Firmware 2.0 für Canon EOS R5 veröffentlicht

Unter https://www.canon-europe.com/support/consumer/products/cameras/eos-r/eos-r5.html?type=firmware finden Sie die neueste Firmware für die Canon EOS R5. Wer mit der großen Versionsnummer größere Verbesserungen erhofft, wird enttäuscht sein. Außer der Fernsteuerungsmöglichkeit für den Powerzoom-Adapter über die App und der Möglichkeit, bei CFExpress-Karten größer als 2TB zumindest 2TB nutzen zu können, was beides wohl nur für wenige Spezialisten aus dem Videobereich relevant sein dürfte, enthält sie nur kleinere Bugfixes.

vom 11. März – 2. April 2024: E-Book kostenlos dazu

Mein Verlag bietet das Buch/E-Book-Bundle für einen begrenzten Zeitraum fünf Euro günstiger an, so dass Sie das E-Book beim Buchkauf kostenfrei dazu bekommen können.

https://www.rheinwerk-verlag.de/osteraktion-bundles-zum-vorteilspreis/?GPP=westphalen
direkt zur Fotoschule: https://www.rheinwerk-verlag.de/die-grosse-fotoschule-handbuch-digitale-fotopraxis/?GPP=westphalen

Gelsenkirchen – Fotoarbeiten zur Entwicklung einer Stadt ab 7.3.24

Ein Hinweis auch in eigener Sache: Am 7. März. 2024 um 18.30 eröffnet im Wissenschaftspark Gelsenkirchen die Ausstellung „Gelsenkirchen – Fotoarbeiten zur Entwicklung einer Stadt“. Die Ausstellung findet im Rahmen des https://www.pixelprojekt-ruhrgebiet.de/ statt.

Die Ausstellung ist bis zum 21.6 zwischen 8 und 17.30 zu besichtigen, der Eintritt ist frei.

Mein Beitrag ist eine Reihe zu Vestia Fleischkonserven, die ich 1995 mit der Großbildkamera aufgenommen habe

Ein Blick in die Glaskugel für 2024

Der Blick nach vorne in das kommende Jahr ist auf meinem Blog schon Tradition. Natürlich geht es dabei hauptsächlich um die Fotografie und ihre Technik, wenn ich auch gelegentlich etwas darüber hinausblicke. Die vorigen Artikel finden Sie über die Suche: https://fotoschule.westbild.de/?s=Glaskugel&submit=Suchen.

Im letzten Jahr ist endlich der Global Shutter, den ich seit Jahren erwarte, in einer Profikamera Wirklichkeit geworden. Ein Global Shutter ist in der Lage, das gesamte Bild gleichzeitig auszulesen, so dass schnelle Bewegungen nicht verzerrt erscheinen, Schwenks im Video nicht zu Schrägen führen und mit sehr kurzen Zeiten geblitzt werden kann. Bei der Sony α9 III beträgt die Blitzsynchronzeit 1/80.000s statt 1/250s, wie bei vielen üblichen Kameras. Ein Kamerablitz auf voller Leistung leuchtet ca. einhundertmal länger.

Das genaue Gegenteil eines Global Shutters hat die Fujifilm GFX 50R eingebaut. Die Auslesezeit bei elektronischem Verschluss beträgt eine Drittelsekunde und führt zu so absurden Verzerrungen.

Ich denke, dass es bald mehr Kameras mit dieser Technik geben wird, aber die Entwicklung nur recht langsam stattfinden wird. Denn erstens ist diese Technik noch sehr teuer umzusetzen und zweitens verschlechtert sie die Bildqualität ein wenig. Als Faustregel kann gelten, dass der Global Shutter ca. eine Blendenstufe an ISO-Leistung frisst. Auch ohne Global Shutter werden die Auslesezeiten der Bildsensoren aber immer kürzer, so dass der Rolling-Shutter-Effekt geringer wird und mit dem leisen, elektronischen Verschluss geblitzt werden kann. Ich erwarte auch, dass neue Blitzgeräte auf den Markt kommen werden, die besser an die neuen Möglichkeiten der Kameras angepasst sind.

2024 kommt wahrscheinlich die Einführung von Quadpixel CMOS AF bei Canon. Der bisherige Dualpixel AF scheitert bei waagerechten Linien (im Querformat), weil sich die nebeneinanderliegenden Pixel nicht unterscheiden. Die übereinanderliegenden würden das sehr wohl tun, wenn man ein Quadrat von 2*2 Pixeln auswertet, wird der AF noch einmal schneller und genauer, auch wenn das nur in wenigen Situationen einen großen Unterschied machen wird. Ich erwarte von Canon zwei wichtige Kameras, einmal das Topmodel R1, dass zur Olympiade zumindest den dort akkreditierten Fotografen zur Verfügung stehen muss, und die R5 Mark II, die auch bald fällig ist, ich werde mich dann hier gesondert mit ihr beschäftigen.

KI wird der übergreifende Megatrend bleiben. es kommen bald Computer und Betriebssysteme, die als KI-Systeme beworben werden und viel Aufgaben auch lokal erledigen können, ohne dafür ständig mit einem Server in Verbindung zu stehen. Die KI-Revolution ist schneller als die letzten, schon ein Jahr nach den ersten wirklich öffentlichen Systemen gab es in der FAZ „Das Prompt der Woche“. Ich erwarte eine weiter sehr schnelle Entwicklung, nicht frei von Rückschlägen und Enttäuschungen, mit auf Dauer soliderer Basis als „Wir klauen einfach alles und trainieren damit unsere Modelle“, aber auf mittlere Sicht sehr erfolgreich und auf lange Sicht wird sie uns vor sehr interessante Herausforderungen stellen, um es mal vorsichtig auszudrücken.

Social Media wurde auch ohne KI schon sehr manipulativ verwendet. Aber auch die Tatsache, das emotionale Impulse und Aufreger mehr Interaktion hervorrufen als differenzierte Information, hat zur Polarisierung und Verflachung des politischen Diskurses geführt. Mit KI wird es noch leichter werden, zielgerichtet zu manipulieren. Die Werbe-Industrie hat gewaltige Datenberge gesammelt, die helfen werden, die Menschen in Gruppen einzuteilen und ihnen das vorzusetzen, was am besten auf sie wirkt. Manchmal auch nur mit dem Zweck, Zwietracht zu sähen und die Gesellschaft auseinander zu treiben oder Propaganda zu verbreiten.

Ab einem bestimmten Punkt beginnt ein neues Kapitel in der Menschheitsgeschichte, in der sich die weitere Entwicklung auch vom Menschen abkoppeln kann. Die Frage ist jedenfalls nicht nur, was die KI für uns sein wird, sondern auch, was wir für die KI sein werden. Natürlich ist sie jetzt noch sehr begrenzt und macht lustige Fehler. Aber das waren wir auch, als wir zwei Jahre alt waren. Im Unterschied zu uns ist ihre Entwicklung aber nicht durch einen Schädel begrenzt, in den nur ein Gehirn von der Größe zweier Fäuste passt, sondern diese baut auf eine Technik, die sich, wenn das Mooresche Gesetz noch passen sollte, alle 18 Monate in ihrer Leistung verdoppelt und somit exponentiell wächst. Die technische Entwicklung beschleunigt sich aber zusätzlich durch die Intelligenz, die ihr zur Verfügung steht.

Die Generative Bild-KI wird immer besser, die neueste Midjourney-Version liefert teilweise Ergebnisse, die so nah an den geklauten Originalen sind, dass spätestens dies zu Copyright-Verfahren führen wird. Das kann auch den Anwender betreffen, der die Ergebnisse kritiklos weiterverwendet. Ich gehe davon aus, dass dieses Thema in 2024 deutlich mehr Aufmerksamkeit erhalten wird.

So stellt sich Stable Diffusion einen Fotografen vor. Nach den charmanten Fehlern der KI in der Anfangszeit werden wir uns irgendwann zurücksehnen.

Bislang finde ich Generative KI zwar spannend und technisch interessant, die Ergebnisse lassen mich aber kalt. Das meiste ist Kitsch, der Rest auch nicht viel interessanter. Ich denke schon, dass auch da bessere Werke kommen werden, aber wir auf der anderen Seite mit Müll zugeschmissen werden, eben weil die Erzeugung so schnell und billig möglich ist und es vielen auch einfach egal ist, Hauptsache es kostet nichts oder fast nichts. Für mich hat KI-Look in der Werbung deswegen schon etwas Unseriöses bekommen, auch weil es sich einreiht in die Scam-Werbung, die bei manchen Webseiten erscheint, wenn man zu weit nach unten scrollt.

Auf der anderen Seite wird es schwieriger werden, KI von Fotografie zu unterscheiden. Deswegen werden in Profi- und Semiprofikameras Methoden eingebaut werden, sicher den Autor, Ort und Aufnahmezeitpunkt abzuspeichern, und in der Bildbearbeitungssoftware die Bearbeitungsschritte vollständig erfasst werden. Bilder ohne interne Dokumentation werden zumindest im Pressekontext immer schwerer zu verkaufen sein, so dass auch Kameras, die das nicht können, immer mehr vom Markt verschwinden werden.

KI wird sicher auch Gegentrends hervorrufen. Ich habe an mir selbst schon vor KI eine deutliche Hinwendung zur dokumentarischen Fotografie ohne jede Retusche festgestellt. Die analoge Fotografie kann auch deutlich profitieren, allerdings machen die immer mehr steigenden Filmpreise einen Erfolg wie den von Vinyl-Schallplatten unwahrscheinlich.

Polaroid 55 lieferte ein gutes SW-Negativ zusammen mit einem Positiv. Manche Freuden der analogen Fotografie sind leider vorbei, das Material verschwand 2008 vom Markt.

Die technische Entwicklung der Bildsensoren ist z.B. in der ISO-Leistung schon nah an Ihre Grenzen gekommen. Schnell auslesende Sensoren werden über die Addition von Sensordaten allerdings einen fast unbegrenzten Dynamik-Umfang liefern können, wenn auch mit deutlichen Einschränkungen bei bewegten Motiven. Bei kleinen Sensoren wird man immer mehr versuchen, die Bildqualität über KI zu verbessern. Das führt aber auch dazu, dass Nutzer unzufrieden werden mit den Ergebnissen der Smartphones, weil die Ergebnisse nicht mehr natürlich wirken oder im Einzelfall auch zu Fotomontagen werden, ohne dass das dem Nutzer direkt mitgeteilt wird. Wenn Sie z.B. eine Gruppe bei schwachem Licht fotografieren, wird ein neueres Smartphone für eine längere Zeit Licht sammeln, um das Rauschen zu verringern und die Dynamik zu verbessern. Die Personen bewegen sich aber dafür zu viel, so dass je nach Person der Aufnahmeabschnitt gewählt wird, der das schärfste Bild ergibt. Dieser wird je nach Person unterschiedlich sein, so dass eine zeitliche Montage entsteht bzw. ein Bild, dass es so nie gegeben hat. Gerade bei Reaktionen auf Ereignisse kann das Bild die Realität so stark verzerren.

Das GF 30mm f5,6 T/S ist wahrscheinlich das beste Shiftobjektiv, das je gebaut wurde. Wenn Sie die Wand rechts betrachten, erkennen Sie aber eine tonnenförmige Verzeichnung, die ein (Ausschnitt-beachtendes) Objektivprofil beheben könnte

Ein Wunsch für 2024 sind Objektivprofile für Shift-Objektive. Das GF30mm f5,6 T/S für Fujifilms Mittelformatkameras zeichnet die Verschiebung des Objektivs bereits in den Exif-Daten auf. Canon wird in diesem Jahr wahrscheinlich sogar Tilt-Shift-Objektive mit AF herausbringen, bei denen ich auch davon ausgehe, dass die Exif-Daten die nötigen Informationen enthalten werden. Die Entwickler der Raw-Konverter müssen ihre Objektivkorrektur so erweitern, dass sie für den Ausschnitt des Bildkreises gilt, der sich durch die Verschiebung des Objektivs ergibt.

Bei den Objektiven erwarte ich den Mut zur Nische und auch ein vermehrtes Angebot an günstigen manuellen Objektiven. Manches wird sehr seltsam wirken. Ich finde es zum Beispiel verblüffend, wie viele Standardzooms Canon für das RF-Bajonett auf den Markt gebracht hat, bevor ein Lichtstarkes 24 oder 35mm-Objektiv verfügbar ist. Letztere werden jetzt aber wohl auch endlich kommen. Der Video-Markt wird noch mehr Beachtung finden als 2023 schon. Canon hat auch schon ein APS-C Dual-Fisheye für die VR-Produktion gezeigt. Apple wird seine VR-Brille bringen, aber ich bin skeptisch, was die weitere Bedeutung betrifft. Ich habe 3D schon so häufig kommen und gehen sehen und vermute, dass das die meisten Menschen außer vielleicht junge Gamern und Gamerinnen nervt. Das Metaverse als next big thing sehe ich nicht, während ich bei KI keine Zweifel habe.

Die Nikon Z f ist zu Recht ein großer Erfolg geworden, weil sie aktuelle Technik mit einem gelungenen Retro-Design verbindet. Ich kann mir gut vorstellen, dass Canon dem Beispiel folgen wird. Zumindest scheinen sie bereits zu sondieren, welches historische Design dafür am besten Pate stehen sollte.

Ich hoffe sehr, dass Canon aufhören wird, das RF-Bajonett für AF-Objektive anderer Hersteller zu blockieren. Nikon mit seinem Z-Bajonett ist zwar nicht ganz so rigoros, hat aber noch sehr viel Luft nach oben. Die Verfügbarkeit von Fremdobjektiven ist ein gutes Argument, Sony zu wählen. Auf der Seite https://www.sigma-foto.de/objektive/ können Sie links nach Anschluss filtern. Sony E-Mount kommt auf 42 Objektive, Canon EF auf 25, bei denen aber die neuen Konstruktionen für die Spiegellosen natürlich nicht dabei sind.

Manche Dinge, die wir heute tun, werden kommenden Generationen so verrückt vorkommen wie uns heute z.B. das Verwenden von Asbestpulver als Kunstschnee auf Tannenbäumen in den 50ern oder Zahnpasta mit radioaktivem Thorium-X in den 30ern. Unser sorgloser Ressourcenverbrauch mag dazu gehören. Trotz klarer Anzeichen einer sich verstärkenden Klimakatastrophe, von der im Moment niemand weiß, wann wir Kipppunkte erreichen werden, die das ganze System so ins Rutschen bringen können, dass wir das mit CO2-Einsparungen und -Speicherung vielleicht nicht mehr kompensieren können, hatten wir im Sommer 2023 so viele Flüge wie noch nie in der Menschheitsgeschichte.
Die Russen meinen, einen Eroberungskrieg führen zu müssen, als hätten wir 1939, die Amerikaner können sich vorstellen, auch nach der Erstürmung des Kapitols noch einmal Trump zu wählen und in Europa wenden sich immer mehr Menschen den Populisten zu und setzen die Demokratie aufs Spiel, obwohl ihre Lage besser ist als in den meisten Jahrzehnten davor. China droht Taiwan offen mit einem Angriffskrieg als Teil das Planung für die nächsten fünf Jahre, von einem Risikobewusstsein ist aber in Deutschland genauso wenig zu spüren wie zu dem Zeitpunkt, als uns unsere europäischen Nachbarn vor North Stream 2 gewarnt haben.

Immerhin hatten wir in Deutschland 2023 einen Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromproduktion von über 50% und haben so wenig CO2 ausgestoßen, wie seit 1950 nicht mehr. Der Verkehrsbereich hängt dabei aber deutlich hinterher. Mir fehlen die positiven Zukunftsvisionen in der öffentlichen Wahrnehmung. Angst ist kein guter Berater. Eine Zukunft, in der die Menschen glücklicher und gesünder sind, das Artensterben gebremst wird und neue Entwicklungen tatsächlich eher „solutions for a small planet“ darstellen, wie es IBM einmal so schön als Werbespruch formuliert hat, und nicht zu einer Gefährdung werden, ist gar nicht so schwierig zu erreichen. In vielen Bereichen sind wir schon auf dem Weg dahin. Aber das setzt auch ein bisschen Flexibilität voraus und den Willen, notwendige Anpassungen nicht zu einem politischen Streitthema zu machen, sondern gemeinsam Probleme zu lösen und wichtige Voraussetzungen zu schaffen.

Repro einer Glasplatte von ca. Ende des 19. Jahrhunderts. Der Hafen von Concarneau.

Ich wünsche Ihnen ein gutes 2024, bleiben Sie beweglich im Kopf und in den Beinen und machen Sie was draus. Ich wünsche Ihnen Freude an der Fotografie und vielleicht können Sie in diesem Jahr auch etwas retten aus der Fotogeschichte. In zwei Jahren wird die Fotografie 200 Jahre alt, Sie finden noch sehr viel sehr günstig auf den Flohmärkten, vielleicht haben Sie auch aus der Familiengeschichte noch alte Fotografien, die es sich zu digitalisieren lohnen. An uns liegt, was die nachfolgenden Generationen aus dem ersten Jahrhundert der Fotografie (und danach) noch werden anschauen können.

Neue Firmwares für Canon EOS R3, R6, R6 II, R7, R8, R10, R50

Die neuen Firmwares sind nur kleine Updates, die die Unterstützung für das RF-S10-18mm F4.5-6.3 IS STM und kleinere Fehlerkorrekturen beinhalten. Auf der deutschen Seite sind sie erst in ein paar Stunden zu finden aber hier finden Sie bereits jetzt eine gute Übersicht und die Downloads:

https://www.canon.com.au/support/support-news/firmware-updates

Bis 17.Jan.: Die Große Fotoschule und andere E-Books bei Rheinwerk zum halben Preis

UPDATE: Die Aktion ist bis zum 17. Januar 2024 erneuert worden:
Mein Verlag informierte mich, dass es für die E-Books Black Week-Angebote bis zum 17.1,24 geben wird.

Eine Übersicht finden Sie hier:

https://www.rheinwerk-verlag.de/black-week/?GPP=westphalen

die Große Fotoschule hier: https://www.rheinwerk-verlag.de/die-grosse-fotoschule-handbuch-digitale-fotopraxis/?GPP=westphalen

A9 III: Wichtige Neuigkeiten von Sony

Gerade findet ein Event von Sony mit Neuvorstellungen im Fotobereich statt. Normalerweise würde ich nur drüber schreiben, wenn es die Relevanzkriterien erfüllt, wie man bei Wikipedia so schön sagt. Diesmal ist es aber wirklich relevant, denn es kommt etwas, auf das ich schon seit Jahren warte, das aber außerhalb wissenschaftlicher und industrieller Anwendungen noch nicht verfügbar war: Eine Kamera mit Global Shutter. Ein Global Shutter erlaubt es, das gesamt Bild sofort zu speichern, ohne dass es erst zeilenweise ausgelesen werden muss, so dass Sie einen Rolling-Shutter-Effekt bekommen und auch meist mit dem elektronischen Verschluss nicht blitzen können.

Die Sony α9 III, die erste Kamera mit Global Shutter Bild: Sony

Die Sony Alpha 9 III hat einen Global Shutter, sie kann mit 1/80.000s Verschlusszeit blitzen, kann mit 120 Bildern pro Sekunde Raw aufnehmen, zumindest für gute 1,5s. Wie z.B. in der Canon EOS R6 Mark II unterstützt die Kamera Raw-Voraufnahme. Die Kamera arbeitet weiterhin mit 24,6MP wie der Vorgänger, der Sucher hat nun 9,44MP bei 120 fps. Die Kamera kommt im Frühling auf den Markt, ebenso wurde heute ein 300mm f2,8-Objektiv vorgestellt, das nur 1470g wiegt, mein Canon EF300mm f2,8L IS II USM (Baujahr 2011) wiegt 2350g zum Vergleich.

https://www.sony.de/electronics/wechselobjektivkameras/ilce-9m3

Der UVP für beide Produkte beträgt 6.699 € für das 300er und 6.999 € für die α9 III.

Canon bringt drei neue Objektive

Heute hat Canon drei Objektive vorgestellt, zwei davon habe ich erwartet, das dritte kam etwas überraschend.

Von den beiden größten Lücken im RF-S-System, einem echten Weitwinkelzoom und einer lichtstarken Normalbrennweite hat Canon heute mit dem RF-S 10-18mm F4.5-6.3 IS STM eine geschlossen. Dieses Objektiv wurde im Fotobereich vermisst, man musste sich bisher mit adaptierten Objektiven behelfen, es liefert aber auch für das Vlogging genug Bildwinkel, so dass man für die nachträgliche Stabilisierung noch etwas Luft hat. Eine Kamera wie die R50 wird so erst vollständig. Es kommt ab Dezember für 399 € UVP.

Das RF 200-800mm F6.3-9 IS USM Bild: Canon

Andere Hersteller haben Zooms wie das Sony SEL 200-600mm F5,6-6,3 im Programm, die einen großen Telebereich, einigermaßen gute Lichtstärke und einen Preis, der noch überschaubar ist, vereinen. Ich habe das im RF-System vermisst, auch, weil die adaptierten Fremdhersteller-Objektive für EF im AF in diesem Brennweitenbereich nicht an die RF-Objektive herankommen. Das RF 200-800mm F6.3-9 IS USM bietet dies und liefert mit 800mm eine sehr beachtliche Telereichweite und ist zudem noch mit den Extendern kompatibel. Es ist kein L-Objektiv, aber trotzdem weiß, gegen Wetter abgedichtet und kommt mit Streulichtblende (schwarz). Mit gut 2kg ist es ca. ein halbes Kilo schwerer als das RF100-500mm f4,5-7,1L IS USM, kommt in der Schärfeleistung aber nicht ganz das L-Objektiv heran. Das RF100-500mm erreicht mit dem 1,4x-Extender 700mm Brennweite bei f10, das neue Zoom ohne Extender 800mm bei f9, mit 1120mm bei f13. Es ist ab Dezember für 2449 € UVP erhältlich, vermutlich erstmal aber nicht gleich in den Stückzahlen, die den Kaufwünschen entsprechen werden. Das wird ein Erfolg.

Das RF 24-105mm F2.8 L IS USM Z ist etwas größer und schwerer als das EF80-200mm f2,8L von 1989, an dass es mich bei den ersten unscharfen Vorabbildern erinnerte Bilder: Canon

Das dritte Objektiv hat mich etwas überrascht, weil ich Canon nicht zugetraut hätte, das sechste (!) Standardzoom (wenn man das 24-50mm mitzählt) vorzustellen, bevor das erste 35mm-Objektiv mit f1,4 oder besser da ist. Gleichwohl ist es eine sinnvolle Erweiterung, da es den wichtigsten Brennweitenbereich (24-150mm) bei guter Lichtstärke (2,8) und Qualität abdeckt und auch für Video optimiert wurde. Dazu gibt es einen extra Blendenring, der elektronisch in 1/32 Stufen die Blende steuert (also praktisch stufenlos). Das Z in RF 24-105mm F2.8 L IS USM Z steht für Powerzoom, denn für das Objektiv werden zwei Adapter für motorischen Zoom-Betrieb angeboten, der teurere unterstützt die 20-polige Schnittstelle für die Canon Zoom-/Fokuseinrichtung und die Canon Zoomwippe. Das Objektiv ist ab Dezember für 3599 € zu haben. Es ist fast 20cm lang und 1430g schwer, wird allerdings mit drehbarer Stativhalterung ausgeliefert. Zum Vergleich, das 24-70mm f2,8L IS USM wiegt 900g und ist 12,6cm lang.

Bleibt nur zu hoffen, dass Canon jetzt langsam den RF-Mount für andere Hersteller öffnet, denn auch diese haben in der Zwischenzeit viele gute Objektive für Spiegellose Kameras entwickelt, die Canon-Nutzern durch die restriktive Firmenpolitik leider vorenthalten werden. So könnten Sie für Sony, Panasonic oder Leica nativ ein hervorragendes Sigma 35mm F/1.2 DG DN ART für ca. 1300€ verwenden, während Canonnutzer seit fünf Jahren auf etwas ähnliches warten.

Canon EOS-M-System eingestellt

Dass das EOS-M-System keine Zukunft mehr hätte, habe ich schon vor Jahren geschrieben. Das System hat einfach keinen Update-Pfad zu bieten, die Objektive waren anders als EF oder EF-S nicht zu adaptieren. Und das Interesse an der Weiterentwicklung schlief vernünftigerweise ein, als das R-System eingeführt wurde. So gab es seit langem nichts Neues mehr und das alte ist ab jetzt von Canon auch nicht mehr lieferbar.

Dem EF-System wird es genauso gehen. Schon länger kommt nichts mehr neu. Die EOS 90D erschien im September 2019, danach kam keine Kamera mehr. Bei den Objektiven sieht es ähnlich aus, nur dass dort auch immer mehr aus dem Sortiment verschwinden. Auf der Canon-Seite steht zwar unter vielen Objektiven noch der Link zu Shop, oft führt der aber nur zu „Leider ist das Canon EF 35mm f/2 IS USM Objektiv nicht mehr verfügbar …“.

Die EOS M50 II Bild: Canon

Das ist nicht tragisch, denn Canon hat von vielen Objektiven so viele produziert, dass der Gebrauchtmarkt entspannt bleiben wird, die Zahl der RF- und EF-Objektive liegt bei über 160 Millionen, selbst wenn man die ganzen 18-55mm-Kit-Objektive abzieht, bleiben noch genug.

Obwohl klar war, dass das EOS-M-System nur eine Episode bleiben würde, war es doch ein Erfolg, es hat sich gut verkauft, wurde gerne als kleine Reisekamera verwendet und Canon hat viel gelernt für das RF-System. Auch wenn Nikons Z-System richtig gut ist, werden die spiegellosen Anfänge des Nikon 1-Systems dagegen zu Recht vergessen werden. Ich habe mir schon bei der Vorstellung 2011 an den Kopf gefasst, als ich hörte, dass der Sensor nur 13,2 mm × 8,8 mm groß sei. Die Pentax Auto 110 des Digitalkamerazeitalters.

Die EF-M-Objektive funktionieren nur an EOS-M-Kameras, deswegen wird das System eine eigene Insel bleiben, die viele so weiterverwenden werden bzw. müssen, wie es jetzt ist. EF mit seinen vielen Adaptionsmöglichkeiten wird an aktuellen Kameras unterschiedlicher Systeme weiterleben, ich verwende die Objektive auch gerne an Fujifilm-GFX, ihr Bildkreis reicht oft und bei den TS-E-Objektiven immer für das etwas größere Sensorformat von 33 mm × 44 mm aus.

Neues Superweitwinkelzoom Canon RF10-20 mm f4L IS STM

Canon hat gestern ein Superweitwinkelzoom für das R-System vorgestellt. 10-20 mm Brennweite, Blende 4 durchgehend, recht kompakt und nur ca. 570g schwer. Das ist immerhin nicht einmal die Hälfte des EF11-24 mm f4L USM, bei durchaus vergleichbarer optischer Qualität. Ich habe noch keine Daten, befürchte aber, dass die kleine Bauweise eine recht hohe Vignettierung bei 10mm mit sich bringen wird (die zwar durch die Objektivkorrektur ausgeglichen wird, aber dadurch das Rauschen in den Ecken erhöht). Interessant ist, dass Canon sich für einen IS entschieden hat, vielleicht haben sie dabei die Anwendung im Filmbereich im Auge gehabt, im Fotobereich halte ich das in diesem Brennweitenbereich für verzichtbar, vor allem aber nicht nur bei der Verwendung von Kameras mit IBIS.

Das RF 10-20 mm f4L STM Bild: Canon

Auf der japanischen Seite hat Canon auch eine MTF-Kurve veröffentlicht, warum Canon Deutschland das nicht macht, ist mir absolut unbegreiflich, gerade bei Profiobjektiven:
https://cweb.canon.jp/eos/rf/lineup/rf10-20-f4l/spec.html

Das Objektiv kommt gegen Ende Oktober für 2699 € UVP auf den Markt, viel Geld, aber ein ganzes Stück günstiger als das EF11-24mm f4L. Solche Brennweite sind nur in speziellen Anwendungen sinnvoll. Ich selbst verwende Brennweiten unter 16 mm selten und dann praktisch nur in Innenräumen.

https://www.canon.de/lenses/rf-10-20mm-f4l-is-stm/

Neue Firmwares für EOS R3,R5, R6 Mark II, R8 und 1D X Mark III

Canon hat heute eine Reihe neuer Firmwares veröffentlicht, die Sie in Kürze unter https://www.canon.de/support/ herunterladen können.

Die Aktuellen Versionen sind dann:

EOS R3: v1.5.1
EOS R5: v1.9.0
EOS R6 Mark II: v1.2.0
EOS R8. v1.1.0
EOS 1D X Mark III: v1.8.0

Die Neuheiten sind eher klein, sie enthalten besseren Support für das Software Development Kit, die Unterstützung für das RF 5,2mm Dual Fisheye, bessere Sicherheit beim SFTP-Transfer und kleine Fehlerbehebungen. Für Normalanwender kann es sich lohnen, zwei Wochen abzuwarten, denn manchmal haben Firmware-Updates kleine Fehler, die besser entdeckt werden, nachdem Tausende das Update gemacht haben als beim gewissenhaften Durchtesten einiger Beta-Tester.

Bei der R5 kann man nun Voice-Memos einzeln löschen oder auch zu geschützten Bildern hinzufügen und ein Fehler, bei der die Kamera bei der Touchbedienung hing, wurde behoben.

Bis zum 16.10: Viele eBooks beim Rheinwerk-Verlag 10€ günstiger

Mein Verlag informierte mich gerade über eine Sonderaktion zum Semesterstart, die aber Allen zur Verfügung steht. Eine Reihe an Fachbüchern ist als eBook zu einem um 10€ reduzierten Preis zu bekommen:

Komplette Liste unter:
https://www.rheinwerk-verlag.de/aktion-zum-semesterstart/?GPP=Westphalen

die Große Fotoschule:
https://www.rheinwerk-verlag.de/die-grosse-fotoschule-handbuch-digitale-fotopraxis/?v=4942?GPP=westphalen

Neues aus der Photobranche

Bis zum 24.9 läuft noch die Photopia: https://www.photopia-hamburg.com/

Die Messe scheint sich zu etablieren, was mich sehr freut, auch wenn der Trennungsschmerz zur Photokina bei mir noch nicht ganz verheilt ist.

Gelegenheit, einmal zu schauen, was es überhaupt Neues auf dem Fotomarkt gibt. Nikon hat eine Kamera im Retrodesign und mit mehreren Farbvarianten vorgestellt. Normalerweise gehen da bei mir die Warnlampen an, weil das oft als Notfallmaßnahme verwendet wird, wenn sich technisch nichts tut oder ein veraltetes Produkt noch einmal hübsch gemacht werden soll. Die Nikon Zf ist zwar hübsch gemacht, aber technisch der grob vergleichbaren Z6 II überlegen. Ein neuer Prozessor (gleich dem in der Z8 und Z9) und ein verbesserter AF, IBIS bis 8 Blendenstufen, Video in 10Bit und 4K in 60fps, bis zu 30 Bildern pro Sekunde und 24,5 MP machen Sie zu einer runden Kamera, die auch für Profis interessant wird, auch, weil zwei Speicherkartenslots verbaut sind. Für 2499€ UVP wird sie sich wahrscheinlich sehr gut verkaufen, auch weil sie schön ist. Ich habe meine alte Nikon FE aus dem Schrank geholt und kann sehr viele Ähnlichkeiten feststellen.

Die Nikon Zf Bild: Nikon

Fujifilm hat sich im Bereich der alltagstauglichen Mittelformatkameras bereits ein Namen gemacht. Mit der GFX 100 II haben sie nun den Abstand zu den Vollformatkameras bei der Actiontauglichkeit noch einmal verringert. Der Sensor liest schneller aus, die Kamera schafft 8 Bilder pro Sekunde (mit 102 MP) und der AF verwendet eine Motivverfolgung, die einer aktuellen Sony nicht unähnlich ist. Der Sucher ist mit 9,44MP und einer Vergrößerung von 1,0 wahrscheinlich der beste des Fotomarktes. Die Kamera schafft im Video 8K30 in 10Bit, allerdings mit etwas Crop. Über die volle Sensorbreite geht der 4K60-Modus in 10Bit. Eine sehr schöne Kamera, mit knapp 8000 € aber nicht für jeden. Da anfangs nur 1500 Stück pro Monat gebaut werden sollen, wird sie wahrscheinlich für einige Monate schlecht verfügbar sein, denn sie hat bislang keine echte Konkurrenz in ihrer Klasse. Wenngleich für die meisten die GFX100S ausreichen wird, die etwas langsamer ist und deren AF etwas altmodischer arbeitet und die immerhin 2500 € weniger kostet.

Ebenso neu sind drei Mitteformatobjektive, ein 55mm f1,7, dass bei Vollformat einem 43mm f1,3 entsprechen würde und zwei Tilt-/Shift-Objektive mit Blende 5,6: ein 30mm Weitwinkel und ein 110mm Tele. Diese Objektive haben noch 15 mm Verstellweg und übertragen diese Einstellung auch in die EXIF-Daten, was für die Bildkorrektur ein echter Vorteil ist. Eine Stativhalterung ist im Lieferumfang, so dass Sie die Kamera und nicht das Objektiv verschieben können, somit der Augpunkt gleich bleibt und sich die Bilder leicht stitchen lassen. Das 30er finde ich sehr reizvoll, ich kann mich aber bei 4499€, 1,34kg und 105mm-Filterdurchmesser beherrschen.

Um Canon ist es gerade etwas ruhig, aber es werden wohl etliche neue Objektive kommen, man munkelt auch, dass das RF70-200mm f2,8L in einer Version mit Innenzoom kommen wird, weil das einige Profis vermisst haben. Die R5 wartet auf ihren Nachfolger und die R1 sollte auch vor der Olympiade verfügbar werden, zumindest für eine Anzahl von Profis.

Die Zeit der großen Schritte bei der Bildqualität ist vorbei, denn auf der rein physikalischen Seite sind die Sensoren schon sehr effizient. Die schlechtere Bildqualität bei schwächerem Licht rührt nicht mehr von mangelnder Empfindlichkeit her, sondern ist der Tatsache geschuldet, dass gar nicht mehr für jedes Pixel überhaupt ein Photon ankommt. Der Dynamikumfang bei gutem Licht kann noch besser werden, die Auflösung auch, aber auch hier kommt man schnell an die Beugungsgrenze des Lichts und benötigt extrem genaue Objektive. Aber um ehrlich zu sein: Die technische Bildqualität ist meist sehr viel höher, als es die Verwendung der Bilder erfordern würde. Ein kleines Beispiel:

Mein letztes Instagram-Foto. Auch dieses Bild entspricht nur knapp der Hälfte des Originalbilds

Ein 1:1-Auschnitt des Originalbilds

Adobe ändert ab 1.11 sein Preismodell. KI-Verwendung kostet ab dann Credits, von denen eine Zahl beim Abo dabei ist, darüber hinaus aber durch ein Extra-Abo erweitert werden muss. Mehr unter https://blog.adobe.com/de/publish/2023/09/13/alles-neu-ki-gesteuerte-creative-cloud-version-und-preis-update

Leider lassen sich nicht einfach Credits erwerben, wenn man gerade einen Job hat, der verstärkt KI erfordern sollte. Der Trend geht leider dazu, Abos zu verkaufen, die dazu führen, dass Sie für Dinge regelmäßig bezahlen, die Sie nur gelegentlich benötigen. Der Trend in meiner persönlichen Arbeit geht allerdings dahin, dass ich nicht mal mehr herumliegenden Müll wegstempele, sondern absolut dokumentarisch arbeite. Das heißt nicht, dass ich nicht mit den KI-Möglichkeiten spiele und nicht alles ausprobiere, was neu ist. Das meiste davon ist für meine Arbeit allerdings irrelevant. Im Video gibt es allerdings spannende Anwendungen, wie automatische Untertitel, automatischen Kamerawechsel nach Sprecher oder sogar eine komplette Synchronisation in einer anderen Sprache inkl. neuer Mundbewegungen. KI wird normal werden, vieles erleichtern, aber auch zu einer Menge Schrott und Ärger führen. Schon heute sind 90% der unseriösen Internet-Werbung KI-bebildert.

Zum Abschluss noch eine traurige Nachricht: Der Fotograf Erwin Olaf ist gestorben: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst-und-architektur/der-fotograf-erwin-olaf-ist-gestorben-von-der-schwulenszene-ins-koenigshaus-19189885.html

In eigener Sache: Diverse Verkäufe aus dem Fotobereich

Ich habe einige Dinge in meinem Besitz aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr in Verwendung. Diese würde ich gerne verkaufen.

In der ersten Kategorie sind Neuerwerbungen für mein Unternehmen, und die ich mit ausgewiesener MWSt. und 6 Monaten Gewährleistung verkaufe:

  • Canon Speedlite 320EX: ebenfalls wenig verwendet, da nicht funktauglich. OVP. 60€
  • Novoflex NEX/NIK: Adapter Nikon F-Objektive an Sony E-Mount inkl. Kunststoffbox. 70€

In der zweiten Kategorie sind Dinge, die ich nicht neu gekauft habe, die also differenzbesteuert werden, aber es gibt natürlich eine Rechnung und 6 Monate Gewährleistung.

  • Mitakon Speedmaster 50mm f0,95 II für Sony E-Mount: Ich mag das Objektiv, aber habe keine Kamera mehr dafür. Ich würde es gegen eine Version für Canon EF tauschen, falls das für jemanden interessant sein sollte. Mit Kunstlederkiste und Streulichtblende. 300€

Preise zzgl. Versand oder Selbstabholung. Bei Interesse oder Fragen eine Mail an info@westbild.de

Bilder folgen evtl, ich kann bei Interesse welche machen und zuschicken.

Was bisher geschah (ein Update)

Ich war in der letzten Zeit sehr beschäftigt mit neuen Büchern zur EOS R6 Mark II, der EOS R50 und der EOS R8, deswegen war es hier etwas ruhiger. In der Zwischenzeit ist jedoch einiges passiert.

  • Es gibt neue Firmwares für die R7, die R6 Mark II und die R6, die jedoch hauptsächlich eine Verbesserung der Touchscreen-Empfindlichkeit beinhalten und bei der R6 Mark II das Laden des zweiten Akkus im Batteriegriff.
  • Nikon hat die Z8 herausgebracht, die nah an der z9 ist, aber ein kompakteres Gehäuse mitbringt und günstiger ist. Sie konkurriert mit der EOS R5, die inzwischen 500€ günstiger geworden ist. Eine sehr schöne Kamera für Foto und Video (45MP, 8,3K Video in 12 Bit, AF bis -9 LW, 4599€ UVP)
  • Eine Nachricht, die davon sprach, dass mit dem Meike 85mm 1,4 das erste AF-Fremdobjektiv für RF mit Canons Erlaubnis erscheint, hat sich inzwischen als nicht richtig erwiesen. Canon blockiert auch fünf Jahre nach der Einführung das Bajonett für andere Hersteller. Wenn Canon sich nicht bald dem Wettbewerb stellt, werden Sie viele ihrer Kunden verärgert haben. Ich selbst habe dafür keinerlei Verständnis mehr.
  • Canon hat die R100 vorgestellt, eine Einsteigerkamera, die deutlich langsamer als die anderen ist und auf einen Touchscreen verzichtet. Da sie auch nur ein Einstellrad hat, wird die vollmanuelle Bedienung etwas fummelig. Das ist für die Zielgruppe vielleicht auch nicht so wichtig, wer ambitionierter ist, sollte sich aber etwas weiter oben im Angebot umsehen, R50, wenn die Puffergröße für Reihenaufnahmen nicht so wichtig ist, R10, um mehr Bedienelemente und ein etwas größeren Body zu erhalten oder sogar R7, wenn die Kamera zwei Speicherkartenslots haben und von der Verarbeitung eher Richtung Profikamera gehen soll.
  • Der Nachfolger des EF300mm f2,8L IS II USM ist ein Zoom geworden, das RF100-300mm f2,8L IS USM, damit gibt es nun kein natives Supertele mehr unter 10.000€.
  • Canon hat ein Pancake vorgestellt, das RF28mm f2,8 STM. Das kürzere Auflagemaß macht kürzere Brennweiten als Pancake für Vollformat möglich, bei EF gab es nur ein 40mm f2,8 STM.
  • Photoshop unterstützt nun die Bilderweiterung per Texteingabe mittels KI. Bislang nur in der Beta, aber die können Sie herunterladen und neben ihrer Installation betreiben.
  • Nochmal KI: In den letzten Monaten und wenigen Jahren sind Tools herausgekommen, die Bilder aus Text erzeugen , Texte zusammenstellen, Programmcode erzeugen, Texte vorlesen mit der Stimme einer bestimmten Person, Videos erstellen mit einer Person oder einem Schauspieler, die komplett generiert sind oder über das Video einer andere Person gelegt werden. Bilder entrauschen und dreidimensional umwandeln (neural radiance fields neRV). Aber auch neue Medikamente, Drogen oder Gifte entwerfen, einen Kampfjet fliegen, Satellitenbilder nach militärischen Gesichtspunkten auswerten, astronomische Messdaten durchsuchen, Aufgaben nach Zielvorgabe abarbeiten etc. Vieles davon ist inzwischen so einfach geworden, dass Sie das selbst auf einem leistungsfähigen PC (oder Mac) installieren können. Und das ist erst ein winziger Anfang einer exponentiell verlaufenden Entwicklung. Die Fragen nach dem Copyright von KI-Aufnahmen oder welche Jobs ersetzt werden können sind harmlos gegenüber denen, die uns bevorstehen. Die Erschaffung einer technologischen Singularität, die kognitiv und technisch in der Lage ist, die weitere Entwicklung ihrer Fähigkeiten selbst zu gestalten, ist nicht nur möglich sondern wohl viel näher, als die meisten das denken. Wir Menschen wären dann nicht mehr ansatzweise in der Lage, die weitere Entwicklung zu verstehen und vielleicht auch nicht mehr, sie zu beeinflussen. Im schlechtesten Fall sind wir dann nur noch eine Konkurrenz um Ressourcen. Das es uns dann besser gehen sollte als den Wildtieren im Anthropozän, ist nicht abzusehen. Die nächsten Level werden jedenfalls immer schneller werden, ob es dann irgendwann „Game over!“ heißt oder die Maschinen mit uns das Spiel auch zu unserem Vorteil weiterspielen, ist bislang offen. Meiner Meinung nach steuern wir auf die anspruchsvollste Kurve der Menschheitsgeschichte zu und das so bald, dass die meisten von uns das noch erleben werden und dann wahrscheinlich irgendwo auch noch Fax-Geräte im Einsatz sein werden ;).

EOS R10 / EF50mm f1,2L USM Rückruf

Wenn Sie eine EOS R10 besitzen, deren Seriennummer mit einer Zahl zwischen „01“ und „10“ beginnt, können Sie von einem Problem mit dem internen Blitz betroffen sein und die Kamera kostenfrei reparieren lassen. Ob Ihre Kamera dazu gehört, können Sie unter folgendem Link überprüfen:

https://global.canon/en/imaging/eosd/serial/eos/r10.html

Wenn Sie im seit 2022 ein EF50mm f1,2L USM neu gekauft haben, können Sie ebenfalls von einem Rückruf betroffen sein, die Steuerung ist bei hohen Temperaturen unzuverlässig, Dies bezieht sich auf Objektive mit den Anfangsziffern “1840”, “1940”, “2040”, “2140”, und “2240” bei der Seriennummer.