Neue Canon R5 – erstes Bild

Den letzen Artikel beendete ich mit ” 2020 wird trotzdem ein spannendes Kamerajahr. “. Wer schon einen ersten Vorgeschmack haben möchte, guckt sich hier: https://www.canonrumors.com/here-is-the-canon-eos-r5-we-think/ das erste Bild der neuen Kamera an. Zu den Features kann ich wahrscheinlich morgen mehr schreiben, eine offizielle Vorstellung steht wohl unmittelbar bevor. Wird ordentlich 🙂

Ein Blick in die Glaskugel für 2020

Es ist schon Tradition geworden, dass ich um die Jahreswende meine Erwartungen für die nahe Zukunft aufschreibe. Hauptsächlich bezogen auf den Fotosektor. Den letzten finden Sie unter https://fotoschule.westbild.de/2018/12/der-blick-in-die-glaskugel-fuer-2019/

Ich ändere daran nachträglich nichts, ich finde es auch auch interessant, wo ich falsch liege und wie die Entwicklungen von meinen Erwartungen abweichen. Für den Fotomarkt insgesamt bin ich nicht so optimistisch, aber es wird Bereiche geben, die im Trend liegen und gut laufen werden. Trotzdem kann es gut sein, dass der eine oder andere Markteilnehmer den Fotomarkt verlassen wird, weil es keinen Sinn mehr ergibt. Je kleiner das eigene System ist, desto weniger sind Fremdhersteller willens, Produkte zu entwickeln und desto weniger lohnen sich auch eigene Neuentwicklungen wie neue Objektive. Der Kunde muss ja nicht einmal das System wechseln, es reicht ja schon, wenn er bei seiner Ausrüstung bleibt und nichts neues mehr kaufen möchte.

Im Kamerabereich wird zwar mittelfristig noch einiges passieren, aber wenn Sie sich eine der aktuellen hochauflösenden und schnellen Spiegellosen Kameras anschauen, die um die 10 Bilder pro Sekunde schaffen, 47-61 und bald noch mehr Megapixel und einen guten AF und detailreichen Sucher haben , dann werden sich sehr viele Fotografen fragen, warum Sie danach noch eine neue Kamera benötigen sollten. Zumal die technische Entwicklung gerade etwas stagniert. Die letzten Sony-Kameras waren eher inkrementelle Updates und die Sensorleistung ist auch schon zwischen der A7R II und der A7R III nicht viel besser geworden, auch wenn der Rest ein deutliches Update war.

Sensoren von 2014 wie z.B. der 50 MP Sony Mitteformatsensor, der in der Hasselblad, Pentax oder Fuji steckt, spielen auch heute noch ganz oben mit. Canon hat gerade den Vorteil, dass ihre Sensoren noch Spielraum nach oben haben, so dass es für Canon-Fotografen noch mehr Anreize gibt, im nächsten Jahr eine neue Kamera zu kaufen. Auch weil IBIS bislang noch nicht zu bekommen war, ab 2020 aber Standard auch bei Canon werden wird.

Viele der Fotografen werden ihre Möglichkeiten über neue Objektive also besser erweitern können als über eine neue Kamera. Der Trend zu einem erweiterten Fokus auf den Objektivbau wird verstärkt durch den Wettstreit neuer spiegelloser Systeme. Nikon Z, Canon RF und das L-Bajonett (Leica, Panasonic, Sigma) müssen Kaufentscheidungen auch über ein möglichst vollständiges und interessantes Objektivprogramm gewinnen.

Die neuen Objektive werden für sehr hohe Megapixelzahlen gerechnet und für schnelle Kamerakommunikation ausgelegt. Sie sind meist sehr scharf und haben ein weiches Bokeh, außer manchmal bei den kürzeren Brennweiten unter 35mm. Das führt für manchen zu einer langweiligen Perfektion und zu einer Gegenbewegung, die wieder verstärkt Objektive aus der Vor-AF-Zeit verwendet. Das Scharfstellen von manuellen Objektiven ist mit einer Spiegellosen, die Suchervergrößerung und Fokus-Peaking bietet, auch deutlich einfacher geworden. Die meisten Fotografen, die ich kenne, arbeiten nicht ausschließlich mit “Altglas”, sondern setzen dieses als Ergänzung dort ein, wo ein schnelles AF-Objektiv nicht notwendig ist, wie z.B. im Porträtbereich.

Wenn Sie eh schon ein altes Objektiv verwenden, dann können Sie auch eine alte Kamera dahinter setzen und einen Film einlegen. Die Analoge Fotografie hat Ihre Talsohle wahrscheinlich durchschritten, inzwischen liest man mehr Nachrichten über Neuerscheinungen (Ektachrome als Roll- und Planfilm z.B.) als über Produkteinstellungen. Fujifilm macht einen recht großen Anteil seines Umsatzes im Sofortbildbereich. Ich erwarte nicht, dass wieder ernstzunehmende analoge Kameras neu entwickelt werden, aber die analoge Szene und das Materialangebot wächst und die analoge Fotografie wird nicht aussterben.

Ein paar technische Entwicklungen sind schon mehr oder weniger absehbar:

  • 20 Bilder pro Sekunde mit mechanischem Verschluss, mehr mit elektronischem
  • 6K Video oder 4K Raw-Video in der Kamera
  • 75MP oder mehr Auflösung im Vollformat
  • CFexpress kommt als Speichermedium in Kameras
  • Neue Objektive mit bisher nicht dagewesen Spezifikationen, z.B. sehr lichtstarke Weitwinkelzooms, neue Makros etc.
Dr. Ganske vom TPDNI, Linktipp zu KI-Informationen folgt später *

Ein weiterer Trend ist immer mehr KI in Software. Skylum 4 z.B. nutzt das, um den Himmel auszutauschen und das Bild dazu anzupassen oder um Porträts zu verschönern. Das kann im Einzelfall nützlich sein, wird aber hauptsächlich dazu führen, dass wir noch mehr Schrott im Internet sehen werden. Analoge Fotografie oder SOOC-Bilder (straight out of camera- also ohne jede Nachbearbeitung) werden durch solche Entwicklungen als Gegenbewegung bestärkt, auf lange Sicht wird KI aber auch im kreativen Bereich immer mehr übernehmen, in seiner eigenen Arbeit die kreative Kontrolle zu behalten wird nicht einfacher werden. In vielen Bereichen wird die Arbeit der Fotografen auch durch Maschinen ersetzt werden. Das ist heute schon so, gucken Sie mal in einen IKEA-Katalog, der besteht zu 95% aus CGI und nicht mehr aus Fotos.

Haben Sie “The Irishman” von Martin Scorsese gesehen? Robert De Niro, Joe Pesci und Al Pacino spielen ihre Rollen im Alter von 30,50 und 70 Jahren. Die Filmbilder wurden mittels KI verjüngt. Das Verjüngen benötigte dafür nicht einfach Trackingpunkte auf dem Gesicht, sondern arbeitete mit einer Standard-Filmaufnahme. Statt aus einem alten Robert de Niro einen jungen zu machen, hätte man ihn auch zu Arnold Schwarzenegger werden lassen können. Und das nicht nur durch ein großes Filmstudio, sondern das können Sie auch zu Hause hinbekommen, wenn Sie sich ein wenig mit Video und Computer auskennen und etwas Rechenleistung zur Verfügung haben werden. Software ist frei verfügbar, z.B. hier https://github.com/iperov/DeepFaceLab

Es gibt Nachrichten, dass im nächsten Jahr ein neuer Film mit James Dean ins Kino kommen soll. Er starb 1955 bei einem Autounfall, aber es gibt genug Filmmaterial, um ihn digital wieder auferstehen zu lassen. Kennen Sie Shudu oder Lil Miquela? Das sind virtuelle Models, die durchaus Aufträge von den großen Modefirmen erhalten. Die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua hat einen virtuellen Nachrichtensprecher im Einsatz. Auch wenn vieles noch etwas hölzern wirkt, ist manches davon schon sehr überzeugend und es ist nur eine Frage der Zeit, bis diese Techniken bis zur Ununterscheidbarkeit perfektioniert worden sind. Suchen Sie einfach in Netz nach “Deepfake” und Sie werden eine Menge finden, je später Sie suchen, um so besser werden die Ergebnisse sein.

Das wird natürlich nicht nur in der Unterhaltungsbranche Anwendung finden, sondern auch zur Verbreitung von Fake News eingesetzt werden. Ich habe weniger Angst vor dieser Technik als davor, dass sich eine zunehmende Anzahl von Menschen ohnehin nicht mehr für die Wahrheit interessiert, Fakten ignoriert und alles was sie aus Ihrer selbst gewählten Blase holt als “Systemmedien” oder “Lügenpresse” diffamiert um dann auf der anderen Seite die vollkommen hanebüchene Informationsquellen zu akzeptieren oder einem obskuren YouTube-Video den Vorzug vor tausenden Mannjahren wissenschaftlicher Forschung zu geben.

Dass, was Maschinen in 10 Jahren können werden wird sich von heute viel deutlicher unterscheiden als das was sie vor 10 Jahren konnten zu heute. Die IT befindet sich in einer exponentiellen Entwicklung, wenn wir die großen Katastrophen umschiffen können, wird sie uns in vielen wenn nicht allen Bereichen überholen. Das wird noch dauern, aber es wird schneller gehen, als Sie denken. Vor allem adaptiert die Technik schnell auf andere Bereiche. Die KI Alpha Go konnte 2018 nach vier Stunden Lernen die besten Schach-Programme schlagen, obwohl sie für das japanische Spiel Go gebaut worden war. Das sind Anwendungen auf geschlossene Systeme mit festen Regeln, die sicher einfacher sind als das wahre Leben, aber Schach und Go sind auch nicht trivial.

Apropos große Katastrophen. Die Forschungsergebnisse der letzten Jahre haben uns gezeigt, dass wir beim Klimawandel am oberen Ende der früheren Prognosen liegen und wir große Chancen haben, relativ schnell einen unumkehrbaren Kipp-Punkt des Weltklimas zu erreichen. Wir sind in Deutschland mit unserem CO2-Austoß leider noch nicht viel weitergekommen und ich schreibe diese Zeilen, während die Klimakonferenz in Madrid zu scheitern droht. Allerdings müssen wir nicht auf politische Rahmenbedingungen warten, um unser eigenes Verhalten zu verändern. Wenn ich mir so manchen Instagram-Account anschaue, auf dem die Fotografen ihre weltweite Bucketlist an touristischen Zielen abarbeiten und dabei hunderttausende Flugkilometer zusammenkriegen, dann merke ich, dass wir im Fotobereich auch viel ändern können.

Bei mir selbst hat die Flugscham schon sehr durchgeschlagen, auch Auto fahre ich weniger und langsamer, im Haushalt kommt 100% der verwendeten Energie aus Ökostrom. Trotzdem ist meine Bilanz noch nicht gut. Ich finde bereits die Entwicklung der letzten Jahre erschreckend, dass zum Beispiel die Insekten um 80% zurückgegangen sind und in der Folge auch die Vogelwelt kleiner geworden ist. 42° Außentemperatur sind in einer Dachwohnung auch nicht lustig. Die Gletscher sahen auf meiner ersten Norwegentour anfang der 90er Jahre auch ganz anders aus als auf meiner letzten vor ein paar Jahren. Und das ist alles noch Kleinkram gegen die weltweiten Folgen und vor allem gegen das, was noch kommen wird.

Zurück zu den Kameras. In diesem Jahr wurden unter 20 Millionen Kameras weltweit verkauft (Nach CIPA-Zahlen, die nicht ganz vollständig sind, aber doch den Großteil der Verkäufe erfassen), 2010 waren das ungefähr sechs mal so viele. Das liegt zum einen natürlich daran, dass die allermeisten Leute heute nur noch mit dem Smartphone fotografieren und zum anderen daran, dass die Boomphase, in der die Digitalkameras gut und erschwinglich wurden und die meisten noch keine hatten, vorbei gegangen ist. Zum Vergleich soll die Zahl der Überwachungskameras weltweit auf eine Milliarde ansteigen, die Hälfte davon in China. In der nahem Zukunft wird wahrscheinlich jedes Auto mehrere Kameras besitzen, um die Umgebung für das autonome Fahren erfassen zu können (neben anderen Systemen wie Radar oder LIDAR). Der eigentliche Markt liegt also schon längst woanders, der Fotomarkt schrumpft bis hin zur Existenzgefährdung manchen Herstellers. Die wenigen verbleibenden Kunden werden immer anspruchsvoller, der Trend geht zu größeren Formaten, das Vollformat wird immer günstiger und das Mittelformat ist in preislich in Bereiche vorgerückt, in denen vorher nur Vollformat zu bekommen war (Preis im November: Sony A7R IV 3999€, Fuji GFX 50R 3899€ inkl. Cashback).

2020 werden mit der Nikon D6 und der EOS 1DX Mark III die besten Spiegelreflexkameras aller Zeiten herauskommen, ob es von diesem Kameras noch einen Nachfolger geben wird, ist aber mehr als fraglich. Das nahende Ende der DSLR-Technik werden sie nicht aufhalten können. Im Moment sind wir in der komfortablen Position, dass die DSLR-Objektive wegen des größeren Auflagemaßes auch an die spiegellosen mit einem Adapter abschließbar sind. So kann ich zum Beispiel Canon-EF-Objektive auch an eine Sony oder eine Fuji GFX-Mittelformat anschließen. Die Objektive der Spiegellosen werden diese Möglichkeit nicht mehr haben, wenn man Ausnahmen absieht, so gibt es zum Beispiel einen 2mm dicken AF-Adapter, um Sony FE-Objektive an einer Nikon Z zu verwenden. Mit dem Ende der DSLR-Zeit wird das native System des Herstellers immer wichtiger, Kameraentscheidungen werden sich stark an den verfügbaren Objektiven ausrichten.

Wenn Sie den Sternenhimmel fotografieren möchten, fangen Sie bald damit an. Es gibt Pläne, den Orbit mit Massen von Mikrosatelliten zuzumüllen, um darüber weltweit Internet bereitzustellen. Die Lichtverschmutzung nimmt auch weiter zu, wenngleich es auch Gegenden gibt, in denen die Menschen etwas begriffen haben und sehr bewusst die Beleuchtung bei Nacht einschränken.

Eine weibliche Große Königslibelle lässt Ihre Flügel austrocknen. Naturfotografie ist auch in Fahrradentfernung möglich.

Bei der Naturfotografie möchte ich Sie nicht zur Eile anhalten, es ist wahrscheinlich zielführender, darauf zu achten, dass sie auch in der mittleren Zukunft noch ergiebig sein wird, indem wir unsere Anstrengungen für den Klima-, Natur-, und Artenschutz verstärken. Man muss auch nicht nach Afrika fliegen, um Tiere vor die Kamera zu bekommen, selbst ein Supertele und ein Stativ lassen sich noch gut mit dem Fahrrad transportieren. Investieren Sie lieber hier oder vergleichbar und lassen Sie sich die Safariziele von David Attenborough zeigen. Das heißt nicht, dass ich mit dem Reisen aufhören werde oder Ihnen das nahelegen möchte. Aber ich werde es sehr viel bewusster machen, Ziele vermeiden, die eh schon unter Overtourism leiden, und generell etwas langsamer werden, auch um konzentrierter zu Fotografieren und weniger Zeit im Auto zu verbringen.

* Haben Sie mir das geglaubt? Das Porträt wurde von einer KI, oder genauer von einem GAN erzeugt, das können Sie auch selbst ausprobieren unter https://thispersondoesnotexist.com/

Artikel über Lichtverschmutzung

Die FAZ hat einen guten Artikel zum Thema Lichtverschmutzung veröffentlicht:

http://www.faz.net/aktuell/wissen/verlust-der-finsternis-macht-doch-mal-das-licht-aus-13874569.html

Ich würde mich freuen, wenn meine Leser möglichst wenig zu dem Problem beitragen würden. Das schont die Natur, spart Energie und macht die Nacht schöner. Und es freut auch die Astrofotografen.

Sternenhimmel über Teneriffa

Sternenhimmel über Teneriffa

Digital Photo Professional 4.3.0

Canon hat gerade die neue Version seines Raw-Konverters herausgebracht, nicht nur mit Verbesserungen, sondern auch mit erweiterter Kamera-Kompatibilität. Während Anfangs nur aktuelle Vollformatkameras unterstützt wurden, kann die neue Version z.B. auch mit der EOS 1200D oder EOS M verwendet werden.

Download der kostenfreien Software unter: http://www.canon.de/support/consumer_products/products/cameras/digital_slr/eos_7d_mark_ii.aspx?type=download&softwaredetailid=tcm:83-1284571

Sie müssen nur die Seriennummer einer Canon-DSLR eingeben.

Panoramafreiheit in Gefahr

Am 9.Juli wird im Europaparlament über den Bericht über die Evaluation des EU-Urheberrechts abgestimmt. Zu diesem hat es eine Reihe von Änderungsanträgen gegeben, von denen einer für Fotografen wirklich unerfreulich werden kann. Im schlimmsten Falle wäre es dann  irgendwann im Herbst vorbei mit der Panoramafreiheit.

Mehr darüber zu lesen gibt es hier: https://www.freelens.com/news/panoramafreiheit-in-gefahr/

Auf Change.org gibt es eine Petition, die sich gegen diese Änderung richtet:
https://www.change.org/p/european-parliament-save-the-freedom-of-photography

Ich hoffe, dass sich das durch genügend öffentliche Aufmerksamkeit noch verhindern lässt. Wenn das am 9. Juli schief geht, bleibt nur noch eine Gelegenheit, die Panoramafreiheit zu retten.

Photoshop/Lightroom für alle für 12.29/Monat

Adobe hat heute bekanntgegeben, dass das Photoshop/Lightroom-Angebot nicht mehr nur für Besitzer von mindestens Photoshop CS3 gilt, sondern ohne Vorbedingungen gebucht werden kann. Das Angebot ist bis zum 2.12.2013 befristet (UPDATE: bis zum 28.2.2014. verlängert). Und nochmal bis zum 31.3.2014 verlängert.
Mehr unter:

https://creative.adobe.com/plans/offer/photoshop+lightroom

Neue Firmware für Canon EOS 5D Mark III

Die neue Firmware für die EOS 5D Mark III behebt einige kleine Fehler:

http://www.canon.de/Support/Consumer_Products/products/cameras/Digital_SLR/EOS_5D_Mark_III.aspx

“Die Firmware-Version 1.2.3 umfasst folgende Verbesserungen und Fehlerbehebungen.
1. Behebt das Problem, dass abhängig vom Zeitpunkt, zu dem der Auslöser gedrückt wurde, der Blitz möglicherweise nicht ausgelöst wird.
2. Behebt das Problem, dass sich der Wert für die AF-Feinabstimmung möglicherweise ändert.*
3. Behebt das Problem, dass auf dem LCD-Monitor entlang von Abgrenzungen mit hohem Kontrast möglicherweise eine Linie mit falscher Farbwiedergabe angezeigt wird.
4. Behebt das Problem, dass das Histogramm eines Bildes in der LiveView-Ansicht nicht korrekt angezeigt wird, wenn ein HDMI-Kabel angeschlossen ist.
5. Ermöglicht die Anpassung der Helligkeit des LCD-Monitors der Kamera, auch wenn ein HDMI-Kabel angeschlossen ist.
*Das unter Punkt 2 beschriebene Problem wurde mit der Firmware-Version 1.2.1 behoben, und die Firmware-Version 1.2.3 bietet eine weiter verbesserte Problemlösung.”

Schärfe über Software

Ein interessanter Beitrag auf der diesjährigen SIGGRAPH kommt von Forschern der University of British Columbia und zeigt, wie gut man mit sehr einfachen Objektiven arbeiten kann, wenn man die Bildfehler wieder heraus rechnet.

https://vimeo.com/61495125

mehr unter: http://www.cs.ubc.ca/labs/imager/tr/2013/SimpleLensImaging/

Bestimmte Bildfehler werden heute schon in ihrer DSLR oder in Ihrem Smartphone heraus gerechnet. Aber dieses Video zeigt, dass das noch viel weitergehend möglich ist. Wenn Sie heute im RAW fotografieren, werden Sie in Zukunft noch viel bessere Bilder aus Ihren Aufnahmen erzeugen können als heute.

 

Instagram: Achtung vor neuer AGB

UPDATE: Die Aufregung scheint sich zu lohnen, vielleicht kann man mit der Account-Löschung noch etwas warten: http://gizmodo.com/5969572/instagram-we-dont-want-to-sell-your-photos
Instagram scheint zurückzurudern mit seiner neuen AGB.

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Instagram ändert seine Nutzungsbedingungen nach dem Kauf durch Facebook ab dem 16.1.2013 auf dreiste Weise. Mehr dazu findet man unter anderem hier: http://www.sueddeutsche.de/digital/neue-datenschutzrichtlinien-instagram-will-fotos-der-nutzer-verkaufen-1.1553493

Ich würde jedem Nutzer empfehlen, die Daten zu sichern und vor dem 16.1.2013 seine Bilder bei Instagram zu löschen und den Account zu kündigen. Wer den Look von Instagram mag, kann sich Hipstamatic mal anschauen. Fotosharingplattformen gibt es auch genug, so dreist wie Instagram ist kaum eine.

Reaktionen von Fotografen aus den USA: http://lightbox.time.com/2012/12/18/unfiltered-photographers-react-to-instagrams-new-terms/#1

Canon Cashback Aktion

Canon hat zur Verkaufsförderung bis zum 20.1.2013 eine Aktion gestartet, bei der man beim Kauf bestimmter Produkte einen Scheck zwischen 30 und 200€ zurückerhält. Da das nicht nur die alten Scherben betrifft, die dringend abverkauft werden müssen, sondern durchaus auch Dinge, die bei manchem auf der Wunschliste weit oben stehen, poste ich hier den Link zu den Kameras und Objektiven, die das Programm beinhaltet:

http://www.power-to-celebrate.de/cash-back/aktionsprodukte/

Interessant sind z.B. 50€ für das Speedlite 600EX-RT, 70€ für das EF100mm f2,8L IS USM Makro oder 200€ für das EF 70-200 mm 1:2,8L IS II USM. Eine EOS 7D würde ich aber nicht unbedingt jetzt kaufen, wahrscheinlich kommt  im Frühjahr ein ernstzunehmender Nachfolger heraus.

 

Leica M Objektive an einer EOS 5D Mk II?

Link

Eine Leica M hat ein Auflagemaß von 27,8mm. Eine EOS hat 44mm. Wenn Sie nun ein Leica M-Objektiv an eine EOS adaptieren wollten, hätten Sie also einen 16mm-Zwischenring gleich eingebaut und könnten nur auf den extremen Nahbereich fokussieren. Ein normaler Mensch würde das Thema nun als unsinnig bis unmöglich einsortieren und sich anderen Dingen zuwenden. Nicht so Robert Benson aus San Diego, der viel radikaler an das Problem heranging. Sehen Sie hier, was er aus einer 5D Mark II machte, um mit einem Leica Noctilux arbeiten zu können.

Lightroom 4.2 erschienen

Link

Wer einen RAW-Konverter sucht, der die EOS 650D unterstützt oder Tethered Shooting mit der EOS 5D Mark III kann, wird nun bei Lightroom 4.2 fündig. Es gab zwar eine Beta, die das auch schon vorher konnte, aber nicht jeder möchte Software verwenden, die sich noch halb im Test-Stadium verwendet.

Weitere Informationen, auch zu den neu unterstützten Objektiven, finden Sie hier:

http://blogs.adobe.com/lightroomjournal/2012/10/lightroom-4-2-now-available.html

Linktipp: Interview mit Nick Ut

Link

Petapixel hat ein Interview mit Nick Ut veröffentlicht(englisch). Die Leica-Galerie in Halle 1 der Photokina zeigt gerade seine Bilder, er hat das Foto von dem napalmverbrannten Mädchen gemacht, das nackt aus seinem Dorf rennt. Das Foto hat wahrscheinlich einen wichtigen Teil dazu beigetragen, den Krieg zu beenden. Der Mann hat etwas zu erzählen und er hat eine gute Position zu der Frage, wie unbeteiligt man als Fotograf sein darf.

Canon EOS 6D vorgestellt

Der wahre Nachfolger der EOS 5D Mark II wurde erst heute vorgestellt, die EOS 6D. 200g leichter als die 5D Mark III ist sie die kleinste Vollformat DSLR auf dem Markt, hat Wifi und GPS eingebaut und einen neuen 20-Megapixel-Sensor mit ähnlichen ISO-Fähigkeiten wie die 5D Mark III.

Bild: Canon

Canon sagt, dass der neue AF der lichtempfindlichste ist, den Canon je gebaut hat, der mittlere Kreuzsensor arbeitet bis -3LW. Leider sind die 10 weiteren AF Punkte keine Kreuzsensoren und auch nicht weiter über das Sucherbild verteilt als bei der 5D Mk II. Man wird abwarten müssen, wie sich der AF in der Praxis bewährt. Schön ist, dass der Silent-Shutter von der 5D3 übernommen wurde und sich der Akkutyp nicht geändert hat. Die Sucherscheiben der 5D2 können ebenfalls übernommen werden.

Für die Landschaftsfotografie ist diese Kamera sicher eine gute Wahl, GPS, Spritzwasserschutz, sehr gute Bildqualität und ein leichter Body. Wer allerdings actionreichere Motive fotografiert, sollte überlegen, ob er nicht lieber zur 5D Mark III greift, da diese Kamera ein wirkliches Profi-AF-System hat. Nikon hat seine D600 professioneller positioniert, 2 Kartenschächte, 100%-Sucher und ein 39-Punkt-AF lassen die Kamera zu einem hochaufgelösten D700-Nachfolger werden, während man Canon zu etwas mutigeren Fortschritten gegenüber der 5D2 hätte raten können.

Allerdings: Tethered Shooting mit einem iPhone, IPad oder Android-Gerät ohne teures Zubehör (der EOS EOS WFT-E7 kostet fast 700€) ist ein Traum, der gerne auch schon in der 5D Mark III hätte in Erfüllung gehen können. Die Software EOS Remote wird kostenlos verfügbar sein für IOS und Android. Die Kamera ist für eine Menge Canon-Kameras ein interessantes Upgrade, bei einem UVP von 1999€ ist es absehbar, dass sie irgendwann günstiger sein wird, als eine 5D Mark II heute. Eine EOS 7D würde ich wegen ihrer Geschwindigkeit und Autofokusfähigkeiten allerdings nicht  für eine 6D verkaufen.

Etwas ärgerlich sind die 1/180s Synchronzeit und die 1/4000s schnellste Verschlusszeit. Es bleibt zu hoffen, dass die Verschlusslebensdauer deswegen etwas besser ist. Dass nur noch SD-Karten unterstützt werden, ist in der Praxis kein so großer Unterschied. Mit der Synchronzeit werde ich auch leben können, weil ich ohnehin meistens Highspeend-Sync (HSS) verwende und die Studioblitze oft nicht mehr mitnehme für einen Job.

Links:

http://www.dpreview.com/previews/canon-eos-6d (englisch)

http://cweb.canon.jp/eos/lineup/6d/samples/index.html (Beispielbilder, japanisch)

http://www.canon.de/For_Home/Product_Finder/Cameras/Digital_SLR/EOS_6D/

http://www.usa.canon.com/cusa/professional/products/professional_cameras/digital_slr_cameras/eos_6d#Specifications (englisch, bisher die besten technischen Daten, die verfügbar sind)

http://www.canon.co.uk/For_Home/Product_Finder/Cameras/Digital_SLR/eos_remote.aspx (englisch, Vorschau auf EOS Remote)