Ein Blick in die Glaskugel für 2026

Am Anfang eines Jahres versuche ich traditionell ein wenig in die Zukunft zu blicken, natürlich hauptsächlich in die der Fototechnik, dem Thema dieses Blogs entsprechend. Die vorigen Blicke können Sie unter https://fotoschule.westbild.de/?s=Glaskugel&submit=Suchen finden. Der Blick in die Zukunft macht weniger Spaß als früher, was nicht die Schuld der Fotografie ist, sondern die unserer Gegenwart. Die USA driften in den Faschismus, der Iran schießt seine Bevölkerung zusammen, China rüstet massiv auf und bereitet uns rhetorisch auf die Einnahme Taiwans vor. In Russland bewerten drei Viertel der Bevölkerung nach einem Vierteljahrhundert putinscher Propaganda Stalin positiv. Aber auch im Rest der Welt werden Probleme verdrängt und kommende Katastrophen nicht entschärft, obwohl wir es besser wissen. Ob das nun lokale Ereignisse sind, wie das große Erdbeben, das Istanbul unweigerlich treffen wird, ohne dass die Stadt sich baulich darauf vorbereitet oder globale Probleme wie der Klimawandel, der schon viel weiter fortgeschritten ist, als die meisten von uns wahrhaben möchten und gegen den viel zu wenig getan wird. Kommende Generationen werden uns für wahnsinnig halten und mir fällt gerade wenig ein, was ich ihnen diesbezüglich entgegenhalten könnte.

Es ist nicht alles düster, wer sich für Wissenschaft interessiert, wird die enormen Fortschritte mitbekommen, die fast wöchentlich in den Nachrichten erscheinen. Der Fusionsreaktor ist auf einem guten Weg, die Krebsmedizin steht vor großen Durchbrüchen und unser Weltwissen hat sich enorm erweitert. In vielen Bereichen hat es Erfindungen gegeben, von denen ich in meiner Abiturzeit gedacht hätte, dass ich sie nicht erleben würde, selbst, wenn ich sehr alt werde.

In der Fotografie erwarte ich mittelfristig wenig Sensationen, was auch daran liegt, dass wir schon so viele hatten und wir zum Teil nahe der physikalischen Grenzen sind. Die Bildqualität bei hohen ISO-Werten wird heute viel mehr von der Zahl der eintreffenden Photonen als von der Leistungsfähigkeit der Sensoren begrenzt. Durch die RGB-Filterung schmeißen wir zwar 2/3 des Lichts weg, bevor wir es messen, aber selbst wenn filterlose Techniken wie Foveon ihr Farbdifferenzierungsprobleme gelöst bekommen, wären damit nur noch ca. 1,5 Blendenstufen theoretisch herauszuholen, während SW-Sensoren schon heute nahe der optimalen Effizienz liegen können. Nach oben, also in der Dynamik der Lichter, ist noch deutlich Spielraum. Ebenso lässt sich die Auslesegeschwindigkeit der Sensoren verbessern, wenn man von den wenigen Kameras absieht, die heute schon Global-Shutter verwenden. Auch muss die Auslesegeschwindigkeit nicht mehr so auf den Dynamikumfang schlagen, wie es bislang oft noch der Fall ist.
Der Autofokus wird weiterhin von mehr Rechenleistung und besseren Algorithmen profitieren. Allerdings wird das wir die meisten ohne Belang sein, da die jetzigen Kameras auch schon gut genug sind. Ich erwische mich, dass ich bei meinen Kamerabüchern immer mehr Kleinvögel und Insekten im Flug fotografiere, um den AF überhaupt an und über seine Grenzen bringen zu können.

Die Canon AE-1 mit FD55mm f1,2
Die Canon AE-1 wird dieses Jahr 50. Eine gute Gelegenheit, eine Kamera im Retrodesign auf den Markt zu bringen.

Wenn Kameras technisch immer ähnlicher werden, werden andere Faktoren wichtiger. Charme und Stil können Kaufimpulse setzen. Ich erwarte mehr Kameras, die sich auf historische Modelle beziehen und solche, die eine hohe Designqualität besitzen und haptisch sehr angenehm sind. Canon wird wohl ein Retromodell bringen, Fujifilm lehnt sich eh sehr erfolgreich an historische Kameras an, Leica ist (etwas überspitzt formuliert) seiner Designlinie eh seit über einhundert Jahren treu und Nikon hat gute Erfahrungen mit der Zf gemacht. Kompaktkameras, die jahrelang fast tot waren, sind wieder im Kommen und der Markt für analoge Fotografie wächst weiterhin.

Manche Hersteller, wie etwa OM-System sind schon recht weit, was softwareunterstützte Fotografie betrifft, Ein ND-Filter lässt sich auch durch das Zusammenrechnen von Einzelbelichtungen simulieren, das Lichtsammeln ließe sich auch für einen erweiterten Dynamikumfang nutzen. Die Prozessoren in den Kameras sind enorm leistungsfähig, es sind Anwendungen denkbar, die das Fotografieren erweitern und vereinfachen, ohne dafür gleich irgendwelche KI-Funktionen zu implementieren, die in einer Kamera eher stören.

Ein Rotkehlchen startet, die Flügel erscheinen verzerrt und verwischt
Trotz 1/2000 s Verschlusszeit erscheinen die Flügel verzerrt und verwischt, Schuld ist die 1/80 s Auslesezeit des elektronischen Verschlusses. Schnellere Sensoren können ein gutes Kaufargument sein.

Ich erinnere mich, dass Olympus vor zehn Jahren gesagt hat, dass die Erdrotation die Bildstabilisierung begrenzt. Die waren damals führend bei den Blendenstufen, um die man länger belichten konnte. Es hat bis letztes Jahr gedauert, bis DJI/Hasselblad tatsächlich die GPS-Position in die Bildstabilisierung eingerechnet haben, um diese Grenze zu überwinden. Hasselblad schreibt, damit wären nun 10 LW längere Zeiten möglich. (In meinem Hinterkopf spielen die Kassierer gerade „Erdrotation, wer merkt die schon“). Software wird Kameras weiter verbessern, ich hoffe nur, dass das nicht nur zu immer mehr Spielereien und KI-Müll führen wird, sondern zu Funktionen, die auch fotografisch Sinn ergeben.

Die Fototechnik hat andere Sparten stark bereichert und wird auch Entwicklungen von dort zurückbekommen. Der Lithium-Akku, der 1991 zum ersten Mal in einer Sony-Videokamera eingesetzt wurde, liefert heute die Energie für mein Auto, die Digitalkamera ermöglicht ein teilautonomes Fahren. Die Fortschritte in der Bilderkennung werden auch den AF weiter verbessern, aber genauso die Überwachungstechnik mächtiger machen und die Zielerfassung der Kampfdrohnen perfektionieren. KI entfernt nicht nur Personen aus Fotos, sondern liefert auch den ICE-Schergen die Einsatzpläne für Deportationen (Palantir).
Ich erwarte von den Kameraherstellern keine KI-Bildmanipulationen, die sich bereits in der Kamera anwählen lassen, sondern, dass Sie endlich verlässliche Mechanismen einbauen, mit denen sich Fotos und Videos verifizieren lassen und Bearbeitungsschritte dokumentiert werden.
Die Auflösung der Sensoren lässt sich noch erhören und ich vermute, dass wir Kameras sehen werden, die die bisherigen Grenzen erweitern werden. Nicht unbedingt, weil es sinnvoll ist, sondern weil es ein Unterscheidungsmerkmal ist, dass sich vermarkten lässt. Das bedeutet aber auch, dass sich diese Auflösung nur mit offeneren Blenden überhaupt erzielen lassen wird, weil die Beugungsgrenze als sinnvollen Blendenwert ca. das doppelte der Pixelbreite in Mikrometer ergibt. Eine 45-MP-Vollformatkamera wird also oberhalb von f9 schon unschärfer (36 mm/8192 Pixel -> 4,39 μm*2 -> 8,78). Das setzt aber auch Objektive voraus die diese Auflösungen liefern können, d.h. deren Unschärfen unterhalb der Beugungsgrenze liegen. Sony hat bereits einen 180 MP-Mittelformat-Sensor gezeigt, der wahrscheinlich in absehbarer Zeit in Kameras von Hasselblad und Fujifilm landen wird. Mir wären kürzere Auslesezeiten, kürzere Blitzsynchronzeiten (bei Fujifilm, Hasselblad regelt das über den Zentralverschluss im Objektiv) und ein schnellerer AF wichtiger, aber vermutlich wird der Sensor nicht nur in der Auflösung besser sein.

Um als Kamerahersteller erfolgreich zu sein, muss das verfügbare Objektivsystem umfassend und gut sein. Das ist fast die größere Herausforderung, als ein paar Kameras im Programm zu haben, die auf der Höhe der Zeit sind. Diese sind auch für die Wertschöpfung insgesamt wichtig, was leider dazu führt, dass sich manche Hersteller weitgehend gegenüber den Fremdherstellern abschotten. Da ist besonders Canon zu nennen, aber Nikon ist auch nicht viel offener. Ich habe ein gewisses Verständnis dafür, wenn es dabei um chinesische Billighersteller handelt, die echtes Dumping betreiben. Aber dass man sich nicht einmal mit Sigma einigen kann, ein für beide Seiten vorteilhaftes Lizenzsystem einzuführen, ist ärgerlich. Sony und L-Mount machen es besser, auch wenn Sony groß genug wäre, um nicht so offen zu sein. Aber nie so groß geworden wäre, wenn sie es nicht gemacht hätten.

Produktfoto Sigma 200 mm f2
Das Sigma 200 mm F2 DG OS Sports, für Canon und Nikon leider nicht zu bekommen. Bild: Sigma

Nun ist Fotografie keine Messtechnik und ob ein Bild gelungen ist, hängt nicht direkt an der optischen Perfektion des Objektivs. Manchmal ist die sogar hinderlich, weil Charakter verloren geht. Deswegen verwende ich gerne alte Objektive und schätze auch, wenn die Hersteller auf Perfektion verzichten, um ein Objektiv günstiger anzubieten und dabei einen schönen Bildcharakter bewahren. Das RF 45 mm f1,2 STM ist so ein Beispiel, es ist im Handel für ca. 450 € zu bekommen, während ein „perfektes“ RF 50 mm f1,2L USM ca. 2000 € mehr kostet. Ein echter Pixelpeeper wird viel zu bemängeln haben, aber ich persönlich finde es wirklich schön. Ich denke, es wird ein Trend werden, dass wir mehr Objektive sehen werden, die fotografisch gut zu nutzen sind, sich aber trotzdem noch für Spontankäufe eignen. Ich habe gerade die zweite und deutlich erweiterte Auflage meines Objektivbuchs fertiggestellt, falls Sie sich tiefer mit dem Thema Objektive beschäftigen möchten.

Objektive werden leichter, was höhere Lichtstärken ermöglicht. Wir werden verstärkt Zooms mit f2 sehen, die sonst als f2,8 auf den Markt gekommen wären. Meiner Meinung nach gibt es eine Lücke zwischen den eher lichtschwachen langen Telezooms und den lichtstarken Superteles, die meist über 10.000 € liegen. Nikon hat da schon ein bisschen was gebracht, aber z.B. Canon könnte mit einem etwas lichtschwächeren Supertele, das leichter und günstiger als die großen ist, einen Markterfolg erzielen.

Polarlicht über Dortmund am 19.1.2026
Das Polarlicht über Dortmund habe ich mit dem günstigen RF 16mm f2,8 STM aufgenommen. Günstige Konstruktionen, die gut genug sind und klein und leicht erscheinen vermehrt auf dem Markt.

In der Optik sind Dinge möglich, die im Objektivbau noch nicht ansatzweise angekommen sind, auf längere Sicht rechne ich mit großen Überraschungen. Beugungsoptik, flache Linsen oder Metamaterialien könnten zu völlig neuen Konstruktionen führen, auch wenn wir diese vielleicht nicht sofort in fotografischen Anwendungen sehen werden, sondern erst in anderen Bereichen.

Spätestens das letzte Jahr hat gezeigt, dass weder die USA noch China Handelspartner sind, die Abhängigkeiten nicht gegen Europa ausspielen werden, wenn sie sich einen vermeintlichen Vorteil davon versprechen. Das wird dazu führen, dass europäische Lösungen populärer und andere Handelspartner wichtiger werden. Ich befürchte allerdings, dass die großen Verwerfungen erst vor uns liegen und wir in vielen Bereichen nicht schnell genug umstellen, um ernste Krisen zu vermeiden. Chipproduktion, Software, Pharmaka, IT-Dienstleistungen etc. vertragen alle einen deutlich höheren lokalen Anteil, zudem muss Europa auch aus sich heraus verteidigungsfähig sein. Es gibt sehr viel zu tun, manche Vorteile der Globalisierung werden dabei verloren gehen. Richtig dramatisch werden die Versorgungsprobleme werden, sollte es wirklich zu einem Angriff auf Taiwan kommen. Schon jetzt werden Speicher, Festplatten und Grafikkarten teurer, nur weil die Rechenzentren erhöhten Bedarf wegen des KI-Booms haben.

Ein weiterer Trend wird uns leider auch in der nahen Zukunft erhalten bleiben, die „Enshittification“ der Online-Dienste, verstärkt und beschleunigt durch die KI. Der Trend, immer mehr zu monetarisieren und dabei gleichzeitig immer mehr einzusparen, macht das Nutzererlebnis immer frustrierender. Facebook macht 10% des Umsatzes mit betrügerischer Werbung, von den Milliarden, die die Propaganda einspielt, ganz zu schweigen. Aber statt darauf zu verzichten, baut sich Mark Zuckerberg von dem Geld lieber einen riesigen autarken Bunker auf Hawaii. Und er ist nicht der Einzige. Die KI macht nicht nur gezielte Werbung, sondern auch personalisierte Betrugsversuche einfacher und billiger. Auch die nicht personalisierten. Sie müssen dazu nur auf manchen Nachrichtenseiten nach unten scrollen, um dort Anzeigen für Produkte zu finden, die in der Form offensichtlich unmöglich sind. Das Internet war früher freudvoller, als man sich über Fotografie noch in Newsgroups wie de.rec.fotografie ausgetauscht hat und nicht einfach nur das Werbeumfeld für unangenehme Konzerne aufgebaut hat. Liegt aber auch an uns, unsere digitale Kultur müssen wir auch selbst in die Hand nehmen, auch wenn es immer schwerer wird, diese gegen Unmengen von AI-Slop aufrecht zu erhalten.
Selbst der Buchmarkt wird überschwemmt von Produkten, hinter denen nur ein Prompt steckt. Ich bekomme das auch im Kamerabuchmarkt mit. Während es früher 2-4 Bücher zu einer Kamera gab, hinter denen sich immer ein Autor oder eine Autorin ernsthaft mit der Kamera beschäftigt hat, finden Sie heute eine zweistellige Zahl, bei denen teilweise auf dem Cover die falsche Kamera abgebildet ist oder das insgesamt KI-generiert ist.
In komplexen Zeiten im Informationsmüll zu ersticken, macht es nicht einfacher. Bei einem Kamerabuch ist das noch überschaubar, aber wenn Gesellschaften ihre Zukunftsentscheidungen davon abhängig machen, kann es fatal werden.

Ich erwarte bei Canon eine Erneuerung einiger APS-C-Kameras, zuallererst die R7 Mark II, eine günstige Vollformatkamera, vielleicht endlich mal neue Shift-Objektive und ein Fisheye-Objektiv für RF und eine Retro-Kamera. Vielleicht kommen sogar schon erste RF-Objektive in der zweiten Version, das RF28-70mm f2L USM ist zwar hervorragend, könnte aber gerne leichter werden. Nikon könnte ebenfalls ein Shift-Objektiv bringen und die Videomöglichkeiten erweitern, da der Erwerb von RED sicher den Videobereich stärken soll. Sony bringt hoffentlich die A7 R VI mit den Vorteilen die die neue Sensorgeneration auch der A7 V mitgegeben hat, vor allem bei Dynamikumfang. Open Gate, d.h., dass der gesamte Sensor für Video ausgelesen werden kann, bleibt sicher ein Trend, vor allem, weil die Sensoren schnell genug dafür sind und Hochformate im Video wichtiger geworden sind. Ebenfalls wieder schick geworden sind die frühen Digitalkameras, vielleicht auch, weil die Generation, die diesen Look mit Ihrer Kindheit verbindet, jetzt erwachsen geworden ist.

Hoffen wir, dass es nächstes Jahr wieder ein bisschen besser aussieht. Es würde schon helfen, wenn der Kongress und die Gerichte in den USA endlich wieder ihren Job machen würden und die Medien und Politiker dem Mann, der auch schon vor seiner Demenz weder intellektuell noch charakterlich für seine Position geeignet war, mehr Kontra geben. Die Zwischenwahlen stehen auch an, obwohl ich nicht sicher bin, dass die reibungslos ablaufen werden. Die Lage ist im Moment so grotesk wie ein Mar-a-Lago-Face. Ich muss an einen Ausspruch von Prof. El-Mafaalani denken, der hier in Dortmund lehrt. Er meinte, die 2020er Jahre wären schon nicht mehr zu retten, wir müssten dafür sorgen, dass es danach wieder deutlich besser wird. In diesem Sinne, verlieren Sie nicht den Mut, bewahren Sie sich die Freude an der Fotografie (die auch „Shutter-Therapy“ sein kann) und machen Sie das Beste aus diesem Jahr.

Und nicht zu vergessen: Im Frühherbst vor zweihundert Jahren wurde die älteste erhalten gebliebene Fotografie aufgenommen. Wenn das kein Grund zum Feiern ist: Alles Gute zum 200!

Joseph Nicéphore Niépce – Harry Ransom Center’s Gernsheim collection, The University of Texas at Austin

EOS R5 Mark II neue Firmware

Unser R5 Mark II-Buch ist nun im Druck und Canon hat eine Firmware für die R5 Mark II (V 1.02) veröffentlicht, die fast ausschließlich aus Bugfixes besteht. Auch ohne diese Firmware war die Kamera bei mir bislang stabiler als es die R5 am Anfang war. Ich habe gut über 60.000 Aufnahmen mit der Kamera gemacht und bin weiterhin sehr zufrieden. Wer die Vorteil im AF und Video nicht benötigt oder das Blitzen mit dem elektronischen Verschluss, der kann aber ohne Bedenken auch bei der R5 bleiben bzw. zu ihr greifen.

https://www.canon.de/support/consumer/products/cameras/eos-r/eos-r5-mark-ii.html?type=firmware

UPDATE: Ich erhielt den Hinweis eines Lesers, dass die R5 Mark II eine Fehlermeldung ausgibt, dass es sich um ein Downgrade handelt, wenn eine zweite Speicherkarte in der Kamera ist. Wenn Sie die Karte entfernen, tritt das Problem nicht auf.

DxO PhotoLab 8 erschienen

Die neue Version von DxO PhotoLab ist heute veröffentlicht worden, eine 30-Tage-Testversion können Sie bereits herunterladen:

https://www.dxo.com/

Die Canon EOS R5 Mark II wird nun auch unterstützt. Zu der schreibe ich hier bald mehr, aber das neue Buch geht vor. Ich mag die Kamera sehr, wer eher ruhige Motive fotografiert für den Geschwindigkeit und AF nicht so wichtig ist, der kann aber auch bei der R5 bleiben.

DxO hat eine recht angenehme Lizenzpolitik, die Unterstützung der der neuen Kamera ist auch für Version 6 und 7 als kostenloses Update verfügbar.

vom 11. März – 2. April 2024: E-Book kostenlos dazu

Mein Verlag bietet das Buch/E-Book-Bundle für einen begrenzten Zeitraum fünf Euro günstiger an, so dass Sie das E-Book beim Buchkauf kostenfrei dazu bekommen können.

https://www.rheinwerk-verlag.de/osteraktion-bundles-zum-vorteilspreis/?GPP=westphalen
direkt zur Fotoschule: https://www.rheinwerk-verlag.de/die-grosse-fotoschule-handbuch-digitale-fotopraxis/?GPP=westphalen

Canon EOS R-Kameras, eine kurze Übersicht für Unentschlossene

Ich habe bislang für jede Kamera der EOS-R-Reihe bis auf die R3 und die R100 zusammen mit Holger Haarmeyer ein Buch (die Links im Text verweisen auf die Bücher) geschrieben. Canon versucht, seine Kameras für bestimmte Nutzer maßzuschneidern. Das wird manchmal vielleicht etwas unübersichtlich, deswegen möchte ich im folgenden einen Überblick geben:

EOS R3: Profikamera mit 24 MP, sehr robust, der Sensor lässt sich sehr schnell auslesen, so dass Sie mit elektronischem Verschluss blitzen können und kaum rolling shutter erleben. Der AF-Bereich lässt sich auch mit den Augen positionieren, dass heißt, über Ihre Blickrichtung im Sucher. Der Name R3 impliziert, dass es noch eine R1 geben wird, die die R3 übertreffen wird, auch wenn die R3 die EOS 1DX Mark III bereits deutlich übertrifft.

EOS R5: 45 MP, 8K-Video in Raw-Qualität, allerdings bekommen Sie im Video irgendwann thermische Probleme, weswegen es auch eine EOS R5C gibt, die gekühlt wird, dafür aber keinen IBIS hat und deren Steuerung mehr für Video optimiert wurde. Die Kamera ist schnell mit 12 Bildern/s und 20 elektronisch, der AF ist sehr gut, wird aber von neueren Kameras wie der EOS R6 Mark II übertroffen. Die Kamera hat eine gute Bildqualität, einen hervorragenden Sucher und ist als Arbeitspferd für Profis ausgelegt. Man kann aber spüren, dass Canon sie vielleicht dieses Jahr noch ersetzen wird, weil die Vorteile in der Konfigurierbarkeit und in den Features der neueren Kameras nicht in Firmware-Updates für die R5 auftauchen. Inzwischen ist der Preis auch um 500€ gesunken. Großartige Kamera, aber in manchem fühlt sie sich nicht mehr ganz up-to-date an, wenn man viel mit der R6 Mark II gearbeitet hat. Ich besitze sie und werde sie noch lange nutzen, aber wer warten kann, guckt vielleicht, was der Nachfolger kann. Da im nächsten Jahr Olympiade ist und vorher oft eine neue Profikamera (R1 diesmal) kommt und Canon meist die Technik in einer anderen Kamera davor bringt, könnte die R5 II eine neue Generation einleiten und z.B. den Nachfolger des DIGIC X-Prozessors mitbringen. UPDATE: Inzwischen (6.3.23) gibt es Gerüchte über ein größeres Firmwareupdate, dass der Kamera einige Möglichkeiten der EOS R6 Mark II bringt. Das würde die Kamera für eine längere Laufzeit fit machen und wäre eine gute Nachricht für jeden Besitzer. Ich hoffe, dass Canon dann auch den einzigen Punkt behebt, der mich wirklich nervt, nämlich das Suchervergrößerung bei Motiverkennung nicht möglich ist und dass nach dem Update die Umschaltung zwischen elektronischem und halbmechanischem Verschluss auf eine Taste gelegt werden kann.

EOS R6 Mark II: 24 MP, 12fps mechanisch, 30fps elektronisch, Raw-Burst zeichnet eine halbe Sekunde (15 Bilder) vor der Auslösung auf. Es passt der Batteriegriff der R5 oder R6. Der elektronische Verschluss ist recht schnell, so dass rolling shutter kein großes Problem ist und sich somit Raw-Burst auch für die Vogelfotografie im Flug eignet, von seltenen, sehr schnellen Flügelschlägen abgesehen. Die Konfigurierbarkeit der Bedienung ist sehr gut, Canon hat sich da sehr weiterentwickelt. Störend sind für mich nur die Amateurfunktionen wie „Hybrid-Auto“, die teilweise unausgegoren sind und in Kameras 2-3 Kategorien darunter passen würden. Diese lassen sich aber leicht ignorieren und ändern nichts an der hervorragenden Eignung als Profikamera. Video mit 4K60 oder 6K extern ist ebenfalls in sehr guter Qualität möglich. Wer hohe Ansprüche hat und mit 24 MP auskommt, wird mit der Kamera glücklich.

EOS R6: 20 MP und 12fps/20FPS. ein paar weniger Features als der Nachfolger, AF etwas schlechter, was sie aber nur merken, wenn Sie z.B. sehr große Teles mit geringer Anfangsblende verwenden, dann ist der AF-Bereich etwas kleiner und die Treffsicherheit etwas geringer als bei der R6 II. Gut bei schwachem Licht, Events, People und Action, die R6 II ist aber eine echte Überlegung für Neukäufer, ein Wechsel von der R6 auf die R6 II lohnt sich aber nur für bestimmte Anwender, die z.B. den elektronischen Verschluss häufig benötigen.

EOS R7: APS-C Kamera, solide und mit 15fps/30fps schnell. Sehr guter AF und gute Ergonomie, zwei Speicherkartenslots, aber kein Batteriegriff möglich. Der IBIS kann sogar einen schiefen Horizont ausgleichen, das ist einmalig bei der R7 (verlangsamt aber die Serienbildgeschwindigkeit). Die Bildqualität ist bei 32 MP sehr gut, eine kleine Schwäche ist der etwas langsamer auszulesende elektronische Verschluss, der den Ausschuss beim Raw-Burst ein wenig ansteigen lässt. Für Naturfotografen eine günstige und gute Option, weil auch die Objektive weniger Brennweite brauchen und insgesamt günstiger zu beschaffen sind.

im Raw-Burst Modus mit Voraufnahme mit der EOS R7 aufgenommen. Der elektronische Verschluss ist hier schnell genug, um keine sichtbaren Verzerrungen zu erzeugen.

EOS R8: Selber Sensor wie bei der R6 Mark II, kein IBIS, langsamer Verschluss im halbmechanischen Modus (6fps), vollmechanisch gar nicht, elektronisch aber ebenfalls 40 Bilder/s. Kleines Gehäuse ähnlich der RP, kleinerer Akku, nur ein Speicherkartenslot. 1000 € günstiger als die R6 Mark II. Man könnte sie als Amateurvariante der R6 Mark II bezeichnen, sie hat viele der Stärken der R6II, aber einige auch nicht.

EOS R: Die erste Kamera der Serie, 30 MP mit dem Sensor der EOS 5D Mark IV und entsprechend guter Bildqualität. Sie ist deutlich langsamer als die neueren Modelle, aber z.B. für People und Events, auch bei schwachem Licht, immer noch sehr gut. Kein IBIS, keine zwei Speicherkartenslots, 4K 10Bit-Video nur bei externer Aufzeichnung, Batteriegriff möglich.

EOS RP: Kleiner, leichter Body, Sensor mit 26MP, gleich der 6D Mark II, kleiner Akku. Langsame Serienbildgeschwindigkeit und durch den vergleichsweise geringen Dynamikumfang weniger Reserven bei nachträglicher Bildaufhellung. Der elektronische (leise) Verschluss steht nur als Kreativmodus mit eingeschränkten Steuerungsmöglichkeiten zur Verfügung. Gut bei schwachem Licht und eine kleine, leichte und günstige Vollformatkamera.

Ein Bussard, aufgenommen mit der EOS R10

EOS R10: Die Amateurversion der R7 in gewisser Weise. Der Body ist nicht so groß und solide, kleiner Akku, es gibt nur einen Speicherkartenslot und keinen IBIS, dafür ist der AF sehr gut und die Bildqualität bei 24 MP APS-C sehr ordentlich. Die günstigste Kamera, mit der die Vogelfotografie noch richtig Spaß macht, weil der AF super ist und die Serienbildgeschwindigkeit (15fps/23fps) und der Puffer auch gut sind. Die R7 ist in vielen Bereich etwas besser, aber die R10 ist mächtiger als man denkt, wenn man Sie in die Hand nimmt. Apropos Hand: Als großgewachsener Mann kam es bei mir schon zu unabsichtlicher Bedienung der rechten Kreuztaste mit dem Handballen, ich konnte die Kamera so konfigurieren, dass das nicht mehr störte, aber die Kamera eignet sich eher für diejenigen, die wirklich eine kleine, leichte und günstige Kamera suchen, mit der sie trotzdem alles in den Kasten kriegen können.

EOS R50: Noch kleiner und leichter und aufgeräumter als die R10. Eine Einsteigerkamera mit 24 MP mit sehr gutem AF und ordentlichen Videomöglichkeiten, die aber echte Einschränkungen bei Reihenaufnahmen mit sich bringt: Nach 7 Raws ist der Puffer voll und wird auf die UHS-I Speicherkarte auch nicht so schnell weggeschrieben, wie das bei den anderen Kameras der Fall ist. Die Kamera ist für diejenigen gedacht, die vorher mit dem EOS-M-System glücklich geworden wären. Kleine Kamera, gute Qualität, einfache Bedienung, schön für die Reise aber nichts für jemanden, der auch mal 2000 Bilder am Tag aufnimmt, um ein paar perfekt eingefangene dabei zu haben. Es gibt ein preislich und qualitativ interessantes Doppelzoom-Kit zur Kamera, dass 18-210mm Brennweite abdeckt. Die Kamera hat keine herkömmlichen Blitzkontakte mehr, wenn Sie einen älteren oder Fremd-Blitz verwenden möchten, benötigen Sie den AD-E1-Adapter.

EOS R100: Die EOS R100 ist die günstigste und leichteste der Kameras des R-Systems. Allerdings werden diese Eigenschaften durch einige Einschränkungen erkauft: Die Kamera hat einen alten Prozessor, der der R100 nur die Gesichtserkennung, aber nicht die Erkennung von Tieren gestattet. Die Kamera hat keinen Touchbildschirm. Die Kamera hat nur ein Einstellrad, was die Benutzung im Manuellen Modus etwas langsam und fummelig macht. Wer eine Einsteigerkamera sucht, die mit RF-Objektiven klarkommt und selbst Einsteiger bleiben möchte und sich für die Tierfotografie nicht interessiert, kann drüber nachdenken. Wer aber mit der Kamera wachsen und ernsthaft in die Fotografie einsteigen möchte, sollte weiter oben im Kameraprogramm wählen. Mir selbst und Holger Haarmeyer ist die Kamera zu freudlos, deswegen wollten Holger und ich kein Buch darüber machen. Unser Verlag bringt aber eines.

Es soll nicht der Eindruck entstehen, dass Sie unbedingt eine der größeren Kameras benötigen, um die Fotografie zu erlernen. Ich selbst habe mit einer Olympus OM-10 angefangen, ein reiner Zeitautomat, um die Belichtung zu beeinflussen, musste ich den ISO-Wert umstellen. Aber aus einer R100 werden Sie schneller herauswachsen als aus einer R7, zumindest wenn Sie auch schnell arbeiten möchten oder müssen.

Das Große Buch der Objektive und andere E-Books günstiger

Mein Verlag schickte mir eine Mail, dass bestimmte E-Books bis zum 6.1.2023 um die Hälfte günstiger zu bekommen sind.

https://www.rheinwerk-verlag.de/e-book-preisaktion/#fotografie?GPP=westphalen

Unter anderem ist das große Buch der Objektive dabei:
https://www.rheinwerk-verlag.de/das-grosse-buch-der-objektive-technik-ausruestung-und-fotografische-gestaltung/?GPP=westphalen

Wer lieber Bücher auf Papier kauft, in der nächsten Zeit erscheinen Bücher von mir über die EOS R7, die EOS R10, die EOS R6 Mark II und die neue Ausgabe der neuen Fotoschule.

Neues von Canon, Leica, Nikon

Canon hat eine Entwicklungsankündigung zur EOS 1DX Mark III herausgegeben. Die Kamera wird 20 Bilder pro Sekunde nicht nur mit dem leisen elektronischen Verschluss schaffen, sondern auch mit dem mechanischen (zum Vergleich, Sony A9 5 fps Sony A9 II 10 fps mechanisch) . Sie wird auch 4K Video in 60fps entweder in 10 Bit oder als Raw-Video aufzeichnen können. Noch ist unklar, ob Canon oder Nikon die Krone bei den Sportkameras holen werden, Sony ist jedenfalls raus mit seinem „Facelift“ bei der A9, von der Gehäusequalität mal ganz abgesehen. Ich befürchte, dass auch die 1DX Mark III im Livebild-Modus besser sein wird als mit dem optischen Sucher, auch wenn bald die besten DSLRs aller Zeiten auf den Markt kommen, ihre Zeit geht vorbei.

Ich schreibe selten über Leica, weil ich vermute, dass die meisten meiner Leser das ohnehin nicht leisten wollen. Nun hat Leica aber den Nachfolger der SL vorgestellt, die SL2. Die kostet zwar auch knappe 6000€, legt aber die dezente Zurückhaltung bei den Leistungsdaten ab, die Leica sonst manchmal auszeichnet:

  • 47,3 MP
  • 10 Bilder pro Sekunde, 20 Bilder/s mit elektronischem Verschluss und ohne AF
  • 5K Video (4992 x 3744 Pixel)
  • 4K Video 60fps
  • 5,7MP Sucher
  • guter Dynamikumfang
  • elektronischer Verschluss bis 1/40000s
  • Multishot 187 MP
  • spritzwassergeschütztes Magnesiumgehäuse
  • und, wie bei Leica üblich: schöne Kamera

Die Kamera lässt sich auch per App steuern. Der AF wird etwa auf dem Niveau der Panasonic liegen und damit nicht in der absoluten Spitzengruppe angekommen sein. Für einen Großteil der Arbeit wird er vollkommen ausreichen und die Leica M hat überhaupt keinen AF. Die M-Objektive und auch andere manuelle Objektive lassen sich über Adapter anschließen, Objektive für L-Mount mit AF gibt es inzwischen auch von Panasonic und Sigma, so dass Sie nicht mehr auf einer teuren Systeminsel gefangen sind.

https://de.leica-camera.com/Fotografie/Leica-SL/Leica-SL2

Ich mag auch die M und freue mich, dass es solche Kameras zu kaufen gibt, aber professionell alle meine fotografischen Belange mit einer Messucherkamera ohne AF abzudecken, könnte ich mir nie vorstellen. Die SL2 leistet sich keine Schwäche, sie ist auf der Höhe der Zeit und in manchen Belangen momentan an der Spitze, 5K Video und einen hochauflösenden Sensor finden Sie sonst noch nicht auf dem Markt.

Nikon hat bekanntgegeben, dass sie deutlich überrascht wurden vom Erfolg des NIKKOR Z 58 mm 1:0,95 S Noct und dass es wohl einige Zeit dauern wird, die Bestellungen abzuarbeiten. Mich wundert das nicht wirklich, denn auch wenn das ein teurer Exot ist, so etwas hat es bislang auf dem Markt noch nicht gegeben, die anderen Objektive dieser Lichtstärke erreichen nicht die gleiche optische Leistung. Die Z50 ist nun lieferbar, APS-C und Vollformat haben bei Nikons Spiegellosen nun das gleiche Bajonett.

Der Fotomarkt ist, wenn man Smartphones nicht mitrechnet, in den letzten 9 Jahren von 100 Mio. auf knapp 20 Mio. Kameras geschrumpft. Dieser Rückgang betrifft die hochwertigen Kameras am wenigsten, aber trotzdem sind die Zahlen dramatisch. Die Zaheln für Wechselobjektive würden mich interessieren, ich vermute, dass es hier dem hochwertigen Markt recht gut geht, aber insgesamt sind das keine einfachen Zeiten für die Fotoindustrie.

Zum Schluss noch ein Hinweis in eigener Sache: Die vierte Auflage der großen Fotoschule ist herausgekommen:

Seit der letzten ist einiges passiert, die Spiegellosen haben die DSLRs überholt, ich habe ein Buch über Objektive geschrieben, Mittelformatkameras sind bezahlbar geworden, neue Bajonettsysteme sind auf den Markt gekommen etc. Manchmal denkt man, die Entwicklung verläuft gar nicht so schnell, aber wenn ich alle drei Jahre das Buch auf den aktuellen Stand bringe, merke ich doch, wie viel ich ändern muss. Wir haben uns wahrscheinlich an die Geschwindigkeit gewöhnt, selbst das erste richtige Smartphone, das iPhone 1 wurde erst übermorgen vor 12 Jahren in Europa vorgestellt.

Objektivbuch: Downloadbereich aktualisiert

Für den Downloadbereich der vierten Auflage der Großen Fotoschule habe ich einen neuen Bokehvergleich aufgenommen, der Porträtbrennweiten von 80-90 mm und ein Mittelformatobjektiv mit 110mm Brennweite (mit vergleichbarem Bildwinkel) umfasst.

Da dieser auch für einige Leser meines Objektivbuchs interessant ist, finden diese den Objektivvergleich ab sofort auch im Downloadbereich dieses Buchs. Neben den schon bestehenden Vergleichen von Normalobjektiven.

Sony SEL14TC 1,4 Telekonverter Serienfehler

In meinem Objektivbuch weise ich auf eine auf eine Schwäche des SEL14TC Konverters von Sony hin. Er schattet in den Ecken stark ab. Bis gestern dachte ich, dass das normal wäre und an dem sehr engen Bajonett des Sony E-Mounts liegt. Es ist aber nur der schlechten Qualitätskontrolle bei Sony geschuldet und keinesfalls das Sollverhalten. Sony tauscht die Konverter auch aus, allerdings wohl nur innerhalb der Garantie.

Wenn Sie auch so dunkle Ecken feststellen, schicken Sie Ihren Konverter ein.


Ich hatte erst nur in Lightroom nach der ersten Aufnahme mit dem Konverter geguckt (die war aber einige Zeit vor dem Kauf beim Händler) und dachte fälschlicherweise, dass ich Außerhalb der Garantie läge. Darauf antwortete mir Sony:

vielen Dank für Ihre Rückmeldung.
Den Defekt Ihres Produktes bedauern wir sehr, weshalb wir selbstverständlich Verständnis für Ihr Anliegen haben.
Als Sony-Kunde erwarten Sie zu Recht Produkte, die über viele Jahre einwandfrei funktionieren.
Leider kann es trotz hoher Qualität und unserem Anspruch diese bei jedem einzelnen Gerät zu erreichen, vereinzelt zu Ausnahmefällen kommen.
Für solche greift unsere Herstellergarantie, während der wir für alle Schäden, die auf Material- oder Verarbeitungsschäden beruhen, aufkommen.
Bitte haben Sie Verständnis, dass dieser Zeitraum bei Ihrem Produkt bereits überschritten und eine kostenfreie Reparatur daher nicht mehr möglich ist.
Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Tag. „

Sony Customersopport Mail vom 18.4.2019

Bei einem bekannten Serienfehler, von dem ich selbst leider erst spät erfuhr, ist das eine sehr schwache Antwort. Zum Vergleich: Canon hat den Spiegel meiner 5D nach fünf Jahren und über 100.000 Auslösungen kostenlos repariert, weil Sie wussten, dass sie den falschen Kleber verwendet hatten.

Fazit: Wenn Sie den Fehler bei sich auch feststellen, dann weg zu Sony damit. Wenn die Garantiezeit vorbei ist: Der Händler steht für 2 Jahre in der Gewährleistung, soll der sich dann mit Sony rumärgern.

EOS 5D Mark IV: Neue Firmware im April

Gerüchte gibt es schon länger, nun verdichten sie sich und werden konkreter: Im April wird Canon wohl eine neue Firmware for die 5D Mark IV  veröffentlichen, die deutliche Verbesserungen im Video-Bereich bringen wird. Die Rede ist von folgenden Verbesserungen:

  • 4K-Video wird von einem größeren Bereich ausgelesen, so dass der Crop-Faktor nur noch 1,27 statt 1,74 beträgt, der alte Modus bleibt aber verfügbar.
  • Full HD wird von 3K runtergesampled, neuer 3K-Modus lässt sich aber auch direkt abspeichern.
  • Neuer Codec und Unterstützung von C-Log.

Je mehr Sensorfläche verwendet wird und je mehr gerechnet werden muss, desto wärmer wird die Kamera, man munkelt, dass es ein Hardware-Update geben wird, das sich auch in bestehende 5D Mark IV einbauen lässt und das die Wärme besser abführt. Auch ohne diesen Umbau wird das Firmware-Update laufen, es kann nur sein, dass die Kamera schneller wegen Wärme-Warnung aufhört aufzuzeichnen.

Ich werde mehr dazu schreiben, wenn aus den Gerüchten Fakten werden.

Unser Buch zur EOS 5D Mark IV

Fokus-Testgrafik für 5D-Mark IV-Buch

Im neuen 5D Mark IV Buch ist auf Seite 354 leider die Vorschau und nicht die Vektorgrafik gedruckt worden. Für die beschriebene Art der Fokuskorrektur ist das ohne Belang, da bei der empfohlenen Entfernung die Kamera eh nicht mehr auflöst, aber wer die Grafik auch für andere Zwecke gerne perfekt haben möchte, findet Sie hier zum Download:

Testgrafik als PDF zum Download

https://fotoschule.westbild.de/wp-content/uploads/2014/01/Siemens_Testbild-Westbild.pdf

Es ist ohnehin praktischer, eine einzelne Seite an der Wand zu befestigen, als das ganze Buch irgendwo aufzustellen. Die Verwendung der Grafik ist natürlich nicht auf die Leser meiner Bücher beschränkt, sie darf von jedem heruntergeladen und weitergegeben werden.

Photoshop Elements 11: Kleiner Bug in Photomerge Stil-Übereinstimmung

Durch eine Lesermail wurde ich auf ein Problem aufmerksam, dass sich auf S.103 meines Photoshop Elements-Buchs ergeben kann. Wenn Sie das Stilradiergummi verwenden und vorher die Deckkraft des Pinselwerkzeug außerhalb von Photomerge-Stil-Übereinstimmung ganz heruntergesetzt war, dann passiert nichts, obwohl die Deckkraft des Stil-Radiergummis auf 100% steht. Sie müssen dann den Deckkraftregler kurz zurück und wieder hoch ziehen, damit Photoshop Elements die Einstellungen korrekt setzt und die alten Pinseleinstellungen überschreibt.

 

Korrektur für das Photoshop Elements 11 Buch

PSE11-galileo

In meinem neuen Photoshop Elements Buch habe ich ein Bild vertauscht (S.282/283). Immerhin handelt es sich um das selbe Model. Es zeigte sehr viel über Wahrnehmung, dass ein Fehler, den man beim ersten schnellen Durchblättern sofort finden kann, mehreren konzentriert arbeitenden Menschen entgeht.

Sie finden ein PDF mit der korrigierten Seite im Bonus-Bereich bei Galileo-Design.

 

 

Canon EOS 6D erste Eindrücke

Die EOS 6D hatte ich vorbestellt und nun bereits einige Stunden Gelegenheit, sie auszuprobieren. Ich werde später detaillierter berichten, hier aber schon meine ersten Eindrücke zusammenfassen:

1. Gehäuse und Ergonomie

Der allererste, sehr positive Eindruck hat sich inzwischen weiter bestätigt. Das Gehäuse liegt gut in der Hand, ist steif und wertig aber trotzdem relativ klein und leicht.  Die Tasten über dem Top-Display sind nur einfach belegt, links vom Monitor befinden sich keine. Das führt dazu, das man bis auf „Menu“ und „Info“ alles mit einer Hand erreichen kann und es wenig Verwirrung gibt. Obwohl die 5D Mark III ein paar Vorteile hat, wie die Multifunktionstaste neben dem Objektiv, würde ich die 6D für noch gelungener halten vom Bedienkonzept. Der Bildschirm ist von ähnlicher Qualität wie bei der 5D Mark III, ob das Reflexverhalten wirklich etwas schlechter ist, konnte ich bei diesem Wetter noch nicht wirklich testen. Der Sucher ist groß, klar und hell und unterstützt Wechselmattscheiben. Die Akkus sind die gleichen wie bei der 5D3, 5d2, 7D.

2. WLAN und GPS

Die Apps für Android und IOS sind bereits verfügbar und kostenlos, ich habe beide schon getestet. Sie sind einfach mit der Kamera zu verbinden, man kann Livebild übertragen und vergrößern, scharfstellen, auslösen und Zeit, Blende, Belichtungskorrektur und ISO einstellen. Die App ist ans iPad leider noch nicht gut angepasst (iPhone-App), aber verwendbar. Die Bilder lassen sich nach der Aufnahme gut auf dem Mobilgerät betrachten. Der Funktionsumfang ist aber nicht vergleichbar mit DSLR Controller unter Android, der mit der 6D aber noch nicht funktioniert.

GPS ist ebenfalls schnell einzurichten und kann auch Tracks aufzeichnen, wenn die Kamera ausgeschaltet ist. Man erkannt das im Top-Display, dass das GPS weiterarbeitet. Selbst wenn man alle 15s die Position ermittelt, bleibt der Vebrauch unter 1% Akkuleistung pro Stunde.

3. Bildqualität und AF

Die Bildqualität ist bei ersten Tests sehr ähnlich mit der 5D Mark III, oben ist eine Vergleichsaufnahme bei ISO 12.800 und gleichen Einstellungen als JPEG direkt aus der Kamera (die Bilder sind in voller Auflösung abspeicherbar, unten finden Sie einen Link auf die RAW-Dateien). Der AF greift mit dem mittleren Sensor auch auf dunklem Stoff bei schwacher Beleuchtung noch und scheint wirklich sehr gut mit schwachen Lichtverhältnissen klarzukommen.

4. Erstes Fazit:

Vorteile:

  • solides, logisch aufgebautes Gehäuse
  • handlich und trotzdem echtes Vollformat
  • Gute Bildqualität auch bei schlechtem Licht
  • AF auch bei sehr schwacher Beleuchtung
  • ein enormes Zubehörprogramm an Objektiven, Blitzen etc.
  • Gute HD-Video-Unterstützung incl. ALL-I/IPB und Timecode
  • GPS eingebaut, arbeitet auch bei ausgeschalteter Kamera ohne Strom zu fressen
  • WLAN eingebaut, einfach zu konfigurieren und gut integriert
  • leiser Verschluss mit zusätzlichem Silentmode, der wirklich sehr dezent ist.
  • Livebildmodus ist auch bei sehr schwachem Licht noch gut verwendbar

Nachteile:

  • max 1/4000s und 1/180 Blitzsynchronzeit
  • HDR-Modus zeichnet die Einzelbilder nicht als RAW auf wie bei der 5D Mark III
  • Der AF hat eine begrenzte Sucherabdeckung und nur einen Kreuzsensor in der Mitte
  • Langsamer AF im Video-Modus oder Livebild-Modus
  • nur ein Kartenschacht statt 2 bei der 5D Mark III
Eine schöne Kamera, die Einschränkungen sind nicht so gravierend, dass sie nicht auch für professionelle Fotografen interessant bleibt.

ISO 16000 direkt aus der Kamera

ISO 16000 direkt aus der Kamera

5. Für wen?

Die 6D ist ein guter Allrounder. Wer eine sehr gute Kamera haben möchte, die trotzdem einfach zu bedienen und reisetauglich ist, wird wahrscheinlich glücklich mit der Kamera werden. Wer allerdings sehr schnell bewegte Motive wie Sport oder Wildlife fotografiert, wird mit der 5D3 besser bedient sein oder mit der kommenden 7D Mark II, die auch für Vogelfotografie die bessere Wahl sein wird. Wer eher Landschaft, Reise, Architektur, Available Light, Makro o.ä. fotografiert oder bereits eine 5D Mark III besitzt und eine gute Zweitkamera sucht, dem ist die 6D zu empfehlen.

6. UPDATE: Ein Tag später

ich hatte gestern Gelegenheit, eine Jazz-Session zu fotografieren, eine klassische Low-Light-Situation mit bewegten Motiven. Der Autofokus des mittleren Felds ist sehr gut, nach unten ist praktisch keine Grenze zu erkennen. Auch in Bereichen, in denen ich selbst im Sucher praktisch nichts mehr erkennen konnte (und, ja, der Sucher ist sehr gut), fand die 6D noch den Fokus und der passte dann auch. Die anderen Fokusfelder sind bei weitem nicht so gut. Beim 85mm f1,2 lagen Sie bei Offenblende daneben, der mittlere Punkt funktionierte aber tadellos, es lag also nicht am Mikroadjustment. Beim 24-70mm f2,8L II war der AF auch bei den äußeren Messfeldern zu gebrauchen. Die Bildqualität bei schwachem Licht ist tatsächlich noch besser als bei der 5D Mark III. Die Bedienung ist gelungen, allerdings ist bei meiner 6D der Auslöser empfindlicher als bei meinen anderen Canons, das stört nicht, wenn man sich erstmal daran gewöhnt hat.

 

RAWs von der 6D 5D2 und 5D3 zum Vergleich als ZIP (87MB)

Unser Buch zur EOS 6D

Wichtiges Firmware-Update für die Canon EOS 7D

Update2: Die Version 2.03 ist heute (12.9.12) erscheinen, die ein paar kleine Fehler behebt.

UPDATE: Es ist nun da, auf dem deutschen Server finde ich momentan zwar nur die Mac-Version, aber das sollte sich binnen Stunden ändern. Wer nicht warten will, guckt bei Canon USA.

Dass Canon in Firmware-Updates nicht nur kleine Fehler behebt, sondern Kameras auch um neue Funktionen erweitert, hat es schon gegeben. Ein gutes Beispiel ist die manuelle Steuerung des Filmmodus der 5D MK II, die erst später verfügbar wurde. Ein Firmware-Update, das so spät so viel Neues bringt, ist allerdings eine kleine Sensation und lässt hoffen, das Canon auch seine anderen Kameras zumindest im Profi- und Semiprofi-Bereich ebenso gut pflegen wird.

Unter http://www.canon.de/Support/Consumer_Products/products/cameras/Digital_SLR/EOS_7D.aspx?type=download&page=1 werden Sie wahrscheinlich ab August auch die Version 2 der Firmware herunterladen können. Eine gute Zusammenfassung der Eigenschaften finden Sie unter:

http://cpn.canon-europe.com/de/content/news/firmware_update_to_enhance_EOS_7D.do?utm_source=newsletter-june-2-2012-no1&utm_medium=email&utm_campaign=Newsletter

Highlights sind ein größerer Puffer für Reihenaufnahmen im RAW, manuelle Audiosteuerung während der Aufnahme, Raw-Konvertierung in der Kamera, schnelleres Scrollen in vergrößerten Bildern auf dem Display und die Einstellung der Auto-ISO Maximalwerte.

Wer eine 7D besitzt, sollte seine Firmware im August updaten, denn die neue Firmware macht sie zu einer noch besseren Kamera

 

Korrekturen zur großen Fotoschule

Beim erneuten Durchsehen der großen Fotoschule sind zwei Fehler aufgefallen, die ich meinen Lesern nicht vorenthalten möchte, auf Seite 407 muss es richtig heißen:

Sie wird in Kelvin (K) angegeben, einer Maßeinheit, die die Temperatur
in gleich großen Schritten angibt wie unser Grad Celsius, allerdings liegt
der Nullpunkt beim absoluten Nullpunkt von –273,15 °C. Kurz gesagt: 0 °C
entspricht +273,15 K.

 

Und auf Seite 106 fehlt zwischen f45 unf f90 die Blende 64.
Im ersten Nachdruck werden diese Fehler natürlich nicht mehr enthalten sein, ebenso muss der Leser auf ein paar Druckfehler verzichten, die aber alle nicht sinnentstellend sind.

Im ersten Nachdruck ist allerdings folgender Fehler noch enthalten: auf Seite 158 oben ist der korrekte Wert f5,6 bei 1/1000s statt f4, im folgenden ergibt sich daraus eine Blende von f2,8 Statt 2.