohnehin ein Smartphone besitzen und damit noch nie fotografiert haben, probieren Sie es ruhig einmal aus. Spaß macht es auf jeden Fall und manches aus den Smartphones werden Sie in Zukunft auch in großen Kameras wiederfinden.

 

 

Lightroom 3 für 99€

UPDATE: Das Angebot ist inzwischen ausverkauft, allerdings finden Sie im Netz auch jetzt noch Anbieter, die Lightroom deutlich unter UVP anbieten, wenn auch nicht mehr so günstig.

Das Angebot ist vielleicht für einige Leser interessant. Der EDV-Buchversand verkauft in einer Sonderaktion mit Adobe Lightroom für 99€:

http://www.edv-buchversand.de/adobe/url.php?cnt=lightroom3

Außer einer Teilnahme an einer kleinen Befragung zur Lightroom nach 30 Tagen ist da kein Haken dabei.

Phocus 2.6 von Hasselblad

Hasselblad hat heute die neue Version von Phocus (einem RAW-Konverter und Bildverwaltungstool) herausgebracht und zum kostenlosen Download angeboten. Während die Windows-Version hauptsächlich für Besitzer einer digitalen Hasselblad interessant sein dürfte, unterstützt die Mac-Version auch die RAW-Formate vieler anderer Kameras, mehr Informationen und eine Downloadmöglichkeit finden Sie hier.