Neu: SIGMA 200mm F2 DG OS | Sports

Sigma hat gestern das erste 200mm-Objektiv mit f2 für spiegellose Vollformat-Kameras vorgestellt (Fujifilm hat eines für APS-C). Leider nicht für alle spiegellosen Kameras, aber dafür kann Sigma nichts. Das Objektiv gibt es für den L-Mount (Sigma, Leica, Panasonic) und für Sony-E-Mount. Nikon und Canon haben eine restriktivere Lizenz-Politik, wobei Nikon immer noch besser ist als Canon, bei denen es kein einziges AF-Objektiv für das Vollformat gibt, dass nicht wieder vom Markt geklagt wurde. Und das bei einem System, dass bereits seit 2018 existiert. Canon und Nikon haben welche für DSLRs gebaut, der Vorgänger des Canon-Objektiv hatte sogar f1.8 (auch als Eye of Sauron bekannt).

Das SIGMA 200mm F2 DG OS | Sports Bild: Sigma Foto

Jetzt werden Sie sich vielleicht denken: Wo ist der Haken? Sigma-Objektive sind ja manchmal schwerer als die Konkurrenz. Mit 1800 g ist das Objektiv aber erfreulich leicht für seine Klasse, Canon (2520 g) und Nikon (2,930 g) würden zwar heute leichter bauen, aber sie bauen (noch) nicht. Und wenn Sie bauen würden, dann wahrscheinlich zu einem Preis von um die 6000 €, das Sigma hat einen UVP von 3499 €.

Mit Konverter wird es zu einem 400 mm f4 oder einem 280 mm f2,8, bzw. würde, denn leider sind die weder bei Sony noch bei Sigma/Leica mechanisch kompatibel (Danke für den Leserhinweis, erste Informationen dazu haben sich als unzutreffend erwiesen). Wem das zu kurz ist, für den hat Sigma das 300-600mm F/4 DG OS Sports im Programm, das allerdings fast 4 kg wiegt und das Doppelte kostet.

Für mich ist das Objektiv eine der interessantesten Neuvorstellungen der letzten Zeit. Ich hoffe auch, dass es den Druck auf Canon, sein System weiter zu öffnen, erhöht.

2 Gedanken zu „Neu: SIGMA 200mm F2 DG OS | Sports

  1. Also, meine Waage zeigt knapp 2000 Gramm an, ohne Deckel. Und „Konverter“ – das klappt nicht, das hintere Linsenelement und jeder der beiden Sigma Konverter würden miteinander kollidieren. Nach den letzten FW Updates für S1R II, S5 II und SL3 verspringt auch die Verfolgungsmarke nicht mehr so konfus. Das Bokeh ist auch sehr smooth. Mich würde interessieren, wie es sich anfühlt mit dem ebenfalls neuen Laowa 200/2 verglichen. Das Laowa ist 400 g leichter, kommt 20 cm näher dran und hat wegen dem monströsen M105 Filtergewinde eine Filterschublade, für die es auch schon einen Filtersatz gibt; coole features, aber es sei weniger scharf, pfeifen diverse Influenza von den Dächern. Dafür kostet es auch nur knapp ⅔ vom Sigma. Das ich aber trotzdem nicht eintauschen würde. Und wie wetterfest die Filterschublade ist, weiss man auch erst nach einem soliden Regenguss.

    • Vielen Dank für die Hinweise, ich habe das ergänzt. Die Sigma-Konverter für EF ragen viel weniger aus dem Bajonett, deswegen lassen sie sich auch für Objektive verwenden, die mit den Canon-Extendern nicht verwendbar sind. Die L-Mount-Konverter brauchen aber viel Platz im Objektiv. Das ist schade. Allerdings habe ich schon unmögliche Kombinationen hinbekommen, indem ich einen 8 mm Zwischenring eingesetzt habe, das EF 300 mm f2,8L IS II USM kommt so mit zwei Konvertern immer noch auf Unendlich. Bei RF sind die Extender zu dick für die Zwischenringe, ich weiß nicht, ob das bei L-Mount auch so ist.
      Das Laowa hat den Vorteil, dass es günstiger als das Sigma ist und für EF verfügbar, das Sigma ist aber das bessere Objektiv. Ich habe das „Problem“ inzwischen für mich so gelöst, dass ich das EF 200 mm f1,8L USM gekauft habe, als es mit neulich für einen fairen Kurs in gutem Zustand und als zweite Version mit der schöneren Blende angeboten wurde. Optisch ist es sicher schwächer als das Sigma und der AF fühlt sich auch etwas vintage an, aber es ist wirklich sehr schön. Allerdings bringt es komplett 3,7kg auf die Waage, das halte ich nur noch am Einbeinstativ über der Schulter aus.
      Ich würde mir sehr wünschen, dass Canon sich zumindest mit Sigma über die Lizensierung einigt, denn die haben einige neue Objektive, die ein System echt bereichern würden.

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