Canon EOS R8 Mark II, 3D Dual Pixel Raw und neue Objektive von Sony

Heute Nacht hat Canon die neue EOS R8 Mark II vorgestellt, die Daten und das Design waren vorher weitgehend bekannt. Im Vorfeld gab es Spekulationen, ob die Kamera in Retrodesign erscheint, das ist sie nicht oder nur mit seeeeehr viel Fantasie. Ich persönlich finde sie deutlich schöner als den Vorgänger, aber das Design polarisiert und das mag jeder für sich selbst entscheiden. Sie hat teilt sich mit dem Vorgänger und der R6 Mark II den 24MP-Sensor, mit dem ich sehr gerne gearbeitet habe. Der größte Unterschied ist der nun verbaute IBIS, der bis zu 7,5 Blendenstufen längere Belichtungszeiten ermöglicht. Der SD-Karten Slot ist nun separat und nicht mehr im Batteriefach. Leider sind Sucher und Bildschirm gleich geblieben, der Sucher hat 2,36 MP. Der Autofokus ist verbessert worden und die Kamera schafft 40 Bilder pro Sekunde mit elektronischem Verschluss. Einen vollmechanischen Verschluss gibt es nicht, wohl aber einen EFCS, bei dem ein elektronischer und mechanischer Verschluss kombiniert sind und der bis 1/4000s reicht und 6 Bilder/s schafft. Die Kamera bietet ebenfalls die Voraufnahme, was der Vorgänger noch nicht konnte und die R6 Mark II nur etwas umständlich.
Die Kamera kommt zum 20.10.2026 für 1799€ in den Handel. Das ist sicher eine fähige und ausgereifte Kamera, im Moment finden Sie allerdings die R6 Mark II noch zu ähnlichen Preisen im Handel. Und diese Kamera hat zwei Kartenslots, verwendet größere Akkus, unterstützt einen Hochformatgriff, hat einen Sucher mit höherer Auflösung und einen besseren Verschluss.

Produktfotoder Kamera ohne Objektiv, der Sensor ist sichtbar.

Die EOS R8 Mark II. Bild: Canon

Zusammen mit der Kamera hat Canon das Speedlite EL-5 II vorgestellt, dass etwas robuster ausgelegt ist, aber vor allem eine deutlich höhere Funkreichweite aufweist.

https://www.canon.de/cameras/eos-r8-mark-ii

Wer meine Kamerabücher gelesen hat, weiß, dass ich die Option, 3D-Bilder aus DualPixel Raw Dateien zu erstellen, für die interessanteste Anwendung halte. Canon hat heute ein Software dazu angekündigt, die das direkt macht, aber zusätzlich in der Lage ist, auch 3D-Dateien im OBJ-Format zu erzeugen. Die Software erscheint am 3.10 und ist „vorerst“ kostenfrei.

Sony hat zwei leichte Teleobjektive vorgestellt, ähnlich denen, die Nikon im Programm hat und die bei Canon noch eine große Programmlücke darstellen.

https://www.sony.de/electronics/e-objektive/sel600f63gm
https://www.sony.de/electronics/e-objektive/sel400f45gm

Sie sind deutlich leichter und günstiger als die Superteles mit den gleichen Brennweiten, stellen in der optischen Qualität aber keinen Kompromiss dar. Gerade das 600er ist sehr interessant für die Vogelfotografie, da es nur knapp ein Kilo wiegt und mit den Konvertern verwendet werden kann. Für 3899 € Listenpreis ist es ein Angebot, dass ich bei Canon sofort wahrnehmen würde, wobei ich ein Objektiv wie das Nikon Z 800mm f6,3 VR S noch ein wenig interessanter finden würde. Es ist allerdings auch teurer. Bei Canon fehlt der mittlere Telebereich zwischen den Zooms und den Superteles im fünfstelligen Preisbereich leider noch.



Neue Firmware für die EOS R5 Mark II V1.3.2

Canon hat für die R5 Mark II ein Firmware-Update veröffentlicht, das keine neuen Funktionen, aber verschiedene Stabilitätsverbesserungen bringt. Näheres unter:

https://www.canon.de/support/consumer/products/cameras/eos-r/eos-r5-mark-ii.html?type=firmware

Da es immer wieder manche verwirrt: Während des Updates können Sie die Kamera nur über Tasten und Einstellräder steuern, der Touchscreen reagiert nicht.

Neue Firmware für die EOS R6 Mark III V1.1.0

Canon hat eine neue Firmware für die R6 Mark III veröffentlicht.

Änderungen:



Die Firmware-Version 1.1.0 umfasst folgende Verbesserungen und Fehlerbehebungen.

Verbessert die Betriebsstabilität.

Fügt die Möglichkeit hinzu, [AF for close-up demos] (AF für Nahaufnahmen) während der Filmaufnahme in den Modi [Movie manual exp.] (Manuelle Belichtung im Videomodus), [Movie Auto exposure] (Automatische Filmbelichtung) und weiteren im Kreativ-Bereich einzustellen, um die Verwendung in Kombination mit Belichtungs- und AF-Bereichseinstellungen zu ermöglichen.

Fügt die Funktion zum Festlegen von [grid display] (Gitteranzeige) während der Filmaufnahme hinzu.

Fügt Unterstützung für die drahtlose Fernbedienung BR-E2 hinzu.

Fügt Unterstützung für das Software Development Assistance Kit (EDSDK/CCAPI) hinzu.

Behebt ein Problem, das dazu führen kann, dass Bildübertragungen an einen FTP-Server fehlschlagen und Err41 angezeigt wird.

Behebt ein Problem, das sich auf die Aufnahmefähigkeit der Kamera auswirken kann, wenn die automatische Abschaltfunktion während der Aufnahmen mit Intervall-Timer aktiviert wird.

Behebt ein Problem, das dazu führen kann, dass die Kamera nicht erkannt wird, wenn sie über USB mit einem Smartphone verbunden wird.

Behebt ein Problem, das dazu führen kann, dass die digitalen IS-Metadaten des Films bei der Aufnahme von Filmen mit Bildraten von unter 24 B/s im Modus [Slow&Fast Motion Movie] (Zeitlupe) falsch ausgegeben werden.

Zu finden unter:

https://www.canon.de/support/consumer/products/cameras/eos-r/eos-r6-mark-iii.html?type=firmware

Nach meinen Erfahrungen mit der letzten Firmware zur R5 Mark II würde ich generell raten, als Normalanwender immer 2-3 Wochen mit einer neuen Firmware zu warten, wenn sie nicht sehr wichtige Verbesserungen für die eigene Arbeit enthält.

Wichtiges Firmwareupdate für die EOS R5 Mark II und die R1 V1.3.0 (Update 1.3.1)

UPDATE 4: Meine Warnung war korrekt, Canon hat eine neue Firmware veröffentlicht, die einen Fehler behebt, der auftritt, wenn Sie Touch&Drag AF mit dem großen AF-Feld zusammen verwenden. Die neue Version ist 1.31, auf der deutschen Seite noch nicht veröffentlicht (stand 5.Juni 26), kommt aber bald und ist auf ausländischen Canon Webseiten schon vorhanden. Jetzt können Sie updaten, wer 1.3.0 hat, sollte den Bugfix aufspielen.

UPDATE 3: Ich habe meine Kamera zurückgesetzt und hatte eine Weile keine Probleme, die kamen aber zurück, als ich Touch&Drag AF wieder aktiviert habe. Inzwischen habe ich auch von anderen gehört, die ähnliche Schwierigkeiten bekamen. Wenn Sie noch nicht aktualisiert haben, würde ich Ihnen raten, noch etwas zu warten.

UPDATE 2: Ich habe mit Canon telefoniert und die haben bislang keine Probleme gemeldet bekommen. Kann sein, dass das ein singuläres Problem bei mir war. Ich werde das weiter beobachten, möchte Sie aber nicht von einem Update abhalten.

UPDATE: Nach meinen ersten Erfahrungen würde ich Ihnen raten, noch zu warten. Ich war heute mit der neuen Firmware unterwegs und ich hatte noch nie so eine Instabile Kamera. Bei Einschalten der Augensteuerung hat sie sich einmal aufgehängt, in einem zweiten Fall hat sie auf die Augensteuerung nicht reagiert und ein drittes Mal überhaupt nicht mit dem AF angefangen.

Es kommt selten vor, dass Canon ein Firmware-Update herausbringt, dass Teile des Kamerabuchs veralten lässt. Diesmal hat Canon allerdings die Möglichkeiten der Kamera aufgewertet, vielleicht liegt das auch an der stärkeren Konkurenz, am Mittwoch wird die Sony α7 R IV vorgestellt. Die vollstängige Liste finden Sie unter dem Firmware-Link, aber hier das wichtigste:

  • Dual Pixel Raw gabe es in der R5 Mark II nicht mehr, in der R6 Mark III allerdings wieder, das war verwirrend, Canon hat die Möglichkeit nun nachgerüstet.
  • die Voraufnahme lässt sich nun wie beid er EOS R6 Mark III auf eine Taste legen
  • Verbesserte Motiverkennung für den AF, auch für registrierte Personen.
  • Vier Speicherplätze für den Weißabgleich
  • etliche Darstellungsverbesserungen im Video, z.B. Wasserwaage während der Aufnahme

Auf der amerikanischen Canon-Seite schon vorhanden, in Kürze auch hier (Version 1.3.0 ist die neue)
Firmware EOS R5 Mark II: https://www.canon.de/support/consumer/products/cameras/eos-r/eos-r5-mark-ii.html?type=firmware

Sony a7R VI, EOS R6 V und Objektive vorgestellt

Canon hat heute die R6 V vorgestellt, im Prinzip eine R6 Mark III ohne Sucher, mit Kühlung und mehr auf Video ausgerichtet. Der Preis von 2499 € UVP und die Tatsache, dass der IBIS nicht weggelassen wurde wie bei der R5 C machen Sie zu einer interessanten Option. Das RF20-50mm f4L IS USM PZ ist ebenfalls neu, das erste RF-Objektiv, bei dem Powerzoom vollständig integriert wurde und ohne Zubehör funktioniert.

https://www.canon.de/cameras/eos-r6v

https://www.canon.de/lenses/rf-20-50mm-f4l-is-usm-pz/

Mit Sucher und das gleich richtig hat Sony die α7R IV vorgestellt. Der Sucher hat 9,44 MP, ist wie bei der Hasselblad X2D 100 HDR-tauglich und wahrscheinlich der beste Sucher, den Sie heute bekommen können, vielleicht abgesehen von der Hasselblad und der Fujifilm GFX 100 II. Der Rest der Kamera wurde im Verhältnis zum Vorgänger, der eher ein unbedeutes Update darstellte, ebenfalls deutlich verbessert, die Kamera schafft 67MP mit 30 Bildern pro Sekunde und Voraufnahme. Mit dem mechanischen Verschluss sollen bis zu 16 LW Dynamikumfang drin sein. Im Video gibt es 8K30 mit 1,2x Crop oder 4k60 und 4K120 über die volle Breite. AF und Weißabgleich sind KI-unterstützt. Ich habe noch keine Daten zur Auslesegeschwindigkeit des Sensors, aber die wird recht gut sein bei diesen technischen Daten und einem fully-stacked Sensor. UPDATE: 18ms, also 1/55s, das ist ungefähr fünf mal schneller als der Vorgänger, kommt aber an die 4 ms der α1 II nicht ansatzweise heran. Die R5 Mark II kommt auf 6,5 ms, ist somit bl.itztauglich mit dem elektronischen Verschluss Die Kamera ist mit 5099 € etwas teurer geworden als der Vorgänger und benötigt einen neuen Batterietyp. Das letzte Mal, als Sony soetwas gemacht hat, waren die lange sehr schlecht lieferbar.

Geschwindigkeit, Auflösung, Dynamikumfang und ein schneller AF, das lässt wenig zu wünschen übrig, außer vielleicht beleuchtete Tasten. Ach ne, die hat sie auch. Interessant sind auch die zwei USB 3-Ports, die Stromversorgung und Datentransfer gleichzeitig ermöglichen.

Produktfoto von vorne ohne Objektiv

Die Sony α7R IV Bild: Sony

Ebenfalls neu ist das Sony SEL 100-400mm f/4,5 GM OSS, das eine durchgehende Blende hat, alle Möglichkeiten der Kameras voll unterstützt, aber mit 4999€ UVP auch doppelt so teuer wie das Sony FE 100-400mm F/4.5-5.6 GM OSS ist.

https://www.sony.de/electronics/wechselobjektivkameras/ilce-7rm6#product_details_default

https://www.sony.de/electronics/kamera-objektive/sel100400mc

Mythos Wald im Gasometer Oberhausen

Eine Ausstellung, die sich weitgehend selbst tragen muss und die deswegen auf eine gewisse Wiese massenkompatibel sein muss, ist etwas, mit dem man mich normalerweise jagen kann. Wenn man Van Gogh mehrere Meter hoch projiziert und mit KI animiert, bin ich abgeschreckt, ohne dass ich nicht nachvollziehen und schätzen kann, dass das viele Menschen anzieht und glücklich macht. Das Gasometer Oberhausen ist so ein Sonderfall, der es seit Jahren schafft, Ausstellungen zu entwerfen, die für praktisch jeden etwas sind und das mit einer Installation im großen Gasometerinnenraum zu kombinieren, die atemberaubend ist. Wobei der Raum an sich schon spektakulär ist, das Gasometer ist 117m hoch mit einem Durchmesser von 68m, davon werden, wenn die beiden unteren Ausstellungsetagen abgezogen sind, immer noch über 100m übrig bleiben.

Eine abstrakte Baumskulptur aus LED-Licht im Inneren eines riesigen Gasometers, das Bild ist fast komplett Blau durch die Lichtfarbe
Die Baumskulptur im Gasometer, sie ist animiert und hat einen sehr immersiven Klang, man sollte etwas Zeit und Ruhe mitbringen, um eintauchen zu können.

Im Eingangbereich begrüßt einen das Skellett eines riesigen, prähistorischen Hirschen, eine Situation, die mich an das Naturhistorische Museum in London erinnert, nur, dass es dort ein Dinaosaurierskelett ist. In den ersten beiden Etagen hängen riesige, gut kuratierte Naturfotos, dazwische ausgestopfte Tiere, Modelle und ein paar Videoleinwände.

Hirschskellett im Eingangsbereich
Ein ausgestopfter Luchs, dahinter große Naturfotos im Untergeschoss des Gasometers Oberhausen
Ein Luchs im Erdgesschoss der Ausstellung

Im Erdgeschoss gibt es noch eine Soundinsstallation, die die Geräusche verschiedener Wälder bei Sonnenaufgang wiedergibt. Als Fotograf habe ich meine Zeit anders genutzt, aber gemessen am Sound in der großen Halle wird es sich wahrscheinlich sehr lohnen.

Im Obergeschoss befindet sich eine Installation, wenn man unten steht, sieht es fast so aus, als würde sie den Raum fast ausfüllen, wenn Sie mit dem Fahrstuhl nach oben fahren, merken Sie, dass Sie nicht einmal bis zur Hälfte geht. Sie sollten in jedem Falle hochfahren, weil Sie dann den Raum in der Höhe erfassen und oben aufs Dach können, oder wie es die Misfits besangen „Lieber auffem Gasometer im Sturmesbrausen und alles, watte siehst, is Oberhausen“

Eine große ausgetopfte Eule vor einem Eulenfoto
Taxidermie ist auch eine Kunst. Eine riesige Eule im Erdgeschoss.

Die Ausstellung beginnt am 20.3.2026 und läuft bis zum Ende des Jahres, der Eintritt beträgt 14€ für Erwachsene, Details unter https://www.gasometer.de/de

Die Baumskulptur im Gasometer Oberhausen als halber Höhe des Raums
Die Baumskulptur im Gasometer Oberhausen als halber Höhe des Raums

Auf den Treppen und unter der Skulptur liegen Sitzsäcke, die dazu einladen, wirklich in Bild und Ton zu versinken. Der Ton ist erstaunlich räumlich und klar, in so einer riesigen Blechbüchse würde man etwas anderes vermuten. Ich war heute nur zweieinhalb Stunden dort. Da ich auch zum Fotografieren gekommen bin, hat die Zeit nicht gereicht, um alles zu sehen. Wenn Sie es sich aussuchen können, kommen Sie in der Woche und bringen Sie Zeit mit. Ich habe schon ein paar Gasometersprengungen im Ruhrgebiet miterlebt, so einen Giganten am Leben zu halten, ist nicht einfach. Ich freue mich sehr, dass Oberhausen alles richtig gemacht hat und dass der Innenraum für jeden erfahrbar ist, schon die Grundfäche ist etwas größer als die Turbinenhalle der Tate Modern in London und die Höhe ist überhaupt nicht zu vergleichen.

Zwei neue Objektive und eine Kompaktkamera von Canon

Canon hat zwei Lücken im Angebot der Objektive für das RF-Bajonett geschlossen, die des lichtstarken Ultraweitwinkels und die des Fisheyes. Das RF 14mm F1.4L VCM (2499 € UVP) übertrifft seinen EF-Vorgänger um ganze zwei Blendenstufen, bleibt dabei leicht und praktisch genauso groß wie die anderen Objektive der VCM-Reihe. Die Fortschritte im Objektivbau scheinen mir im Augenblick größer als die bei den Kameras. Für den Nachthimmel ist dieses Objektiv eine Idealbesetzung, ein großer Bildwinkel bei niedrigen ISO-Werte oder kurzen Belichtungszeiten für Zeitrafferaufnahmen sind damit einfach zu erzielen. Aber auch für das Filmen bei Nacht oder am Tag, wenn man noch etwas Trennung durch Hintergrundunschärfe erzielen möchte, ist das Objektiv interessant. Die Hintergrundunschärfe ergibt sich bei 14 mm Brennweite natürlich nur im Nahbereich, weil die Schärfentiefe bei so kurzen Brennweite auch bei f1,4 sehr groß ist. Ein lichtstarkes Ultraweitwinkelobjektiv wäre früher schwer gewesen, mein Sigma 14mm F1.8 DG HSM Art wiegt 1,1kg und ist 2/3 LW lichtschwächer, das RF 14mm f1,4 kommt nur auf 578 g.

Produktaufnahme RF 14mm F1.4L VCM
Das RF 14mm F1.4L VCM Bild: Canon

Das zweite neue Objektiv ist das RF 7-14MM F2.8-3.5L FISHEYE STM, das mit 190° Bildwinkel 10° mehr als das EF8-15mm f/4L Fisheye USM schafft, dabei lichtstärker und schärfer ist. Bei 7 mm Brennweite zeichnet es einen Kreis auf das Vollformat, bei 14 mm wird das Sensorformat voll ausgezeichnet, so dass sich der maximale Bildwinkel von dann 180° nur noch in der Diagonale ergibt. Der Listenpreis beträgt 1.799,00 €.
Beide Objektive sind ab dem 26.2.26 verfügbar.

Produktaufnahme  RF 7-14mm F2.8-3.5L FISHEYE STM
Das RF 7-14mm F2.8-3.5L FISHEYE STM Bild: Canon

Die Kompaktkamera ist die PowerShot G7 X Mark III 30th Anniversary Edition, die zur Feier des 30. Geburtstages der Powershot-Reihe auf den Markt kommt. So lebendig ist die Powershot-Reihe mit 30 nicht mehr, denn diese Kamera ist eigentlich von 2019 und nur etwas im Design verändert. Trotzdem bewegt sich wieder mehr im Kompaktkamerabereich als vor ein paar Jahren

Ein Blick in die Glaskugel für 2026

Am Anfang eines Jahres versuche ich traditionell ein wenig in die Zukunft zu blicken, natürlich hauptsächlich in die der Fototechnik, dem Thema dieses Blogs entsprechend. Die vorigen Blicke können Sie unter https://fotoschule.westbild.de/?s=Glaskugel&submit=Suchen finden. Der Blick in die Zukunft macht weniger Spaß als früher, was nicht die Schuld der Fotografie ist, sondern die unserer Gegenwart. Die USA driften in den Faschismus, der Iran schießt seine Bevölkerung zusammen, China rüstet massiv auf und bereitet uns rhetorisch auf die Einnahme Taiwans vor. In Russland bewerten drei Viertel der Bevölkerung nach einem Vierteljahrhundert putinscher Propaganda Stalin positiv. Aber auch im Rest der Welt werden Probleme verdrängt und kommende Katastrophen nicht entschärft, obwohl wir es besser wissen. Ob das nun lokale Ereignisse sind, wie das große Erdbeben, das Istanbul unweigerlich treffen wird, ohne dass die Stadt sich baulich darauf vorbereitet oder globale Probleme wie der Klimawandel, der schon viel weiter fortgeschritten ist, als die meisten von uns wahrhaben möchten und gegen den viel zu wenig getan wird. Kommende Generationen werden uns für wahnsinnig halten und mir fällt gerade wenig ein, was ich ihnen diesbezüglich entgegenhalten könnte.

Es ist nicht alles düster, wer sich für Wissenschaft interessiert, wird die enormen Fortschritte mitbekommen, die fast wöchentlich in den Nachrichten erscheinen. Der Fusionsreaktor ist auf einem guten Weg, die Krebsmedizin steht vor großen Durchbrüchen und unser Weltwissen hat sich enorm erweitert. In vielen Bereichen hat es Erfindungen gegeben, von denen ich in meiner Abiturzeit gedacht hätte, dass ich sie nicht erleben würde, selbst, wenn ich sehr alt werde.

In der Fotografie erwarte ich mittelfristig wenig Sensationen, was auch daran liegt, dass wir schon so viele hatten und wir zum Teil nahe der physikalischen Grenzen sind. Die Bildqualität bei hohen ISO-Werten wird heute viel mehr von der Zahl der eintreffenden Photonen als von der Leistungsfähigkeit der Sensoren begrenzt. Durch die RGB-Filterung schmeißen wir zwar 2/3 des Lichts weg, bevor wir es messen, aber selbst wenn filterlose Techniken wie Foveon ihr Farbdifferenzierungsprobleme gelöst bekommen, wären damit nur noch ca. 1,5 Blendenstufen theoretisch herauszuholen, während SW-Sensoren schon heute nahe der optimalen Effizienz liegen können. Nach oben, also in der Dynamik der Lichter, ist noch deutlich Spielraum. Ebenso lässt sich die Auslesegeschwindigkeit der Sensoren verbessern, wenn man von den wenigen Kameras absieht, die heute schon Global-Shutter verwenden. Auch muss die Auslesegeschwindigkeit nicht mehr so auf den Dynamikumfang schlagen, wie es bislang oft noch der Fall ist.
Der Autofokus wird weiterhin von mehr Rechenleistung und besseren Algorithmen profitieren. Allerdings wird das wir die meisten ohne Belang sein, da die jetzigen Kameras auch schon gut genug sind. Ich erwische mich, dass ich bei meinen Kamerabüchern immer mehr Kleinvögel und Insekten im Flug fotografiere, um den AF überhaupt an und über seine Grenzen bringen zu können.

Die Canon AE-1 mit FD55mm f1,2
Die Canon AE-1 wird dieses Jahr 50. Eine gute Gelegenheit, eine Kamera im Retrodesign auf den Markt zu bringen.

Wenn Kameras technisch immer ähnlicher werden, werden andere Faktoren wichtiger. Charme und Stil können Kaufimpulse setzen. Ich erwarte mehr Kameras, die sich auf historische Modelle beziehen und solche, die eine hohe Designqualität besitzen und haptisch sehr angenehm sind. Canon wird wohl ein Retromodell bringen, Fujifilm lehnt sich eh sehr erfolgreich an historische Kameras an, Leica ist (etwas überspitzt formuliert) seiner Designlinie eh seit über einhundert Jahren treu und Nikon hat gute Erfahrungen mit der Zf gemacht. Kompaktkameras, die jahrelang fast tot waren, sind wieder im Kommen und der Markt für analoge Fotografie wächst weiterhin.

Manche Hersteller, wie etwa OM-System sind schon recht weit, was softwareunterstützte Fotografie betrifft, Ein ND-Filter lässt sich auch durch das Zusammenrechnen von Einzelbelichtungen simulieren, das Lichtsammeln ließe sich auch für einen erweiterten Dynamikumfang nutzen. Die Prozessoren in den Kameras sind enorm leistungsfähig, es sind Anwendungen denkbar, die das Fotografieren erweitern und vereinfachen, ohne dafür gleich irgendwelche KI-Funktionen zu implementieren, die in einer Kamera eher stören.

Ein Rotkehlchen startet, die Flügel erscheinen verzerrt und verwischt
Trotz 1/2000 s Verschlusszeit erscheinen die Flügel verzerrt und verwischt, Schuld ist die 1/80 s Auslesezeit des elektronischen Verschlusses. Schnellere Sensoren können ein gutes Kaufargument sein.

Ich erinnere mich, dass Olympus vor zehn Jahren gesagt hat, dass die Erdrotation die Bildstabilisierung begrenzt. Die waren damals führend bei den Blendenstufen, um die man länger belichten konnte. Es hat bis letztes Jahr gedauert, bis DJI/Hasselblad tatsächlich die GPS-Position in die Bildstabilisierung eingerechnet haben, um diese Grenze zu überwinden. Hasselblad schreibt, damit wären nun 10 LW längere Zeiten möglich. (In meinem Hinterkopf spielen die Kassierer gerade „Erdrotation, wer merkt die schon“). Software wird Kameras weiter verbessern, ich hoffe nur, dass das nicht nur zu immer mehr Spielereien und KI-Müll führen wird, sondern zu Funktionen, die auch fotografisch Sinn ergeben.

Die Fototechnik hat andere Sparten stark bereichert und wird auch Entwicklungen von dort zurückbekommen. Der Lithium-Akku, der 1991 zum ersten Mal in einer Sony-Videokamera eingesetzt wurde, liefert heute die Energie für mein Auto, die Digitalkamera ermöglicht ein teilautonomes Fahren. Die Fortschritte in der Bilderkennung werden auch den AF weiter verbessern, aber genauso die Überwachungstechnik mächtiger machen und die Zielerfassung der Kampfdrohnen perfektionieren. KI entfernt nicht nur Personen aus Fotos, sondern liefert auch den ICE-Schergen die Einsatzpläne für Deportationen (Palantir).
Ich erwarte von den Kameraherstellern keine KI-Bildmanipulationen, die sich bereits in der Kamera anwählen lassen, sondern, dass Sie endlich verlässliche Mechanismen einbauen, mit denen sich Fotos und Videos verifizieren lassen und Bearbeitungsschritte dokumentiert werden.
Die Auflösung der Sensoren lässt sich noch erhören und ich vermute, dass wir Kameras sehen werden, die die bisherigen Grenzen erweitern werden. Nicht unbedingt, weil es sinnvoll ist, sondern weil es ein Unterscheidungsmerkmal ist, dass sich vermarkten lässt. Das bedeutet aber auch, dass sich diese Auflösung nur mit offeneren Blenden überhaupt erzielen lassen wird, weil die Beugungsgrenze als sinnvollen Blendenwert ca. das doppelte der Pixelbreite in Mikrometer ergibt. Eine 45-MP-Vollformatkamera wird also oberhalb von f9 schon unschärfer (36 mm/8192 Pixel -> 4,39 μm*2 -> 8,78). Das setzt aber auch Objektive voraus die diese Auflösungen liefern können, d.h. deren Unschärfen unterhalb der Beugungsgrenze liegen. Sony hat bereits einen 180 MP-Mittelformat-Sensor gezeigt, der wahrscheinlich in absehbarer Zeit in Kameras von Hasselblad und Fujifilm landen wird. Mir wären kürzere Auslesezeiten, kürzere Blitzsynchronzeiten (bei Fujifilm, Hasselblad regelt das über den Zentralverschluss im Objektiv) und ein schnellerer AF wichtiger, aber vermutlich wird der Sensor nicht nur in der Auflösung besser sein.

Um als Kamerahersteller erfolgreich zu sein, muss das verfügbare Objektivsystem umfassend und gut sein. Das ist fast die größere Herausforderung, als ein paar Kameras im Programm zu haben, die auf der Höhe der Zeit sind. Diese sind auch für die Wertschöpfung insgesamt wichtig, was leider dazu führt, dass sich manche Hersteller weitgehend gegenüber den Fremdherstellern abschotten. Da ist besonders Canon zu nennen, aber Nikon ist auch nicht viel offener. Ich habe ein gewisses Verständnis dafür, wenn es dabei um chinesische Billighersteller handelt, die echtes Dumping betreiben. Aber dass man sich nicht einmal mit Sigma einigen kann, ein für beide Seiten vorteilhaftes Lizenzsystem einzuführen, ist ärgerlich. Sony und L-Mount machen es besser, auch wenn Sony groß genug wäre, um nicht so offen zu sein. Aber nie so groß geworden wäre, wenn sie es nicht gemacht hätten.

Produktfoto Sigma 200 mm f2
Das Sigma 200 mm F2 DG OS Sports, für Canon und Nikon leider nicht zu bekommen. Bild: Sigma

Nun ist Fotografie keine Messtechnik und ob ein Bild gelungen ist, hängt nicht direkt an der optischen Perfektion des Objektivs. Manchmal ist die sogar hinderlich, weil Charakter verloren geht. Deswegen verwende ich gerne alte Objektive und schätze auch, wenn die Hersteller auf Perfektion verzichten, um ein Objektiv günstiger anzubieten und dabei einen schönen Bildcharakter bewahren. Das RF 45 mm f1,2 STM ist so ein Beispiel, es ist im Handel für ca. 450 € zu bekommen, während ein „perfektes“ RF 50 mm f1,2L USM ca. 2000 € mehr kostet. Ein echter Pixelpeeper wird viel zu bemängeln haben, aber ich persönlich finde es wirklich schön. Ich denke, es wird ein Trend werden, dass wir mehr Objektive sehen werden, die fotografisch gut zu nutzen sind, sich aber trotzdem noch für Spontankäufe eignen. Ich habe gerade die zweite und deutlich erweiterte Auflage meines Objektivbuchs fertiggestellt, falls Sie sich tiefer mit dem Thema Objektive beschäftigen möchten.

Objektive werden leichter, was höhere Lichtstärken ermöglicht. Wir werden verstärkt Zooms mit f2 sehen, die sonst als f2,8 auf den Markt gekommen wären. Meiner Meinung nach gibt es eine Lücke zwischen den eher lichtschwachen langen Telezooms und den lichtstarken Superteles, die meist über 10.000 € liegen. Nikon hat da schon ein bisschen was gebracht, aber z.B. Canon könnte mit einem etwas lichtschwächeren Supertele, das leichter und günstiger als die großen ist, einen Markterfolg erzielen.

Polarlicht über Dortmund am 19.1.2026
Das Polarlicht über Dortmund habe ich mit dem günstigen RF 16mm f2,8 STM aufgenommen. Günstige Konstruktionen, die gut genug sind und klein und leicht erscheinen vermehrt auf dem Markt.

In der Optik sind Dinge möglich, die im Objektivbau noch nicht ansatzweise angekommen sind, auf längere Sicht rechne ich mit großen Überraschungen. Beugungsoptik, flache Linsen oder Metamaterialien könnten zu völlig neuen Konstruktionen führen, auch wenn wir diese vielleicht nicht sofort in fotografischen Anwendungen sehen werden, sondern erst in anderen Bereichen.

Spätestens das letzte Jahr hat gezeigt, dass weder die USA noch China Handelspartner sind, die Abhängigkeiten nicht gegen Europa ausspielen werden, wenn sie sich einen vermeintlichen Vorteil davon versprechen. Das wird dazu führen, dass europäische Lösungen populärer und andere Handelspartner wichtiger werden. Ich befürchte allerdings, dass die großen Verwerfungen erst vor uns liegen und wir in vielen Bereichen nicht schnell genug umstellen, um ernste Krisen zu vermeiden. Chipproduktion, Software, Pharmaka, IT-Dienstleistungen etc. vertragen alle einen deutlich höheren lokalen Anteil, zudem muss Europa auch aus sich heraus verteidigungsfähig sein. Es gibt sehr viel zu tun, manche Vorteile der Globalisierung werden dabei verloren gehen. Richtig dramatisch werden die Versorgungsprobleme werden, sollte es wirklich zu einem Angriff auf Taiwan kommen. Schon jetzt werden Speicher, Festplatten und Grafikkarten teurer, nur weil die Rechenzentren erhöhten Bedarf wegen des KI-Booms haben.

Ein weiterer Trend wird uns leider auch in der nahen Zukunft erhalten bleiben, die „Enshittification“ der Online-Dienste, verstärkt und beschleunigt durch die KI. Der Trend, immer mehr zu monetarisieren und dabei gleichzeitig immer mehr einzusparen, macht das Nutzererlebnis immer frustrierender. Facebook macht 10% des Umsatzes mit betrügerischer Werbung, von den Milliarden, die die Propaganda einspielt, ganz zu schweigen. Aber statt darauf zu verzichten, baut sich Mark Zuckerberg von dem Geld lieber einen riesigen autarken Bunker auf Hawaii. Und er ist nicht der Einzige. Die KI macht nicht nur gezielte Werbung, sondern auch personalisierte Betrugsversuche einfacher und billiger. Auch die nicht personalisierten. Sie müssen dazu nur auf manchen Nachrichtenseiten nach unten scrollen, um dort Anzeigen für Produkte zu finden, die in der Form offensichtlich unmöglich sind. Das Internet war früher freudvoller, als man sich über Fotografie noch in Newsgroups wie de.rec.fotografie ausgetauscht hat und nicht einfach nur das Werbeumfeld für unangenehme Konzerne aufgebaut hat. Liegt aber auch an uns, unsere digitale Kultur müssen wir auch selbst in die Hand nehmen, auch wenn es immer schwerer wird, diese gegen Unmengen von AI-Slop aufrecht zu erhalten.
Selbst der Buchmarkt wird überschwemmt von Produkten, hinter denen nur ein Prompt steckt. Ich bekomme das auch im Kamerabuchmarkt mit. Während es früher 2-4 Bücher zu einer Kamera gab, hinter denen sich immer ein Autor oder eine Autorin ernsthaft mit der Kamera beschäftigt hat, finden Sie heute eine zweistellige Zahl, bei denen teilweise auf dem Cover die falsche Kamera abgebildet ist oder das insgesamt KI-generiert ist.
In komplexen Zeiten im Informationsmüll zu ersticken, macht es nicht einfacher. Bei einem Kamerabuch ist das noch überschaubar, aber wenn Gesellschaften ihre Zukunftsentscheidungen davon abhängig machen, kann es fatal werden.

Ich erwarte bei Canon eine Erneuerung einiger APS-C-Kameras, zuallererst die R7 Mark II, eine günstige Vollformatkamera, vielleicht endlich mal neue Shift-Objektive und ein Fisheye-Objektiv für RF und eine Retro-Kamera. Vielleicht kommen sogar schon erste RF-Objektive in der zweiten Version, das RF28-70mm f2L USM ist zwar hervorragend, könnte aber gerne leichter werden. Nikon könnte ebenfalls ein Shift-Objektiv bringen und die Videomöglichkeiten erweitern, da der Erwerb von RED sicher den Videobereich stärken soll. Sony bringt hoffentlich die A7 R VI mit den Vorteilen die die neue Sensorgeneration auch der A7 V mitgegeben hat, vor allem bei Dynamikumfang. Open Gate, d.h., dass der gesamte Sensor für Video ausgelesen werden kann, bleibt sicher ein Trend, vor allem, weil die Sensoren schnell genug dafür sind und Hochformate im Video wichtiger geworden sind. Ebenfalls wieder schick geworden sind die frühen Digitalkameras, vielleicht auch, weil die Generation, die diesen Look mit Ihrer Kindheit verbindet, jetzt erwachsen geworden ist.

Hoffen wir, dass es nächstes Jahr wieder ein bisschen besser aussieht. Es würde schon helfen, wenn der Kongress und die Gerichte in den USA endlich wieder ihren Job machen würden und die Medien und Politiker dem Mann, der auch schon vor seiner Demenz weder intellektuell noch charakterlich für seine Position geeignet war, mehr Kontra geben. Die Zwischenwahlen stehen auch an, obwohl ich nicht sicher bin, dass die reibungslos ablaufen werden. Die Lage ist im Moment so grotesk wie ein Mar-a-Lago-Face. Ich muss an einen Ausspruch von Prof. El-Mafaalani denken, der hier in Dortmund lehrt. Er meinte, die 2020er Jahre wären schon nicht mehr zu retten, wir müssten dafür sorgen, dass es danach wieder deutlich besser wird. In diesem Sinne, verlieren Sie nicht den Mut, bewahren Sie sich die Freude an der Fotografie (die auch „Shutter-Therapy“ sein kann) und machen Sie das Beste aus diesem Jahr.

Und nicht zu vergessen: Im Frühherbst vor zweihundert Jahren wurde die älteste erhalten gebliebene Fotografie aufgenommen. Wenn das kein Grund zum Feiern ist: Alles Gute zum 200!

Joseph Nicéphore Niépce – Harry Ransom Center’s Gernsheim collection, The University of Texas at Austin

Das große Buch der Objektive

Mein neuestes Buch ist seit kurzem im Handel. Die zweite Auflage des großen Buchs der Objektive. Das Buch ist von 388 auf 495 Seiten angewachsen, es enthält nun auch ein Kapitel zu analogen Fotografie, mit der ich im Zuge der Arbeit an diesem Buch wieder angefangen habe. Es ist persönlicher und unterhaltsamer geworden, wie ich hoffe, und ich habe seit der ersten Auflage auch Einiges gelernt, weil mich das Thema sehr stark weiterbeschäftigt hat. Fotointern hat eine schöne Rezension dazu veröffentlicht:
https://www.fotointern.ch/archiv/2025/12/06/buchtipp-christian-westphalen-das-grosse-buch-der-objektive/

Cover der zweiten Auflage des großen Buchs der Objektive von Christian Westphalen

Link zum Buch: https://www.rheinwerk-verlag.de/das-grosse-buch-der-objektive-technik-geschichte-und-anwendung/?GPP=westphalen

Canon EOS R6 Mark III und RF45mm f1,2 STM vorgestellt

Canon hat gestern den Nachfolger der R6 Mark II und ein sehr lichtstarkes Normalobjektiv vorgestellt. Die R6 Mark II war bereits eine sehr gute und erfolgreiche Kamera und für viele wird sie gut genug bleiben oder auch heute noch die vernünftigere Wahl sein, weil sie ca. 1000 € günstiger abverkauft wird. Die R6 Mark III ist in vielen Bereichen verbessert worden:

  • Auflösung nun 32,5 MP statt 24 MP
  • Ein CFExpress und ein SD-Karten Slot statt zweimal SD
  • 7K Video und Open Gate Aufzeichnung (Bei Open Gate lässt sich Video über die gesamte Sensorfläche aufnehmen, um später mehr Flexibilität bei den Seitenverhältnissen oder der nachträglichen Stabilisierung zu haben)
  • Bessere Bildwiederholraten im Video
  • Pufferspeicher reicht für doppelt so viele Raws trotz größerer Auflösung
  • IBIS leicht verbessert
  • Großer HDMI-Ausgang
  • Die Voraufnahme schafft 20 Bilder und speichert diese Als RAW, JPEG oder HEIF, die R6 Mark II hat sie zusammen in eine Datei geschrieben, die nur in der Kamera oder in Digital Photo Professional auseinanderzunehmen war. Das hat mich am meisten an der R6 Mark II genervt, wobei mich die Funktion auch am meisten begeistert hat, weil es vorher gar nicht gab.
  • Verbesserter AF mit mehr Erkennungsoptionen
  • Neuer Akkutyp LP E6P, ohne den bestimmte Funktionen nicht verfügbar sind, ganz alte LP-E6 lassen sich überhaupt nicht mehr verwenden, LP-E6NH mit Einschränkungen
EOS R6 Mark III Bild: Canon

Das Gehäuse ist sehr ähnlich geblieben, Sucher und Bildschirm gleich.

Die Kamera wird sich sehr gut verkaufen, weil ihr nichts fehlt für den professionellen Einsatz und sie auch für Amateure ein rundes Paket ergibt.

Einziger Kritikpunkt von meiner Seite: Die Auslesegeschwindigkeit des Sensors ist zwar leicht besser als bei der R6 Mark II, die ich schon sehr praxistauglich fand im Gegensatz zur R7, die doppelt so lange dafür brauchte und die oft verzerrte Bilder bei schnellen Bewegungen erzeugte. Aber Sie kommt nicht an die R5 Mark II heran, die doppelt so schnell ist und damit schnell genug zum Blitzen.

https://www.canon.de/cameras/eos-r6-mark-iii

Das RF 45mm f1,2 STM ist hochlichtstark, günstig und näher an der Normalbrennweite des Vollformats als 50 mm. Es ist in der Mitte recht scharf, lässt zu den Ecken aber sehr stark nach. In der Mitte ist es etwas besser als das EF 50mm f1,2L USM, am Rand noch schlechter. Die longitudinale Chromatische Aberration ist heftig, das wird manche vielleicht mehr stören als die Ecken. Aber: Ein so lichtstarkes Normalobjektiv ist selbst gebraucht aus analogen Zeiten oft nicht günstiger, nicht besser und hat keinen AF. Für 499 € UVP bekommt der Kunde ein Objektiv mit Charakter und schönem Bokeh, das eine Lücke schließt zwischen dem Einsteigerobjektiv und den beiden L-Objektiven. Zudem ist es kompakt und leicht. Ich denke, dass Canon damit einen Treffer gelandet hat, auch wenn es nicht für jeden das Richtige sein wird.

Das RF 45mm f1,2 STM Bild: Canon

Für Menschen, die Objektive nicht nur trotz sondern auch wegen ihrer Schwächen lieben, wird es perfekt sein, für die meisten anderen gut genug und wer High-End-Schärfe bei f1,2 haben möchte, für den gibt es eine deutlich teurere und schwerere Alternative. Ich besitze diese Alternative, bin aber trotzdem sehr versucht, auch das 45er in meine Ausrüstung aufzunehmen.

https://www.canon.de/lenses/rf-45mm-f1.2

Neues vom Fotomarkt

Hier wurde es etwas ruhig, da ich mich in den letzten Wochen auf mein neues Buch konzentriert habe: https://www.rheinwerk-verlag.de/das-grosse-buch-der-objektive_6125/?GPP=westphalen

Zeit für ein Update: Canon wird am 6.11. die EOS R6 Mark III vorstellen. Erwartet wird eine Kamera mit 32,5 MP, sehr ordentlichen Videofähigkeiten incl. Open Gate und vielleicht auch einem höher aufgelösten Sucher (Update: bleibt bei 3,69 MP, ich hoffe, die R7 Mark II legt zu, die dat nämlich nur 2,36 MP). Die Kamera wird ein großer Erfolg werden, allerdings war der Vorgänger auch schon sehr gut und kostet im Augenblick 1000 € weniger. Ein günstiges RF45mm f1,2 wird ebenfalls kommen (wahrscheinlich 499 €).

Leica hat eine Messsucherkamera ohne Messsucher herausgebracht, die Leica M EV1. Sie besitzt einen elektronischen Sucher. Ich finde das sehr gut, die Traditionalisten haben etwas aufgeschrien, aber die Messsucherkameras bleiben ja weiter im Programm.

Die Leica M EV1 Bild: Leica

Laowa hat ebenfalls ein hochlichtstarkes 200er herausgebracht, günstiger als das Sigma, optisch reicht es nicht ganz an das Sigma heran, aber es ist immer noch sehr gut und auch an einer Canon zu verwenden, da es auch eine EF-Version gibt, im Handel für etwas über 2000 € zu bekommen.
https://www.venuslens.net/product/laowa-200mm-f-2-af-ff

Das TTArtisan 17mm f4,0 Tilt Shift hat etwas weniger Verstellweg als das Canon-Objektiv, ist aber sehr scharf und Ist schon für etwas über 500 € für E / Z / RF / L / GFX erhältlich. An GFX bleibt allerdings kaum etwas von der Verstellmöglichkeit übrig, die an Vollformat 8mm statt 12mm beim Canon beträgt.

Manche haben ja schon das Schlimmste befürchtet, als Canva Serif gekauft hat. Serif kennen Sie von den Affinity-Programmen, die recht günstig waren keine Abo-Lösung nutzten. Die drei Programme für Foto, Grafik und Layout sind nun zu einem geworden, dass Sie kostenfrei herunterladen können, nur wenn Sie die AI-Funktionen nutzen möchten, benötigen Sie ein kostenpflichtiges Canva-Abo.

https://www.affinity.studio/de_de

Sobald die EOS R6 Mark III konkret wird, werde ich mehr berichten, es kann sein, dass die Kamera sogar noch im November in den Handel kommt.



Neu: SIGMA 200mm F2 DG OS | Sports

Sigma hat gestern das erste 200mm-Objektiv mit f2 für spiegellose Vollformat-Kameras vorgestellt (Fujifilm hat eines für APS-C). Leider nicht für alle spiegellosen Kameras, aber dafür kann Sigma nichts. Das Objektiv gibt es für den L-Mount (Sigma, Leica, Panasonic) und für Sony-E-Mount. Nikon und Canon haben eine restriktivere Lizenz-Politik, wobei Nikon immer noch besser ist als Canon, bei denen es kein einziges AF-Objektiv für das Vollformat gibt, dass nicht wieder vom Markt geklagt wurde. Und das bei einem System, dass bereits seit 2018 existiert. Canon und Nikon haben welche für DSLRs gebaut, der Vorgänger des Canon-Objektiv hatte sogar f1.8 (auch als Eye of Sauron bekannt).

Das SIGMA 200mm F2 DG OS | Sports Bild: Sigma Foto

Jetzt werden Sie sich vielleicht denken: Wo ist der Haken? Sigma-Objektive sind ja manchmal schwerer als die Konkurrenz. Mit 1800 g ist das Objektiv aber erfreulich leicht für seine Klasse, Canon (2520 g) und Nikon (2,930 g) würden zwar heute leichter bauen, aber sie bauen (noch) nicht. Und wenn Sie bauen würden, dann wahrscheinlich zu einem Preis von um die 6000 €, das Sigma hat einen UVP von 3499 €.

Mit Konverter wird es zu einem 400 mm f4 oder einem 280 mm f2,8, bzw. würde, denn leider sind die weder bei Sony noch bei Sigma/Leica mechanisch kompatibel (Danke für den Leserhinweis, erste Informationen dazu haben sich als unzutreffend erwiesen). Wem das zu kurz ist, für den hat Sigma das 300-600mm F/4 DG OS Sports im Programm, das allerdings fast 4 kg wiegt und das Doppelte kostet.

Für mich ist das Objektiv eine der interessantesten Neuvorstellungen der letzten Zeit. Ich hoffe auch, dass es den Druck auf Canon, sein System weiter zu öffnen, erhöht.

Canon EOS R5 Mark II und R1 Firmware-Update

UPDATE: Die Version 1.1.1 ist auch ein paar internationalen Seiten von Canon schon herunterladbar und sollte bald auch auf der deutschen Seite verfügbar sein (Stand 24.7.25).

Eigentlich sollte heute das Firmware-Update V1.1 für die EOS R5 Mark II ausgerollt werden, aber Canon hat die Version bereits wieder zurückgezogen, in den nächsten Tagen sollte es aber eine neue geben, dann mit leicht erhöhter Versionsnummer. Wie immer kann es sich lohnen, erst einmal abzuwarten, ob die neue Firmware wirklich besser ist, die V 1.03 hat den AF meiner Meinung nach eher verschlechtert. Allerdings gibt es diesmal auch ein paar interessante Features neu:

  • Es gibt einen neue AF-Case, der dafür optimiert würde, durch ein Netz zu fokussieren, wie beim Volleyball, der könnte sich auch im Zoo als nützlich erweisen
  • Die Kamera kann durch ein Passwort geschützt werden (sehe ich eher als hinderlich an, aber lässt sich leicht deaktivieren). Ich empfehle, das Häkchen vor „Nicht erneut fragen“ zu setzen, denn das Passwort hat mit einer Vorschrift zu tun, die dafür gedacht ist, Smarthome-Devices sicherer zu machen, bei einer Kamera aber bei jedem Einschalten wertvolle Zeit kostet und als Diebstahlschutz nicht taugt.
  • 100/120 Hz Flackern kann automatisch erkannt werden
  • CFexpress Karten bis 8TB werden unterstützt
  • Firmware-Update über das Internet
  • neuer Mitzieher-Modus
  • die Zahl der Bilder der Voraufnahme kann in Einzelschritten angepasst werden
  • etliche Bugfixes
  • Mit der Bewertung lässt sich auch das Schützen eines Bildes verknüpfen (vor dem Löschen, nicht vor dem Formatieren)

Ich hätte erwartet, dass Content Credentials auch schon implementiert würde, eine Funktion, mit der sich die Echtheit einer Bilddatei bzw. die Veränderungen daran nachweisen lassen. KI wird immer besser, für eine technische Lösung wird es höchste Zeit.

In ein paar Tagen (oder Wochen, wenn es schlecht läuft) finden Sie die neue Firmware der R5 Mark II dann hier:

https://www.canon.de/support/consumer/products/cameras/eos-r/eos-r5-mark-ii.html?type=firmware

Heute: Asstellungseröffnung Pixelprojekt Ruhrgebiet

Heute Abend um 18.30 findet die Eröffnung der Ausstellung der Neuaufnahmen des Pixelprojekt Ruhrgebiet statt. Im Wissenschaftspark Gelsenkirchen. Ich bin dieses Jahr auch wieder dabei mit Industriefotos der Flachglas AG.

https://www.pixelprojekt-ruhrgebiet.de/aktuelles/ausstellung-pixelprojekt-ruhrgebiet-neuaufnahmen-2024-2025

Halbe Sachen von Fuji

Fujifilm hat gestern eine neu Kamera vorgestellt, die X-Half bzw. X-HF1. Der Name bezieht sich auf das Halbformat. Die Idee hinter dem ursprünglichen Halbformat ist, statt auf einem Kleinbildfilm Querformate mit 36×24 mm aufzunehmen, halb so große Hochformate auf den Film zu belichten, um so doppelt so viele Aufnahmen pro Film und kleinere, leichtere und günstigere Kameras zu ermöglichen. Die Olympus Pen von 1959 ist ein prominentes Beispiel.

Die Kamera simuliert die Arbeit mit Film, es gibt einen optischen Sucher und zwei Displays auf der Rückseite, eines um mit einer Wischbewegung die Filmsimulation anzuwählen und eines als Sucher direkte Rückschaumöglichkeit (Wiedergabe mit Play ist aber möglich). Das Design erinnert an eine Leica M, vielleicht sogar etwas zu sehr, die Kamera ist aber deutlich leichter und kleiner. Es gibt sogar einen Filmtransporthebel und einen Filmmodus, bei dem man die Simulation nicht wechseln und nur den optischen Sucher verwenden kann, bis man den Film zu Ende belichtet hat (oder abbricht). Das ist so weit ganz charmant und auch schön anzusehen, aber hat großes Potential zur Enttäuschung.
Die Kamera hat nur einen 1-inch-Sensor, was eine branchenweite beschönigende Bezeichnung für einen Sensor ist, der tatsächlich nur gut 8×13 mm groß ist. Die Kamera hat eine Festbrennweite, die 32 mm an Vollformat entspricht. Und sie zeichnet nur JPEGs, aber keine Raws auf. Es gibt nur einen kleinen LED-Blitz und der Blitzschuh hat keine Kontakte. Auf der technischen Seite entspricht sie also einer günstigen Kompaktkamera, kostet allerdings 799 € UVP.

Die Fujifilm X-HF1 gibt es in drei Farben. Bild: Fujifilm

Es wird sicher Menschen geben, die mit so einer Kamera Spaß haben werden und die auch nicht vor dem Preis zurückschrecken. Wer Fotoblogs wie dieses liest, ist aus dieser Phase aber wahrscheinlich schon längst herausgewachsen.

Möchten Sie einen Profi-Tip, wie man den allerbesten Film-Look bekommt? Mit Film. Eine vernünftige Spiegelreflexkamera mit Objektiv lässt sich ohne Suchen für 100 € finden, mit etwas Erfahrung und Zeit auch für 20 € auf dem Flohmarkt. Bis man die Preisdifferenz durch Filmmaterial aufgeholt hat, haben die meisten X-HF1-Nutzer die Kamera wahrscheinlich schon beiseite gelegt. Eine gebrauchte Digitalkamera ohne technische Einschränkungen finden Sie ebenfalls günstiger.

Verstehen Sie mich nicht falsch, ich mag den Experimentiergeist von Fujifilm und denke auch, dass die Kamera kein Flop wird, aber ich kenne niemanden, dem ich sie empfehlen würde.

Mehr unter: https://www.fujifilm-x.com/de-de/products/cameras/x-hf1/

Canon RF 75-300mm f4-5,6 / R5 Mark II Firmware 1.03 AF-Probleme?

Canon hat ein „neues“ 75-300mm Objektiv vorgestellt, dass einen alten AF-Motor, keinen IS und eine optische Rechnung von 1999 besitzt. Dafür ist es klein und leicht, kostet nur UVP 299€, was bald von den Straßenpreisen unterboten werden wird. Optisch ist es nicht schlecht für den Preis, aber ich vermute, dass es trotzdem für manche Enttäuschung sorgen wird, weil die meisten, die ein so günstiges Objektiv suchen, auch eine günstige Kamera kaufen, die keinen IBIS besitzt, also ganz ohne Bildstabilisator auskommen müssen. Gerade bei APS-C kann das viel Ausschuss produzieren. Und ob der AF-Motor immer hinterherkommt, wird man abwarten müssen.
Im Canon-RF-Programm gab es bislang nicht viele günstige Alternativen, dass sich das jetzt langsam ändert, ist eine gute Entwicklung.

Ganz anderes Thema: Ich habe festgestellt, dass der AF der R5 Mark II gerade bei Vögeln in Bäumen in letzter Zeit sehr viel danebengegriffen hat. Zuerst habe ich das auch Lichtverhältnisse und veränderte Vegetation geschoben, aber es häufen sich Berichte, dass die AF-Genauigkeit mit dem letzen Firmware-Update auf 1.03 abgenommen hat. Wenn Sie noch nicht aktualisiert haben, warten Sie lieber auf das nächste Update.

Neues von Fujifilm, Sigma und Canon

Nachdem der Markt für Kompaktkameras lange weitgehend tot war, kommt nun wieder mehr Bewegung hinein. Fujifilm hat gerade die GFX 100 RF vorgestellt, die erste Kompaktkamera im digitalen Mittelformat. Sie besitzt den aktuellen 102MP-Sensor und ein 35mm f4 Objektiv mit Zentralverschluss. An Vollformat würde dies 28mm f3,2 entsprechen. Der Zentralverschluss ermöglicht eine fast erschütterungsfreie Auslösung, was nicht unwichtig ist, da die Kamera keinen IBIS oder IS besitzt. Das Objektiv hat einen ND-Filter mit 4 Blendenstufen eingebaut, die Kamera unterstützt im Video 4K DCI mit 30FPS. und ist klein und mit 735g inkl. Batterie und Speicherkarte auch leicht.

Die GFX 100 RF. Bild: Fujifim


Ähnlich wie bei der Leica Q3 kann der Bildwinkel in mehreren Stufen angepasst werden, so dass er Brennweiten von 80mm (63mm), 63mm (50mm) und 45mm (36mm) entspricht. Mit 102 MP sind die Reserven für einen digitalen Telekonverter recht groß. Mit 5499 € UVP ist die Kamera zwar günstiger als die Leica Q3 und für Mittelformat im üblichen Bereich, allerdings schränkt das die Zielgruppe schon ein wenig ein. Die Fulifilm X100VI ist auch kein Schnäppchen für eine APS-C-Kamera mit festem Objektiv, verkauft sich aber hervorragend. Ich denke, die 100 RF wird kein Flop und den Käufern Spaß machen. Dazu werden auch die Filmsimulationen und das Einstellrad für die verschiedenen Seitenverhältnisse beitragen.

Von Canon erscheinen in den nächsten Tagen auch zwei neue Kameras, die sich an Vlogger richten, eine davon ebenfalls eine Kompaktkamera, die Canon PowerShot V1, der Sensor mit eine ähnliche Größe haben wie MFT. Im APS-C-Bereich kommt die Videoversion der R50, die R50V. Die Reihe der VCM-Objektive erweitert sich um das RF20mm f1,4L VCM und es werden wohl noch zwei weitere in der Zukunft vorgestellt werden, vermutlich 85 und 135mm, letzteres aber bestimmt nicht in f1,4.

Sigma hat ebenfalls eine neue Kamera, die BF, gezeigt, die zwar kompakt ist, aber keine Kompaktkamera, da Sie Wechselobjektive des L-Mounts unterstützt. Sie ist extrem reduziert in Ihren Bedienungselementen, setzt auf internen Speicher statt Speicherkarten, hat aber leider auch den Sucher weggelassen.

Das Sigma 300-600mm F4 DG OS | Sports. Bild: Sigma Foto

Meiner Meinung nach viel interessanter ist eine Objektivneuvorstellung von Sigma, das Sigma 300-600mm F4 DG OS | Sports. Ein Supertelezoom mit durchgehender Blende 4, das für UVP 6999 € für Sony E-Mount und den L-Mount erscheint. Leider ist es mit knapp 4 kg ein knappes Kilo schwerer als die 600er von Sony oder Canon. Wenn Sie Vögel aus der Hand fotografieren, was gerade im schnellen Flug oft sinnvoll ist, werden Sie das Kilo schnell spüren. Aber dafür kostet das Objektiv nur die Hälfte und ist als Zoom vielfältiger einzusetzen.

EOS R5 Mark II Firmware 1.03

Unter https://www.canon.de/support/consumer/products/cameras/eos-r/eos-r5-mark-ii.html?type=firmware können Sie die Firmwareversion 1.03 herunterladen.
Die Firmware bringt nur zwei Änderungen, das Timing der Temperaturwarnanzeige wird angepasst und der AF bei Zoomobjektiven in bestimmten Zoombereichen verbessert. Die Temperaturwarnanzeige ging bei mir neulich in der niedrigsten Stufe beim normalen Fotografieren an einem eher kühlen Märztag an, das war sicher nicht nötig, ich vermute, dass solche Fehlalarme in Zukunft nicht mehr vorkommen.

Und wie immer: Der Touchscreen funktioniert beim Update nicht, verwenden Sie die Tasten und Räder an der Kamera.

Unser R5 Mark II Buch: https://www.rheinwerk-verlag.de/canon-eos-r5-mark-ii-das-handbuch-zur-kamera/?GPP=westphalen