Canon hat zwei Lücken im Angebot der Objektive für das RF-Bajonett geschlossen, die des lichtstarken Ultraweitwinkels und die des Fisheyes. Das RF 14mm F1.4L VCM (2499 € UVP) übertrifft seinen EF-Vorgänger um ganze zwei Blendenstufen, bleibt dabei leicht und praktisch genauso groß wie die anderen Objektive der VCM-Reihe. Die Fortschritte im Objektivbau scheinen mir im Augenblick größer als die bei den Kameras. Für den Nachthimmel ist dieses Objektiv eine Idealbesetzung, ein großer Bildwinkel bei niedrigen ISO-Werte oder kurzen Belichtungszeiten für Zeitrafferaufnahmen sind damit einfach zu erzielen. Aber auch für das Filmen bei Nacht oder am Tag, wenn man noch etwas Trennung durch Hintergrundunschärfe erzielen möchte, ist das Objektiv interessant. Die Hintergrundunschärfe ergibt sich bei 14 mm Brennweite natürlich nur im Nahbereich, weil die Schärfentiefe bei so kurzen Brennweite auch bei f1,4 sehr groß ist. Ein lichtstarkes Ultraweitwinkelobjektiv wäre früher schwer gewesen, mein Sigma 14mm F1.8 DG HSM Art wiegt 1,1kg und ist 2/3 LW lichtschwächer, das RF 14mm f1,4 kommt nur auf 578 g.

Das zweite neue Objektiv ist das RF 7-14MM F2.8-3.5L FISHEYE STM, das mit 190° Bildwinkel 10° mehr als das EF8-15mm f/4L Fisheye USM schafft, dabei lichtstärker und schärfer ist. Bei 7 mm Brennweite zeichnet es einen Kreis auf das Vollformat, bei 14 mm wird das Sensorformat voll ausgezeichnet, so dass sich der maximale Bildwinkel von dann 180° nur noch in der Diagonale ergibt. Der Listenpreis beträgt 1.799,00 €.
Beide Objektive sind ab dem 26.2.26 verfügbar.

Die Kompaktkamera ist die PowerShot G7 X Mark III 30th Anniversary Edition, die zur Feier des 30. Geburtstages der Powershot-Reihe auf den Markt kommt. So lebendig ist die Powershot-Reihe mit 30 nicht mehr, denn diese Kamera ist eigentlich von 2019 und nur etwas im Design verändert. Trotzdem bewegt sich wieder mehr im Kompaktkamerabereich als vor ein paar Jahren