AF-Probleme an der EOS 70D?

In den Foren und auf Amazon liest man von einigen Nutzern, die mit dem Phasen-AF der EOS 70D keine scharfen Bilder erhalten. Ich selbst habe mit meiner 70D inzwischen über 10.000 Aufnahmen gemacht und keine Probleme mit der Kamera festgestellt. Das heißt nicht, dass ich nicht auch mal Probleme hatte, aber diese hatten ihre Ursache nicht in der 70D.

100%-Auschnitt

100%-Auschnitt

Die 70D setzt den Schärfepunkt hier sehr exakt

Die 70D setzt den Schärfepunkt hier sehr exakt

Wenn die Bilder nicht scharf werden, ist ein Problem da, aber ich vermute, dass es sich nicht um ein Serienproblem mit der 70D handelt, sondern die Kamera selbst bei den meisten Besitzern einen guten Job macht. Ich habe sicher mehr Objektive als der durchschnittliche Anwender und auch mehr Kameras, so dass ich Schärfe-Effekte schnell eingrenzen kann. Mein EF 50mm f1,4 USM macht an APS-C-Bodies normalerweise großenteils unscharfe Aufnahmen. Da kann die Kamera nichts dafür, das liegt am Objektiv. Nach einer AF-Feinjustierung ist die Schärfe im brauchbaren Bereich, aber ganz und immer perfekt wird sie nicht, weil das Objektiv keinen stufenlosen AF-Motor besitzt. Die Kamera muss sich also mit diesem Objektiv bei bestimmten Motivabständen entscheiden, ob sie die Schärfe etwas vor oder hinter das Motiv setzt, zusätzlich zu der Tatsache, dass dieses Objektiv meist erst nach Fokusfeinabstimmung vernünftig verwendbar ist. Mein 50mm f1,4 hat an der 70D einen Offset von +13 und liegt damit weiter daneben als jedes andere Objektiv. Der Großteil braucht bei mir keine Justage, ein paar lichtstarke Objektive liegen bei -3 bis +5 in der Feinabstimmung. Das Sigma 35mm f1,4 A war bei mir an keiner Kamera wirklich auf den Punkt, hier würde ich empfehlen, das Sigma USB-Dock gleich mit zu kaufen und eine Abstimmung vorzunehmen. Auch hier gilt, die Kamera kann nichts dafür, das (sehr gut lösbare) Problem liegt am Objektiv. Canon arbeitet übrigens an einer automatisierten AF-Feinabstimmung, erste Patente wurden gerade veröffentlicht. Aber das ist technisch noch nicht so weit und bis dahin gilt, dass der anspruchsvolle Nutzer gerade bei lichtstarken Objektiven für optimale Ergebnisse die AF-Feinabstimmung verwenden sollte, sobald er Probleme festgestellt hat. Nicht umsonst ist das bei allen professionelleren DSLR- Kameras eingebaut, das Feature finden Sie auch in der 1DX und 5D Mark III, auch wenn diese eines der besten AF-Systeme überhaupt eingebaut haben. In der Nikon D800 ist das auch drin, das ist also keine Canon-spezifische Lösung und das Sigma das USB-Dock so günstig anbietet, spricht auch dafür, dass sie einen Massen-Bedarf sehen.

In seltenen Fällen kann das Problem auch umgekehrt auftreten: AF-Bilder bei Verwendung des Suchers werden scharf, bei Livebild hingegen unscharf. Mein Sigma 50mm f2,8 Makro zeigte z.B. diesen Effekt. Das lag hier auch an einer älteren Konstruktion mit grobstufigem Fokusmotor. Es gibt auch Objektive, die generell eher zufällige Ergebnisse liefern, ich habe mal ein älteres Tamron-Makro getestet, dass jedes mal den Schärfepunkt geraten hat, da half auch keine Justage, die hatten das AF-Protokoll oder die mechanische Ausführung so schlecht umgesetzt, dass nur manuell noch sinnvoll fokussiert werden konnte.

Ich will nicht sagen, dass Schärfeprobleme nie an der Kamera liegen, das kommt vor, das gibt es auch als Serienfehler, wie bei der D800 am Anfang. Wenn Sie eine Kamera zum Service schicken, kann die dort genauer eingestellt werden, als Sie das selbst können. Allen, die Probleme erfahren, möchte ich aber raten sich folgende Fragen zu stellen:

1. Können Sie das Problem bei OneShot-AF, mittlerem AF-Sensor und einem unbewegten und kontrastreichen Motiv reproduzieren? Verwacklung ebenfalls ausgeschlossen?

2. Tritt das Problem nur bei den üblichen Verdächtigen auf? D.h. Objektive, deren Konstruktion noch in die 90er Jahre zurückreicht, wie z.B. alte Makros von Fremdherstellern, die noch keinen Bildstabilisator haben und besagtes EF50mm f1,4?

3. Kann eine AF-Feinabstimmung das Problem soweit minimieren, dass entspanntes Arbeiten mit hinreichender Fokussicherheit möglich wird? Wenn ja, ist das Problem gelöst.

4. Wenn nein, lässt sich das Problem des Objektivs an anderen Kameras reproduzieren? Wenn das nur bei Ihrer Kamera auftaucht und eine AF-Feinabstimmung nichts gebracht hat, dann sollte die Kamera wahrscheinlich zum Service. Wenn das Objektiv nicht justierbar ist und auch an anderen Kameras muckt, muss es entweder zum Service oder sollte bei manch älterer Konstruktion nur noch mit Einschränkungen eingesetzt werden, also manuell fokussiert werden. Der Service kann bei konstruktionsbedingten Schwächen nämlich auch nichts machen.

Wenn Sie ein Objektiv justieren, dann nehmen Sie dazu am besten ein Testmotiv in 50-facher Entfernung der Brennweite, bei 50mm also 2,5m.

Wenn Sie eigene Erfahrungen (positiv oder negativ) gemacht haben, würde ich mich über Kommentare unter diesem Beitrag freuen.

Update: Siemens_Testbild-Westbild

Unter obigem Link können Sie ein Testbild für eigene Fokustests herunterladen. Über Rückmeldungen in den Kommentaren würde ich mich freuen. Ich habe von Leuten gehört, bei denen eine Feinjustierung alle Probleme behoben hat, aber auch von welchen, die wohl ein echtes Problem mit der Kamera haben.

 

 

 

 

 

117 Gedanken zu „AF-Probleme an der EOS 70D?

  1. Hallo,

    auch ich habe das besagte Problem; vorallem mit dem EF 50mm 1.4. Was ich mich hierbei jedoch Frage: Wieso betrifft das Problem ausschliesslich den mittleren AF-Punkt? Wähle ich einen äusseren (natürlich bei gleicher Blende), kommt die Schärfe an die des LiveView heran? Technisch müsste doch kein Unterschied zwischen der Fokussierung über die verschiedenen AF-Punkte bestehen, oder?

      • Hallo,

        ich habe auch die Canon 70D und hatte gestern mal die Chance das 50mm 1.4 von Canon auszuprobieren. Auch ich hatte – ich sage mal 95% meiner Bilder – unscharfe Bilder. Auf jedem AF-Punkt. Einige wurden scharf, aber so RICHTIG knackscharf, wurden sie nicht. Mit meinem 50mm 1.8 II habe ich ähnliches Problem und ärgere mich jedesmal dadrüber das die Bilder unscharf sind. Bei meinem 50mm 1.8 II hat die Feinjustierung EINWENIG geholfen, aber nicht wirklich viel. Mitunter sitzt der Fokus noch immer nicht.

        Ob das mit dem neuen 50mm 1.8 STM besser ist? Man weiß es nicht, ob man die Kamera mit Objektiv mal einschicken sollte? Man weiß es nicht, was rätst du mir?

        • Bevor ich die Frage beantworte, habe ich mir noch einmal die Bilder mit dem 50er STM angeguckt. Es gibt immer noch mal einen kleinen Aussetzer, aber die Trefferquote erscheint merklich mir höher als beim f1,8, f1,4 und f1,2L von Canon. Das beste 50er ist immer noch das Sigma f1,4 Art, aber das f1,8 STM ist grundsätzlich eine gute Empfehlung und vom Preis/Leistungsverhältnis nicht zu toppen.

          Kurze Antwort: STM.

  2. Endlich mal auf den Punkt gebracht. Es liegt meist nicht an der 70D, sondern an veralteten Objektivkonstruktionen oder gar an der Art der „Testaufbauten“, bei denen mancher Experte im www sogar durch Fensterscheiben fotografiert hat und das dann auch noch für reproduzierbar hält.

      • Was an diesem Testaufbau von traumflieger ist für dich hier nicht brauchbar. Auh ich besitze die 70D, bin generell zufrieden mit ihr, muss aber bei all meinen lichtstarken Objektiven (Sigma 30mm 1.4, Canon EF 50mm 1.8 II und Sigma Macro 150mm APO OS 2.8) jedesmal sofort nach Aufnahme kontrollieren, ob es wohl eh scharf geworden ist. Das kann doch nicht der Sinn sein, oder? Oder gibt es aus Sicht von Hrn. Westphalen oder von anderen hier einen Grund, warum das Video von traumflieger nicht brauchbar als „Beweis“ für das – für mich augescheinliche -Problem mancher 70D Bodies ist? Was hat er denn falsch gemacht? Darf man mit kurzer Brennweite nicht auf einen Baum in 15m Entfernung scharf stellen? Würde mich wirklich interessieren, wie ihr das seht. Bitte um kurze Antwort.

        • Ich habe das jetzt auch mal gesucht und angeguckt. Er fotografiert durch das offene Fenster, das geht grundsätzlich. Allerdings gibt es im Winter Thermische Unterschiede zwischen Innen und Außen, die den Testaufbau für lange Brennweiten ungeeignet machen (kann man sich hier angucken: http://fotoschule.westbild.de/2012/01/supertele-unscharf/ ). Ich hätte das ganze trotzdem etwas systematischer aufgebaut, mit einem konkreteren Schärfepunkt und konstanterer Temeperaturzone als in dem Video, aber er hat da keinen ernsthaften Quatsch gemacht.
          Ich habe mit den älteren Sigma-Objektiven auch manchmal inkonsistente Scharfstellung festgestellt, leider nicht immer korrigierbar, da manchmal Front- und manchmal Backfokus. Ich habe die 70D mit mindestens 15 Objektiven verwendet und kann sagen, dass ich mit dem AF sehr zufrieden bin und wenn nicht, dann half eine AF-Feinjustierung. Es gibt Objektive, bei denen das nicht geht, z.B. das 60er f2 Makro von Tamron, dass ich mal beim Fotohändler getestet habe an verschiedenen Bodies, das kann man dann aber nicht der Kamera anlasten.

          • Vielen Dank für die Infos. Ich habe ebenfalls viele Testreihen gemacht und möchte auch einmal ein kleines Bsp. herzeigen, wie der mittlere Sensor im worst case arbeitet: Link: http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/33133370. Ich hoffe, ihr versteht jetzt, was jene, die den Fehler reproduzierbar hinbekommen, bei diesem Problem so in Rage bringt. lG, Günther

          • Das ist ein gutes Beispiel. Erinnert mich ein bisschen an die Nikon D800, bei der anfangs der AF-Sensor oft schief eingebaut war. Wie sieht denn das auch, wenn man auf der anderen Seite des zentralen Messfelds scharfstellt?

        • Ich werde am Wochenende mit einem ef 50mm 1.8 II und einem ef 50mm 1.4 weitere tests durchführen. Gibt’s Vorschläge, was ich wie fotografieren soll? Abstand zum Objekt? Alle Fotos mit Offenblende? Und wie es ist das mit den AF Punkten? Soll ich jeweils z.B. 10 Fotos mit dem zentralen AF Punkt und jeweils 10 mit den benachbarten sowie – zum Vergleich – 10 im liveview Modus (also in Summe 60 Fotos) machen oder was würde euch interessieren?

          • Mein Vorschlag: Offenblende, ca 2,5m zum Objekt, am beste eine Wand mit parallel ausgerichteter Kamera, Testbilder ausdrucken und an die Wand pappen. Von Messfeld ganz links bis ganz rechts eine Reihe mit jeweils 3 Aufnahmen machen, eventuell auch eine von oben nach unten. Testbild schicke ich Ihnen gleich zu. btw: Vielen Dank! Ich finde das sehr interessant, wenn wir das hier eingrenzen könnten.

          • Vielen Dank Hr. Westphalen! Können Sie mir Ihre/ eine Ihrer mail-Adresse(n) geben? Dann schicke ich Ihnen von meiner privaten Adresse aus ein mail (auf das ich immer Zugriff habe), auf das Sie mir bitte das Testbild mailen können. Vielen Dank! Schön zu sehen, dass sich auch Experten dieses Problems annehmen!

        • Meine Kritik bezog sich nicht auf den Traumflieger-Test, sondern auf anderes Zeug aus diversen Foren. Der Traumflieger-Test war zum Zeitpunkt meines Posts noch gar nicht veröffentlicht!
          Nichtsdestotrotz hätte auch Stefan seinen Test etwas professioneller aufziehen können.
          Ich habe inzwischen alle meine Optiken einer Feinabstimmung unterzogen und das „Problem“ damit weitgehend lösen können. Alte Objektivkonstruktionen sind aber weiterhin kritisch. Sind sie aber auch an anderen aktuellen Canon-Kameras mit Doppelkreuzsensoren und hoher Auflösung. Ich habe die Sache bei einem Händler mit einer 700D und dem 50/1.8er ausprobiert und siehe da: etwa jedes 2. Bild war matschiger als die anderen (wirklich scharf ist das 1.8er sowieso bei Offenblende nicht, und das fällt an einer 20MP-Kamera noch mehr auf als an einer 10 MP-Kamera) . Logisch: Auch dieser Versuch ist nicht reproduzierbar, weil mal eben aus dem Handgelenk im Fotoladen gemacht. Aber schon auffällig. Vor allem wundert mich, dass Besitzer der 3-stelligen sich nicht beklagen. Ist der „Fehler“ evtl. gar nicht sooo praxisrelevant?
          Ich fotografiere jedenfalls eher selten am helllichten Tage mit 1.8er Blende und mittlerem Fokuspunkt Objekte in großer Entfernung 😉

  3. Ich glaube, die Zusammenfassung trifft das Problem recht genau – ich hatte folgende Schwierigkeiten: In der Kombination EOS 70D mit meinem Tokina AT-X 2,8/100 Makroobjektiv ist es mir nicht gelungen, auch nur ein scharfes Bild (mittlerer AF-Punkt) in Live View Modus zu machen – durch den Sucher aufgenommen waren die Resultate hervorragend. Da ich schon seit längerer Zeit mit einem neuen Makroobjetiv geliebäugelt hatte, habe ich in ein Tamron 2,8/90mm (bildstabilisiert) inverstiert und siehe da, jetzt habe ich super Ergebnisse, auch im Live View Modus.
    Ich bin auch der Meinung, viele User sind durch die negativen Meinungen zum AF-Problem der EOS 70D sehr verunsichert und beurteilen die Problematik nicht mehr ganz objektiv – was nicht heissen soll, dass vereinzelte Modelle fehlerhaft sind.

  4. Ich kann das gesagte nur unterschreiben. Nach einigen sehr positiven Autofocus-Test mit der 70D kam es dann zu etwas ähnlichem mit dem EF 50mm f1.8 II, sodaß ich glaubte auch ich hätte doch das AF-Problem an der 70D. Nach weiteren Tests mit dieser Optik (ich meinte damals die Plastikscherbe könnte ich mir sparen zu testen) an der 600D stellte sich aber ähnliches Problem ein. Ergo –> die Platikscherbe ist der Schuldige! Übrigens brachten weitere Tests mit dieser Optik auch wieder sehr viele gute Ergebnisse an beiden Bodies zutage,

    p.s.: Für das EF 50mm f1.4 USM kann ich nur positives berichten!

    • Bei mir ist das 1,8er genauer als das 1,4er. Aber an der 70D kann man ja beide justieren und dann ist das 1,4 das schönere Objektiv. Das 1,8er ist allerdings viel besser als sein Ruf, etwas abgeblendet ist das knackscharf, für den Preis nicht zu schlagen.

    • Meine (2 Wochen alt !!) ist gestern erst mit dem 50 mm, f1,8 zum Service.

      Ich bin mir dessen bewusst, dass es nicht unbedingt mein Bestes Objektiv ist, aber dafür das offenblendigste dass ich habe (noch!).

      Makro, respektive Nahaufnahmen (Schmuck, Blumen, ect.) absolut knackescharf !!! Alles mit Blende f1,8 !!! Aber ab 4 Meter ist nur noch der Live-Modus scharf…Sucher sieht aus wie eine billige Kompaktkamera. >:(

      Bin gespannt was dabei heraus kommt. Ich habe im Reklamationsschreiben u.a. folgendes rein geschrieben: „…erstellt die Kamera im Sucher-Modus NICHT die gleiche Bildqualität wie im LV-Modus, brauchen Sie mir die Kamera nicht zurück schicken !!

  5. Hallo Herr Westphalen,

    das ist schon sehr interessant und einleuchtend, was sie zusammenfassen. Könnte Canon das nicht auch so differenziert darstellen? – und damit die Ursachenspekulation beenden?
    Ich habe aber eins nicht verstanden: Wenn das Problem (wie oben erwähnt) eine nicht ganz stufenlose Regulierung der Schärfe durch das Objektiv ist, warum gibt es dann Unterschiede zwischen AF- und Live view- Auslösung, das offenbar angeschuldigte Objektiv verfügt doch bei beiden Verfahren über den gleichen Mangel??!!
    Vielen Dank
    mfg

    • Im normalen Phasen-AF wird der letzte Schärferegulierungsbefehl an das Objektiv gegeben, wenn der Spiegel bereits hochklappt. Dieser wird also nicht noch einmal nachgemessen. Das klappt normalerweise gut und erhöht die Geschwindigkeit, manchmal macht das Objektiv (alter Bauart) daraus aber einen zu großen Schritt und dann stimmt die Schärfe nicht.

      Rätselhafter ist der Fall, wenn ein Objektiv die Schärfe im Livebild nicht hinbekommt, aber im Phasen-AF schon. Ich vermute, dass das Problem zwar hier auch mit den Motoren zusammenhängt, aber ursächlich an einem Kommunikationsproblem zwischen Kamera und Objektiv hängt. Ich habe das bisher auch nur bei zwei alten Fremdherstellerobjektiven erlebt.

  6. Hallo

    Ich bin schon längerem am überlegen , ob ich mir die 70D holen soll. Da es aber keine klare Aussage über das AF-Problem gibt, weis ich nicht ob ein Kauf sinnvoll ist.
    Hier im Forum lese ich, dass es bei älteren Konstruktionen/ Objektiven auftritt, d.h. bei neuen Objektiven tritt dieser Fehler nicht auf?? Da Ich Neueinsteiger wäre, hätte ich dann sowieso nur neue Objektive.

    Gruß Daniel

    • Moin Daniel,

      ich denke, dass nichts gegen die Kamera spricht. Ich kaufe eh fast alles beim Händler und probiere die Sachen aus, bevor ich sie mitnehme. Ich habe eine der ersten gekauft, die damals rauskam und meine hat absolut keine Macken.
      Ältere Konstruktionen sind auch heute noch auf dem Markt, das EF50mm f1,4 USM ist so ein Beispiel, das 50er f1,8 auch.

  7. Hallo Herr Westphalen,
    zunächst ein Dank an Sie für Ihre sachlichen Darstellungen auf dieser Seite.
    Auch ich denke über die Anschaffung der 70D nach. Aktuell ist die 400D im Einsatz mit einem Tamron 18-270 als immerdrauf, was sich für Familienfotografie sehr bewährt hat.
    Frage: ist das Tamrron (gekauft vor ca. 4 Jahren) aus Ihrer Sicht ein älteres „Risikoobjektiv“ oder sollte es normalerweise von dem Phänomen nicht betroffen sein? Ich möchte es weiterverwenden.
    Andererseits möchte ich keine negativen Überraschungen erleben, wenn ich später mal lichtstärkere Objektive hinzukaufe.
    Besten Dank im voraus.
    Gruß
    Helmut

    • Moin Helmut,

      Ich vermute, dass das Tamron an der 70D nicht schlechter fokussieren wird als an der 400D. Allerdings werden Sie vielleicht trotzdem enttäuscht sein, weil das Objektiv an einer aktuellen 20MP-Kamera mehr gefordert wird als an einer älteren 10MP-Kamera. Die Bilder werden nicht schlechter werden, sondern etwas besser, aber Sie sehen viel mehr Unschärfen, weil die Kamera viel höher auflöst. Wenn Sie im Raw-Format fotografieren, können Sie die chromatische Aberration des 18-270 in Adobe Lightroom herausrechnen. Ich hatte die 400D auch mal, eine schöne Kamera aber zur 70D liegt eine Welt dazwischen. Sie werden mit der Kamera sehr zufrieden sein, aber ob das Objektiv Ihnen dann noch genau so gut gefällt, das weiß ich nicht.

      • Hallo Herr Westphalen,
        vielen Dank für die superschnelle Antwort.
        Die für mich in der Praxis wesentlichen Verbesserungen zur 400D, die ich erwarte, sind höhere Serienbildgeschwindigkeit, geringeres Rauschen bei höheren ISOs und präziserer Autofokus sowie die Bedienungsvielfalt. Alternativ denke ich über die 700D nach.
        Gruß
        Helmut

        • Die 700D ist ein prima Allrounder für Amateure, die 70D ist die kleinste Profikamera von Canon. Topdisplay, Daumenrad, AF-Feinjustage, WLAN, Dual-Pixel-AF, etwas besserer Sensor, schneller, 19 Punkt-AF… Für den Mehrpreis bekommt man auch eine Menge. Allerdings kommt das auch auf das Budget an, wenn man den Preisunterschied für Objektive ausgibt, kann das genauso sinnvoll sein. Aus der 70D werden Sie jedenfalls nicht so schnell herauswachsen, die ist wirklich rund und auf der Höhe der Zeit.

          • Hallo Herr Westphalen,
            ich habe nun tatsächlich zugeschlagen und seit gestern die 70D, nur Body. Erster Eindruck sehr gut. Nutze das alte Tamron 18-270 (noch ohne PZD).

            Etwas irritiert bin ich bzgl. des Fokus: via Sucher wird sofort scharfgestellt mit minimalem Motorgeräusch, so stellt man sich das vor. Via Liveview dauert es 1-3 Sekunden und in der Zeit ist das Objektiv ständig in Bewegung, deutlich hörbar. Mir ist klar, daß der LiveView langsamer ist, aber ist dies wie ich es beschreibe normal? Wäre dies bei STM-Objektiven anders/besser?

            LiveView hatte ich bei der 400D ja nicht, daher fehlt mir der Vergleich.

            Besten Dank im voraus.

            (Wenn ich die Kamera (hoffentlich!) zufrieden behalte, muß ich mir noch Ihr Buch kaufen)

            Gruß
            Helmut

          • Das variiert je nach Objektiv. Das (sehr gute) 40mm STM ist nicht sooo leise und auch nicht extrem schnell, beim 10-22mm STM fragt man sich, ob das Objektiv überhaupt was gemacht hat, weil das praktisch unhörbar ist. Am besten, einfach mal zum Händler gehen, was dransetzen und ausprobieren

    • Ich habe derzeit die 40D und die 70D. Die 40D macht knackscharfe Bilder (durch den Sucher) und zwar jedes Mal. Mit der 70D habe ich wesentlich mehr Probleme mit der Schärfe bei Verwendung des zentralen Sensorfeldes im Sucher. Sie trifft nur bei zwei von zehn Versuchen, wenn man zwischen nahen (5m) und fernen (20-40m) Motiven abwechselnd auslöst. Dabei hat sie einen Frontfokus von einigen Metern. Der Effekt ist bei beiden Objektiven (EF 85mm/1,8/ USM und Canon EF 17-40mm/1:4,0 L USM) zu beobachten. Die 70D wurde auch schon zur „Reparatur“ eingeschickt, was jedoch nichts gebracht hat. Ich bin der Meinung, dass die 70D schlechter fokussiert als die 40D. Mich würde Ihre Einschätzung dazu interessieren.

      • Moin Hartmut,

        das klingt nach einem ernsten Problem. Ferndiagnosen sind schwierig, ich bin ja nicht bei Astro-TV ;). Aber wenn Sie an einer Einschätzung interessiert sind, können Sie mir gerne Beispielbilder zusenden als Originaldatei. Wenn es mehr wird, am besten über wetransfer.com (das ist kostenfrei, auch wenn einem dort Premium-Mitgliedschaft angeboten wird). Einfach an info(at)westbild.de. Und ich guck mir das dann mal an.

          • AF bezogen auf den Sucher. Es gibt allerdings auch Objektive, die im Livebild-Modus beim AF mucken. Das Sigma f2,8 50mm Makro ist so ein Beispiel, das liegt im Livebild oft daneben und ist interessanterweise über den Sucher genauer. Aber das sind seltene Ausnahmen mit alter Motortechnologie.

  8. Ich habe eine Frage. Ich muss vorweg schicken, dass ich vom Fotographieren keine große Ahnung habe. Ich zeichne hauptsächlich und habe mir als Ergänzung und hauptsächlich um Portraits zu machen eine 70 D mit einem Canon EF 50mm/ 1,4/ USM Objektiv gekauft, was auf dem Papier eine sehr gute Kombination sein sollte. Ich habe das Gefühl bei den Fotos die ich mit der Vollautomatik gemacht habe, dass die Schärfe willkürlich irgendwo liegt. Ich kann, da ich keine große Erfahrung habe nicht ausschließen, dass ich mich bei der Bedienung irgendetwas falsch gemacht habe.
    Ganz dumm gefragt, kann meine Autofokusfeinabstimmung auch mit der 70D machen, oder beschränkt sich das auf die professionellen Modelle wie die 5 D (im Handbuch habe ich nichts dazu gefunden). Oder macht es Sinn da ich 2 Wochen Zeit habe das Ganze umzutauschen frage ich mich jetzt bevor ich weiteren Ärger bekomme, ob ich Kamera, Optik, oder Kamera und Optik umzutauschen
    Vielen Dank, Derek Roczen

    • Moin, das 50er f1,4 ist in der Tat etwas schwierig beim fokussieren. Sie sollten auf jeden Fall eine Fokusjustage durchführen für dieses Objektiv und gucken, ob es besser wird.
      Sie finden die Funktion in vorletzten Menü unter C.Fn II Autofokus und dort unter Punkt 13. Wenn Sie perfekte Schärfe bei 50mm haben wollen und Sie etwas mehr Geld ausgeben können als für das Canon 50er, dann sollten Sie sich das Sigma 50mm f1,4 Art anschauen und den zugehörigen USB-Adapter, mit dem Sie den Fokus sehr exakt einstellen können. Das liegt aber bei ca. 850€ plus 49€. Dafür haben Sie dann aber auch eines der besten Objektive überhaupt.
      http://www.dpreview.com/lensreviews/sigma-50mm-f1-4-dg-hsm/3

      Ich besitze das EF50mm f1,4 USM auch und meines ist an der 70D inzwischen zufriedenstellend, nachdem ich die Fokusabstimmung auf +9 gestellt habe.

      • Hallo, Herr Westphalen,

        das von Ihnen vorgeschlagene Objetiv wollte ich mir auch holen (mit USB Dock), nachdem ich sehr gute Erfahrungen mit der neuen Produktlinie von Sigma gemacht habe (genauer: mit dem Sigma 17-70mm F2,8-4 DC Makro OS HSM [C]). Es war mir aber aktuell zu teuer!

        Deshalb habe ich mir das Sigma 50mm F1,4 EX DG HSM besorgt. Ist das das, welches Sie auch haben? Kann man damit zufrieden sein und ist das Objektiv gleichwertig oder besser als das EF 50mm f/1.4 USM?

        Ich habe nach einem Umstieg von der 600D auf die 70D ebenfalls Probleme mit der Schärfe beim Autofokus! Bei der 600D wurde mit diesem neuen Objektiv bei Offenblende kein Bild scharf! Mit der 70D ist es etwas besser, aber auch nicht so gut, wie z. B. das Bild von dem Schwan von Ihnen. Wenn das wirklich mit der 70D aufgenommen wurde, habe ich entweder schlechte Objektive oder muss muss noch etwas (bzw. deutlich) mit der AF Feinabstimmung (auch ein Grund, warum ich mir die 70D besorgt habe) herumspielen!

        Bekommt man das selber hin oder sollte man das Gerät einschicken? Und wenn ja, wohin? Besser zum Hersteller der Kamera samt Objektiv oder zum Hersteller des Objektivs samt Kamera?

        Vielen Dank für ein Feedback!

        Grüße

        Kai Totzek

        • Moin Herr Totzek,

          Das alte Sigma 50er f1,4 ist in der Abbildungsleistung mindestens gleichwertig mit dem Canon f1,4, die Objektive liegen aber nah beieinander. Das Ich selbst habe das neue Art-50mm gekauft, das wirklich extrem gut ist, aber eben auch bei knapp 1000€ liegt.

          Die AF-Feinabstimmung kann man in jedem Falle selbst machen, da können Sie auch nicht kaputt machen, weil Sie die Werte aus der Kamera jederzeit einfach wieder auf 0 setzen können. Die bringt allerdings nur dann etwas, wenn die Abweichung immer in die gleiche Richtung gehen. Wenn der Fokus erratisch mal vor oder hinter dem anvisierten Schärfepunkt liegt, ist meist das Objektiv schuld. Dann müssen Sie die Kamera aber nicht mit einschicken. Sie können das Objektiv dann zum Hersteller einsenden, aber das muss nicht unbedingt helfen. Das alte Sigma 50mm f1,4 ist eine Fokuszicke, das werden Sie wahrscheinlich bei Offenblende nicht bei jeder Belichtung auf den Punkt genau hinbekommen können. Eine Justage sollten Sie in jedem Fall selbst probieren, und wenn es sehr exakt werden muss, dann können Sie auch den Livebild-AF der EOS 70D ausprobieren, der zu den besten erhältlichen Live-Fokussystemen gehört.

          • Hallo, Herr Westphalen,

            vielen Dank für die Antwort!

            Ich habe das gerade getestet: mit dem Livebild-AF wird ein Testbild selbst bei Offenblende knackscharf; durch den Sucher brauchte ich drei Versuche, bevor ich ein halbwegs verwertbares Bild bekomme.

            Ich versuche eine AF Feinabstimmung jetzt einmal mit dem SpyderLensCal von Datacolor.

            Und darf ich Ihnen vielleicht ein Testbild zukommen lassen, nachdem Sie beurteilen, ob das Objektiv grundsätzlich ok bzw. benutzbar ist oder nicht doch besser umgetauscht oder zum Service geschickt werden sollte?

            Ansonsten hole ich mir vielleicht doch das Canon EF 50mm f/1.4 USM: Ist dort der Autofokus grundsätzlich weniger eratisch?

            Danke und Grüße!

            Kai Totzek

          • Moin Herr Totzek, Testbilder gucke ich mir gerne an, am besten per wetransfer.com verschicken (kostenfrei, keine Anmeldung, webbasiert).
            Das Canon EF50mm f1,4 ist an der EOS 70D (und nicht nur dort) sicher nicht die erste Wahl, wenn man AF-Genauigkeit erreichen möchte, ich würde ihnen das nicht empfehlen. In dieser Preisklasse müssen Sie momentan noch mit Ungenauigkeiten leben. Ich würde wahrscheinlicher sogar eher das f1,8 50mm von Canon kaufen, das hat zwar ein etwas schlechteres Bokeh, ist aber in Preis/Leistung kaum zu toppen. Wahrscheinlich kommt von Canon auch bald ein neues 50er, vielleicht mit IS. Das wird sicher sehr exakt fokussieren, denn Canon weiß schon, wie es geht. Aber es gibt halt noch ein paar historische Objektive im Programm, die an einer neuen Kamera nicht die allerbeste Leistung bringen können.

  9. Vielen Dank für die Antwort. ich muss das Morgen mal probieren. Ich bin ein bisschen verunsichert durch das was im Netz steht, wobei da viel Quatsch und Halbwissen dabei zu sein scheint. Was hier steht klingt dagegen sehr plausibel.
    Für mich ist es insgesamt ein bisschen schwierig, weil ich selber eine große Fehlerquelle und damit Unbekannte in der Rechnung bin. Wenn es tatsächlich an der Kamera oder Optik liegt wird es nicht leicht werden das herauszufinden. Ich werde versuchen das mit meinen Mitteln herauszufinden und den oben beschriebenen Test zu machen.

  10. Ich habe es ausprobiert. Ich dachte am Anfang ich hätte das Problem gelöst, da die Fotos im Nahbereich (ca. 1-5m) alle scharf waren (ich kam auf einen Wert von +11). Bei Motiven die weiter entfernt sind, die Fotos unscharf, allerdings nur bei den Fotos die über den Sucher gemacht worden sind, der Live View funktioniert immer. Das heißt vermutlich, dass ich am besten eine andere Optik kaufen muss. Die Canon EF 50mm/ 1,4 wäre meine einzige Optik gewesen, und dann ist das doch ein bisschen nervig. Das Sigma ist leider zu teuer für mich.

  11. Vielen Dank für die zahlreichen Hinweise für das „AF-Problem“ der 70D. Wie sind Ihre Erfahrungen mit dem Kit-Objektiv der der 70D? Ich habe mit meinem 18-55 IS STM ebenfalls das Problem, dass viele Bilder unscharf werden, wenn ich den Sucher verwende. Per Live-View werden die Bilder immer scharf. Dies habe ich in unterschiedlichen Aufnahme-Modi und verschiedenen AF-Feldern festgestellt, wobei ich meist den mittleren verwende und mit OneShot aufnehme.
    Ist es hierbei auch hilfreich eine Justage vorzunehmen? Gibt es hierzu Erfahrungswerte?
    Mfg
    Peet

    • Ich habe das Objektiv auch und bei mir sitzt der Fokus gut. Wenn das oft in die gleiche Richtung abweicht, würde ich eine Justage mal versuchen. Man kann die Werte ja auch leicht wieder rauschlöschen, wenn es nicht helfen sollte.

  12. Sehr guter Artikel. Ich fotografiere ebenfalls mit einer 70D und bin damit sehr zufrieden. Die Bilder werden scharf, wenn nicht, ist es mein Fehler. Bin überrascht wie gut, schnell und präzis die Kamera fokussiert, viel besser als die 60D. Die 70D fokussiert selbst bei schwierigen Verhältnissen recht präzis, nur muss man sich Mühe geben, richtig zu fokussieren. Es lohnt sich auszuprobieren. Mit der 60D hatte ich sehr oft unscharfe Bilder. Meine Bilder sind um ein Vielfaches besser geworden. Bei gewissen Objektiven hatte ich anfangs das Problem, dass der AF wegen der Schnelligkeit blockierte. Die Diskussion um Live view kann ich nicht nachvollziehen, da die Kamera anders misst. Man muss es richtig einstellen. Die Test bei gewissen Video sind meiner Meinung nach nicht korrekt, da die Kamera so nicht scharf stellen kann. Bin mit dem Autor einverstanden, nach der 5D Mark III finde ich die 70D die zweitbeste Kamera, die wir haben.

    • Ich hatte die 70D mit in Frankreich und war wieder sehr angetan vom AF, auch vom schnellen Tracking bei bewegten Motiven. Es gibt sicher ein paar Nutzer, deren Kamera nicht das macht, was sie soll, aber die 70D ist nicht grundsätzlich schlecht im AF.

    • Bei mir werden die Bilder mit den 18.55 auch nich scharf was kann ich machen bei meiner alten 650 d War alle super und jetzt finde ich es sehr schlecht

      • Moin,

        welches 18-55 ist denn das? wenn es die Version ohne Bildstabilisator ist, würde ich das Objektiv gegen eines mit Stabi austauschen, die sind deutlich besser in der optischen Leistung. Ansonsten würde ich eine AF-Justage probieren und gucken, ob das Problem damit gelöst ist. Wenn das nicht hilft, mal mit anderen Objektiven testen.

  13. Hallo Herr Westphalen,

    ich habe mir nun das ganz einfache 50mm 1.8 II Objektiv zugelegt und mit der 70d ausprobiert. Zunächst war ich geschockt – alles unscharf. Dann habe ich Ihren Tipp der Objektivjustierung in der Kamera befolgt. Bei einem Korrekturwert von +20, also dem Maximalwert, sind die Bilder scharf, wirklich gut. Mich überrascht etwas, daß ich bis auf den Maximalwert gehen mußte. Bei anderen Objektiven (zB 18-135 STM) muß ich fast gar nicht korrigieren. Ich habe Canon angerufen, dort sagte man mir, es sei kein Problem, daß die Kamera vor Ort justiert werden könne und ich mich dann auch bei dem lichtstarken Objektiv im normalen Anpassungsbereich der Kamera befinden werde. Sehe Sie dies auch im Bereich einer möglichen Justage durch Canon? Übrigens hat Canon gleich gesagt, daß dort auch ggf. Probleme mit dem mittleren Fokuspunkt behoben werden könnten.

    Eine zweite Frage: in Ihrem Buch schreiben Sie, daß der Fokus nur bis Blende 5.6 normal funktionieren würde, darüber würde die Kamera dies bemerken und anders agieren. Problematisch sei es, wenn die Kamera es bei bestimmten Objektiven oder Filtern nicht bemerken würde. Hat dies etwas mit dem Fokusproblem zu tun? Ansonsten äußern Sie sich ja begeistert von dem Autofokus.

    Besten Dank.
    Gruß
    Helmut

    • Ich würde die Kamera nicht zu Canon schicken, solange es nicht eine wiederkehrende Abweichung bei mehreren Objektiven gibt und solange die interne Korrektur das nicht gut in den Griff bekommt.

      Die Blende 5,6 bezieht sich auf die Offenblende. Wenn Sie zum Beidpiel ein 70-200 f4 mit einem 2fach-Konverter eines Fremdherstellers kombinieren, der nicht den sich daraus veränderten Blendenwert an die Kamera weitergibt, dann versucht die 70D bei Blende 8 zu fokussieren, bekommt das aber nicht hin. Im Livebildmodus arbeitet sie aber bis Blende 11, allerdings funktioniert das mit bewegten Motiven dann nicht mehr zuverlässig.

      Das hat also nichts mit den geschilderten AF-Problemen zu tun, die sich meist auf ältere und lichtstärkere Festbrennweiten beiziehen.

  14. Hallo Zusammen,

    wenn ich mir anschaue, wer sich bisher zum Fokusproblem geäußert hat, fällt mir folgendes auf:
    Von Canon kommt nichts. Zumindest ist mir nichts bekannt.
    Von Fachzeitschriften habe ich bisher auch noch keine Stellungnahme gesehen. In keinem Testberich taucht etwas darüber auf. Sollte ein solches Problem tatsächlich von allen Testern übersehen worden sein?
    Bisher haben nur wenige „Profis“ wie z.b. Traumflieger Stellung bezogen. Dort wurde auch gezeigt, dass die Kamera bei den dort gegebenen Umständen nicht vernünftig scharf gestellt hat, in diversen Foren steht vergleichbares.

    Mir stellt sich nur die Frage nach dem „Praxisbezug“.
    Wie groß ist das Problem wirklich? Sturm im Wasserglas??
    Nach meinem bisherigem Wissensstand tritt das Problem nur auf, wenn folgendes gegeben ist:
    Ein sehr lichtstarkes Objektiv mit voll geöffneter Blende (1:1,4 oder 1:1,8).
    Nur Spotmessung (nur der mittlere Messpunkt).
    Nur über den Sucher fotografiert wird.
    Das Objekt weiter entfernt ist.

    Sollte es ein Problem sein, das auf Hardware oder Software der 70D zurückzuführen ist, so müssten aber alle Käufer das Problem haben. Man kann aber durchaus viele Berichte von begeisterten Nutzern finden.
    Oder sind die Testszenarien so extem, dass die Kamera daran scheitern muss? Immerhin wird ja auch an verschiedenen Stellen berichtet, dass andere Kameras (z.b. 700D) im selben Szenario scharfe Bilder liefern.

    Tritt das Problem auch mit einem der Kit-Objektive auf? (18 -55 bzw. 18 – 135) Dazu habe ich bisher nichts gefunden.
    Kann jemand dazu etwas beitragen?

    • Ein Problem, dass alle 70D betrifft, gibt es sicher nicht, da reicht allein meine 70D als Gegenbeispiel. Es gibt Leute, die tatsächlich ein Problem mit ihrer Kamera haben, allerdings bezog sich das meist auf eine Kombination mit älteren Objektiven (z.B. 50mm f1,5 oder 85mm f1,8 sind Beispiele dafür). Ich vermute aber, dass das Problem tatsächlich so selten auftritt, dass Canon das mit Recht als EInzelfälle behandeln kann und nichts über ein Serienproblem kommunizieren müsste.
      Das Problem lässt sich allerdings dann auch mit den anderen AF-Feldern reproduzieren. Beim mittleren kann man nur andere Einflussfaktoren besser ausschließen.

      Die Frage nach den Objektiven würde mich auch interessieren. Gibt es z.B. jemanden, der mit einem EF70-200mm f2,8L IS II Probleme an der 70D hat? Oder mit anderen neueren und besseren Zooms? Ich habe da bislang noch kein Beispiel gehört.

      • Bei mir hängt u.a. das Tamron 70-200 2.8 VC an der 70D. Eine perfekte Kombination, die völlig problemlos funktioniert. Aber auch das alte Sigma 70 mm 2.8 DG Macro liefert an der 70D gestochen scharfe Bilder und hat sich deswegen wieder zu einer meiner Lieblingslinsen im unteren Telebereich (ca. 100 mm Kleinbildäquivalent) entwickelt, obwohl es relativ langsam und recht laut ist.

        • Hallo,
          ich habe mir vor kurzem eine 70D zugelegt und habe auch nur das Kit-Objektiv!
          mit diesem konnte ich keine unschärfen feststellen!
          (Ich muss dazu sagen, das es meine erste DSLR ist)
          Kann ich meine Kamera jetzt irgendwie testen ob evtl ein fehler vorliegt, bevor die Garantie abläuft 😉
          Ich frage nur, da nach einer kurzen Suche im Internet anscheinend viele dieses Problem haben
          Viele Grüße

          • Wenn die Kamera bei Offenblende auf das scharfstellt, worauf Sie den AF ausgerichtet haben, dann ist Sie in Ordnung. Und wenn Ihre Bilder technisch gut werden, dann ebenso.
            Gehen Sie lieber raus und machen Sie gute Bilder, als sich um Pixelpeeping zu kümmern 🙂

  15. Also ich muß mich hier mal zu Wort melden da ich es nicht glauben kann das auch nur annähernd eine 70D ab Blende 2.8 funktioniert. Ich habe jetzt nun schon die zweite und es geht nicht. Ich habe hunderte Testaufnahmen gemacht und versucht meine Objektive zu justieren, alles für den Arsch. Ich habe eine Großzahl nur L Objektive. Ich kann 10 Aufnahmen in Folge machen ohne das Stativ zu ändern und jedes Bild sieht anders aus. Vielleicht ist auch mal ein gutes dabei. Im live view brauch ich nur ein Foto zu machen und alles ist perfekt. Ich könnte nur kotzen über das Ding. Am Montag geht es auf nimmer wiedersehen zurück.

    • Meine 70D funktioniert auch bei Blende 1,2, klar ist dann im dunklen Jazzkeller auch mal eines nicht auf den Punkt, aber das passiert mir mit jeder Kamera. Ich würde Ihnen anbieten, dass ich mir mal Bilder angucke, aber ich habe das Gefühl, dass Sie wirklich schon genug vom herumprobieren haben. Und wenn der Wurm drin ist, dann lieber weg damit, bevor man zuviel Lebenszeit reingesteckt hat. Ich wünsche Ihnen, dass Ihre nächste Kamera absolut frustfrei ist.

    • Also, wenn Sie bei Blende 5 auch keine scharfen Bilder hinbekommen, handelt es sich nicht um das „bekannte“ Problem mit mittlerem AF-Feld und Objektiven mit Blende 2,8 abwärts. Das ist dann definitiv ein Fall für den Canon-Service.
      Ich habe in den letzten Wochen viel in Dunkelheit und Dämmerung gemacht (Weihnachtsmärkte, Lichtevents etc.) und trotz schwieriger Bedingungen (Low-Light, hohe ISO, Offenblende …) keinerlei AF-Probleme feststellen können. Ich denke immer noch, dass sich alte Objektivkonstruktionen und neue Kameratechnik tlws. ungünstig auswirken. Es scheint ja auch längst nicht mit allen Objektiven Probleme zu geben.

  16. Hallo Herr Westphalen, hallo 70D-Community

    zunächst vielen Dank für die verständliche Darstellung der Problematik.
    Eines Vorweg: ich bin absoluter Fotografie-Neuling und möchte mit der 70D den Einstieg finden.
    Nun habe ich die letzten Tage damit verbracht mich mit der 70D auseinander zu setzen und habe auch einige AF „Testreihen“ durchgeführt. Mein Testaufbau sieht wie folgt aus:
    – Kamera auf Stativ
    – Canon EF 50mm 1,8 II
    – als „Ziel“ ein Meterstab, welcher in ca. 2m Entfernung vor der Kamera liegt
    – helles Tageslicht
    – single shot, mittlerer Fokuspunkt
    – Modus M oder Av (um Bedienungsfehler zu minimieren), Blende 1,8
    – Aufnahme im Raw-Format

    Bei den Testreihen ergab sich, dass im Vergleich zum Liveview, in welchem es konstant einwandfreie Bilder gibt, ein leichter Frontfokus festzustellen ist. Dieser konnte über die Feinjustage behoben werden (+8).
    Allerdings hatte ich einen Ausschuss von etwa 25-30% bei ca. 50 nacheinander aufgenommenen Bildern, bei welchen sich der Fokus um ca. 15cm nach vorne verschoben hat. Daran hat natürlich auch die Feinjustage nichts geändert, nur das jetzt eben 70-75% der Bilder für meine Begriffe perfekt sind.
    Ich konnte das Objektiv auch an einer geliehenen 600D unter obigen Bedingungen testen, bei welcher alle Bilder gleich scharf waren.

    Jetzt zu meiner Frage: Ist die Verschiebung des Fokus ein durch die Kamera-Objektiv Kombination ein zu erwartender Fehler, etwa durch die andere Archtiektur der 70D, oder ist es als Fehler zu bewerten? Da ich wie gesagt noch keine Erfahrung mit DSLR-Fotografie besitze kann ich nicht einschätzen, ob ich damit leben muss oder ich die Kamera einschicken sollte.
    Leider konnte ich bis jetzt keine anderen Objektive testen.

    Vielen Dank und einen guten Rutsch!

    Thorsten

    • Moin Thorsten,

      Ich habe das am meiner 70D mit dem 1,8 50er auch einmal getestet. Auch da sind leichte Schärfeabweichungen normal. Meine 70D würde ich nicht einschicken, weil sie insgesamt sehr gute Fokusleistungen liefert. Es kann aber sein, dass sie mit alten Objektivkonstruktionen wie auch das f1,8 50mm eine ist, etwas empfindlicher reagiert als eine 600D. Ich würde damit leben, insgesamt ist die Fokusleistung der 70D um Längen besser als die der 600D, die auch keine schlechte Kamera ist, aber deutlich älter und eine Klasse drunter. Das merkt man.

      Guten Rutsch und ein gutes 2015 (mit neuen Objektiven 😉 )
      Christian

      • P.S.: Ich habe mir gerade mal angesehen, was meine 600D damals mit dem 50mm f1,8 bei offenen Blenden gemacht hat. Das war in der Praxis bestimmt nicht besser als die 70D. In Lightroom kann man so schöne schnell nach Kamera/Objektiv/Blendenwert filtern…

  17. Hallo Zusammen

    Ich bin seit vorgestern Besitzer der 70d (Vorher 550d), und hatte, wie viele Andere das Gefühl meine sei auch nicht OK mit dem Fokus :-), mir scheint das viele mit dem 50mm II Probleme haben, ich nämlich auch. Was habe ich gemacht, die Objektivkorrektur auf +8 gestellt, siehe da! Der AF sitzt um Welten besser als vorher. Vorher wars etwa 20 – 80%, jetzt umgekehrt. Beim 24mm 2.8 STM siehts anders aus, durchwegs schlechte Bilder, mit der Live View sind sie OK, Das werde ich nun in der richtigen Welt noch testen (Licht, Motiv, usw.), da ich finde das ein Indoor Test mit den nötigen Abständen und Ausleuchtung nur mässig Rückschlüsse bietet (Sieht in einem Studio mit perfekter Ausleuchtung doch viel besser aus).
    Folgende Objektive habe ich getestet, Indoor, mit der Testchart dieses Blogs. Abstände wie oben beschrieben eingehalten, Stativ und Tageslicht, so gut wie es ging.

    EF-S 60mm 2.8 Macro: Mässiges Ergebnis, Bilder waren durchweg Matschig
    EF 50mm 1.8 II: Mässig, nach Korrektur mit Offenblende akzeptabel,
    EF-S 24mm 2.8 STM, Schlecht, das muss ich draussen nachvollziehen.
    Tamron 17-50MM 2.8, die waren erstaundlich gut. Der Stabilisator war natürlich aus.

    Und da es ja nur bei lichtstarken Objektive passiert packe ich auch nur die ein.

    Generell habe ich das Gefühl das es mit Offenblende bei schlechtem Licht wirklich zu Problemen kommt. Das würde ich aber nie auf die Cam schieben. Da hier nach meiner Erfahrung immer Probleme bestehen können. Da Fokusiere ich lieber von Hand mit der Displaylupe (und Stativ).

    Wenn es OK wäre, würde ich die geschossenen Bilder dann hier verlinken, das sich jeder mal ein Bild machen kann und seine Meinung dazu abgeben könnte. Da es sich bestimmt bei den meisten um das 80%-20% Einsatzgebiet handelt 80% Tageslicht 20% Blaue Stunde/Nacht.

    Viele Grüsse
    Beat aus Bern

    • Moin Beat,

      klar, die Bilder kannst du gerne verlinken. Ich habe gerade das 24er STM, das ich bisher nur an der 7D Mark II hatte und das 60er Makro an die 70D gepackt und bekam mit beiden bei Offenblende gute Ergebnisse. Von dem 24er bin ich ziemlich begeistert, auch Farbzeichnung und Streulicht-Resistenz sind wirklich gut.
      Viele Grüße,
      Christian

      • Habe soeben auf meinem Balkon einen Engel aus der Hand im Av Modus bei 2.8 fotografiert, von 6 Bildern waren eines schlecht, da lag der Fokus um Welten daneben, ansonsten Tiptop. Es war das 60mm 2.8 Makro, war in meinem Indoor Test noch matschig und etwas unscharf, ich sehe das als Indiz zu meiner Aussage oben. Werde ich dann mitposten.

      • Hallo Christian

        An meiner 550d habe ich nicht viele Bilder mit dem 24mm geschossen, habe ich erst seit Dezember, das wird dann an der 70d mehr zum Einsatz kommen. Sehr gut gefällt mir das 10-18mm STM! Preis/Leistung ist für mich Top. Ansonsten habe ich sehr oft das 18-135 nicht STM drauf, oder eben das Tamron, was aber schon an meiner 550d nich wirklich gut war mit Autofokus und Blaue Stunde/Nacht.

        Viele Grüsse aus Bern
        Beat

  18. Die Aussage zum Tamron 17-50 2.8 kann ich bestätigen, da auch ich es als Standardzoom an der 70d nutze. Selbst gegen das doppelt so teure Canon 17 – 55 2.8 muss es sich im Hinblick auf Auflösung und Kontrast lediglich im Bereich der Ränder geschlagen geben. Für mich ein echter Preistipp.
    Dem Bildstabilisator von Tamron muss man etwas Zeit zum „einzuschwingen“ geben, dann funktioniert er wunderbar. Das gilt genau so auch für mein Tamron 70 – 200 2.8 und scheint bei Tamron konstruktionsbedingt zu sein. Für schnelle Schnappschüsse ist er daher eher untauglich. Bei ausreichender Verschlusszeit schalte ich ihn daher aus und bei Stativaufnahmen sollte man die Stabis sowieso immer abschalten.

  19. Nun hier also mal meine Bilder die ich gestern geschossen habe:

    Zum Einsatz kamen:

    Tamron 17-50mm 2.8 VC II
    Canon 60mm 2.8 Macro
    Canon 24mm 2.8 STM

    Ich will hier nicht über Bildkompositionen, usw. sprechen, das war nicht primär mein Ziel, ich will hier zeigen das viele ev. einen Fehlfokus haben wenn das Licht, Kontrast, usw. nicht optimal ist, aber unter Tagesbedingungen und auch in Dunklen Gassen von Bern habe ich glaube ich ein recht akzeptables Ergebniss erzielt.

    Alle Bilder sind mit Offenblende geschossen, die Kamer machte den Rest (Av), auch da möchte ich nicht eine Diskusion vom Zaune brechen, ich denke das sehr viele eben genau, wenn nicht nur im „P“ oder dem „Grünen Teufelechen“ Modus ihre Bilder schiessen, somit kommt das für mich eher an die Realität. Es wurde kein Sativ verwendet, einfach schnelle Streetfotografie, ohne Aufbau usw.

    Ich sage, meine Cam ist OK, den so sollen Bilder aussehen.
    Tamron 17-50
    https://www.flickr.com/photos/128915306@N08/sets/72157649828079607/

    Canon 60mm Macro
    https://www.flickr.com/photos/128915306@N08/sets/72157650179444346/

    24mm STM
    https://www.flickr.com/photos/128915306@N08/sets/72157649827859467/

    Das 24mm ist für mich DER Kauftipp ;-), macht für den Preis sehr gute Bilder.

    Gruss aus Bern
    Beat

  20. Hallo Christian

    Habe soeben festgestellt das ich Dein Buch zur 70d bestellt habe. Dann freue ich mich auf spannende Stunden mit der 70d und Deinen Inputs.

    Gruss aus Bern
    Beat

    PS: Werde in geraumer Zeit noch einen Test mit dem 70 – 200 2.8 IS machen, nimmt mich dann wunder wie sich der Fokus verhält.

  21. Ich hatte eine 40d + EF-S 17-55/2,8, 70-300, 28/1,8, 50/2,5. Alles funzte problemlos.
    Dann hatte ich zwei 70D, die ich umgetauscht habe. Alle Objektive zeigten das gleiche Fehlerbild: Extremer Frontfokus bei Motiven in grösserer Entfernung, wobei am Bildrand etwas nähheres kontrastreiches war. (Gras reichte schon) Egal, ob es der Mittlere oder Fokuszonen waren. (Der Mittlere immer inbegriffen)
    Wie gesagt: umgetauscht … und eine 7D gekauft.
    Huch! Alle Linsen funktionieren wieder optimal!!! Da kann mir keiner erzählen, dass es ein Zufall oder ein User-zu-blöd-Error war.
    Wurst – Ich bin jedenfalls mit der 7D glücklich 🙂

    • Das ist auch eine schöne Kamera. Allerdings gab es, als die herauskam, genau die gleichen Diskussionen um die Fokusqualität. Aber natürlich kann auch die Kamera das Problem sein, wenn Spiegel, Hilfsspiegel, AF-Linsensystem oder AF-Sensor nicht exakt sitzen, dann stimmt der Fokus mit keinem Objektiv.

  22. Hallo Fotofreunde,
    ich möchte gerne von der 700D Upgraden. Kurz zu meiner Erfahrung. Ich Fotografiere seit einigen Jahren und hatte sogar eine Schulausbildung in Fotografie. Ich gehe also davon aus, das ich Bedienungsfehler ausschließen kann. 😉 Privat habe ich erst die 1000D und dann die 700D genutzt und möchte nun den nächsten schritt machen.
    Nun stößt man bei der Recherche zur 70D schnell auf das AF „Problem“ Ich nutze zur Zeit das Kit-Objektiv der 700D. Ein Tele welches eh keine größere Blende als 4 bietet und das berühmte 50mm 1.8er. Nun ist mir natürlich mulmig wegen den Berichten. Ich muss aber dazu sagen, dass ich selten Objekte fotografiere die weiter als einige Meter weg sind. Mein Hauptaugenmerk liegt in der People//Studiofotgrafie. Bei totaler Offenblende fotografiere ich auch nur wenn es mal „abgedreht“ werden soll. Ich möchte die 700D als Zweitkamera behalten, könnte also auf diese zurück greifen wenn mir bei einem Job mal der Fokus verhaut.

    Meine Frage nun, ist es sinnvoll auf die 70D zu setzen? Die 7D Mark I (EINS) ist kaum noch neu zu haben, die für mich die einzige alternative wäre. Ich würde die WLAN Funktion sowie den Schwenk/Touchdisplay eigentlich nicht missen wollen.

    Hoffe ihr könnt mir bei einer Entscheidungsfindung helfen.
    Besten Dank,
    Pascal

    • Moin Pascal,

      die Bildqualität der 70D ist besser als die der 7D Mark II, die einzigen Vorteile der alten Kamera liegen in etwas mehr Geschwindigkeit (8 statt 7 FPS) und soliderer Verarbeitung. Ansonsten ist die 70D in jeder Beziehung die bessere Kamera.
      Ich würde das ruhig machen, allerdings würde ich auch drüber nachdenken, etwas mehr in Objektive zu investieren. Im Mai kommt auch die 760D, die den gleichen AF mit 19 Punkten hat, 24 MP und Klapp und Touch-Display. Die wird anfangs fast so teuer wie die 70D sein, das lohnt dann nicht unbedingt, aber wenn das nächsten Geld in Objektive geht, ist die bis zur Kameraanschaffung auch günstiger. Die 70D ist aber trotzdem etwas interessanter, weil sie auch AF-Feinjustage zulässt. Das wäre aber z.B. egal, wenn man sich das Sigma 50mm f1,4 ART zulegt, weil das auch direkt justiert werden kann per USB-Dock.

      Ich würde mich von den AF-Geschichten nicht verrückt machen lassen, grundsätzlich ist das eine moderne und zuverlässige Kamera.

  23. Ich denke auch über die Anschaffung der 70d nach, wollte eigentlich ein Tamron AF18-200mm F/3,5-6,3 XR verwenden. Kann jemand dazu ne Aussage machen, ob das auf der 70d funktionieren wird ?

  24. Ich bin ziemlich unerfahren, was Fotografie angeht, wollte mir aber auch eine dslr von canon zum Einstieg kaufen. Eigentlich hatte ich mit dem neuen Modell eos 760d geliebäugelt, aber nachdem jetzt sensorprobleme aufgetaucht sind, dachte ich an die 70d, bin durch die Beiträge zum af-Problem aber wiederum verunsichert. Oder stören solche Probleme bei bestimmten Einstellungen eher die Profis, während ich als fotolaie nichts davon bemerken werde?

    • Moin Elvira,
      die Sensorprobleme der 760D sind ja schon durch, Canon hat veröffentlicht, welche Kameras betroffen sind usw. und die Kamera ist noch gar nicht in Deutschland ausgeliefert. Die 70D ist aber gerade anfangs wegen des nur geringen Preisunterschieds eine sehr interessante Alternative. Und wenn man an der 70D Probleme mit dem Fokus hat, kann man wenigstens eine AF-Feinabstimmung machen, das kann die 760D nicht.
      Ich denke aber, dass man beide Kameras ohne Bedenken kaufen kann. Ich würde beim 50mm-Objektiv allerdings auf das 50mm f1,8 STM warten, falls du eines kaufen möchtest. Die alten 50er neigen zur AF-Ungenauigkeit und da kann die Kamera dann nichts für.

  25. Hallo Herr Westphalen,

    inzwischen habe ich mit der EOS 70d viele schöne Fotos gemacht und bin insbesondere von der Bedienung überzeugt.

    Leider hat die Fokusdiskussion nun doch dazu geführt, daß man (ich) fast schon zu genau hinschaue, ob ein Bild nun in der 100% Ansicht scharf ist – oder nicht. Was mir dabei auffiel und ich vorher kaum wahrgenommen hatte: spontane Fotos mehrerer Menschen wirken fast immer etwas etwas körnig bis unscharf, wenn man in die 100% Ansicht der Gesichter geht (zB eine Sportgruppe beim Siegerfoto). Diesen Effekt habe ich auch, wenn die Verschlußzeiten kurz sind (zB 1/500) und bei ISO 400. Je besser das Licht, desto besser sind die Fotos, aber bei schwachem Licht (bewölkt) ist der Effekt deutlich und selbst bei Sonnenschein noch erkennbar. Objektiv 18-135 STM, bei Blende 6.3 oder 7.1, Nutzung mehrer Fokuspunkte gleichzeitig.

    Das Thema ist vielleicht mehr allgemeiner Natur als ein Fokusproblem der 70D. Dennoch stelle ich hier mal die Frage, ob dies normal ist – und ich als Amateur diese Normalität nur nicht einschätzen kann. Meine Vermutung ist: ja, es ist normal und hier werden einfach die Grenzen der Abbildungsleistung erreicht. In Ihrem Buch und auch in Foren habe ich darauf keine Antwort gefunden, die dieses Thema so umreißt.

    Über ein kurzes Feedback würde ich mich freuen und bedanke mich im voraus.

    Besten Gruß
    Helmut

    • Moin,

      erste Frage: Raw oder JPEG? Das Jpeg kann öfter mal leicht unscharf wirken, das ist normal bei der JPEG-Engine von Canon. Beim Raw hilft es, etwas reichlicher zu belichten, um den Eindruck der Körnigkeit verschwinden zu lassen. Wenn die Gesichter etwas zu dunkel sind, entsprechen Sie bei ISO 400 eher ISO 800 oder 1600, da kann man dann schon etwas Rauschen sehen (Stichwort: Expose to the right, das wird auch im Buch erklärt). Das 18-135mm STM ist sicher nicht schlecht, aber es gibt Objektive, die bei 1:1 Darstellung noch etwas schärfer sind. Trotzdem dürfte ein wenig nachschärfen reichen bei den beschriebenen Blendenwerten. Der von Ihnen beschriebene Effekt klingt für mich auch eher normal als nach einem technischen Fehler. Gerade bei Gruppenaufnahmen sollten Sie immer einige Aufnahmen hintereinander schießen, erstens steigt die Chance dass alle einen passenden Gesichtsausdruck haben und bei schwachem Licht werden einzelne Bilder auch etwas schärfer werden als andere, allein durch unterschiedliche Kamerabewegung selbst bei Bildstabilisator.

      • Hallo Herr Westphalen,

        danke für das superschnelle Feedback.

        Ja, JPEG. Ich werde es mit RAW mal versuchen, wobei ich ehrlicherweise sagen muß, daß eine Nach-Bildbearbeitung für mich nur in Ausnahmefällen in Frage kommt – schlicht ein Zeitproblem. Daher ist für die meisten Bilder für mich ein gutes JPEG Ergebnis wichtig, aber dafür haben Sie ja auch Tipps gegeben, besten Dank dafür.

        Ich gehe also auch davon aus, daß es hier kein technischer Fehler ist. Nächstes Ziel ist es, diese Überempfindlichkeit beim Betrachten abzulegen und sich wieder stärker dem Spaß am Motiv und letztlich Foto zuzuwenden.

        Übrigens hatte ich durch Canon die Objektive auf die Kamera abstimmen lassen – nun habe ich bei allen Objektiven (18-135 STM, 55-250 STM, 50mm 1.8 II) maximal noch eine Fokuskorrektur von +/-5, und auch das nur bei einigen wenigen Parametern, die meisten stehen auf 0.

        Was halten Sie vom neuen 50mm 1.8 STM? Lohnt sich der Kauf als Ersatz für das 50mm 1.8 II?

        Gruß

        Helmut

        • Zum 50er habe ich schon etwas geschrieben:
          http://fotoschule.westbild.de/2015/05/endlich-neues-50mm-objektiv-von-canon/
          Ich halte viel davon, wer es allerdings nur kauft, um eine höhere Schärfe zu erhalten, wird vielleicht enttäuscht. Allerdings ist es in vielen Bereichen besser als das alte und insgesamt ein gelungenes Objektiv. Vor allem auch genauer im Fokus.

          Selbst wenn Sie Ihre Bilder nur in Lightroom einspielen würden und ohne Anpassung wieder exportieren, würden Sie die Vorteile des RAWs bemerken. Laden Sie sich doch mal eine Testversion und probieren Sie Raw aus. Sie sind inzwischen zu anspruchsvoll, um es nicht zu machen. Das muss kein Zeitfresser werden.

          Den Spaß am Fotografieren wieder in den Vordergrund zu stellen und kein Pixelpeeper zu werden, ist sicher richtig. Trotzdem ist Raw soetwas wie der Unterschied von der eigenen Dunkelkammer zur Labormassenentwicklung früher. Ich selbst fotografiere alles in Raw, es sei denn, ich teste bestimmte Funktionen einer neuen Kamera für meine Bücher.

  26. Hallo Herr Westphalen

    Ich verwende zur Zeit eine Canon Eos 500D und möchte mich foto&kamera Technisch weiter entwickeln. Nach langem hin und her zwischen Eos 7D Mark II oder Eos 70D hat bei mir die Relevanz gemeint das die 70D reichen würde. Ich verwende folgende Objektive sehr häufig (Canon 100/2,8F L Makro und das Fisheye von Canon). Habe aber mit dem kauf der 70D doch denn ganzen Schrott in den Forums erhebliche ANGST das diese Kamera mit beiden Objektiven nicht klar kommt. Haben Sie irgendwelche Erfahrungen diesbezüglich.

    MfG Mario Staudacher-Bayerr

    • Ich besitze beide Objektive und beide Kameras. An der 70D habe ich keine Probleme, der Touchscreen in der Verbindung mit dem Dual-Pixel-CMOS-AF haben bei Makros echte Vorteile. Die 7D Mark II ist schneller und solider, der AF bei heruntergeklappten Spiegel toll, aber das lohnt fast nur bei der Naturfotografie mit langen Teles.
      Kaufen Sie ruhig die 70D.

      • Das heißt sie meinen auch das sie AF Probleme die herum kursieren bei diesem Makro nicht auftreten. Ich nehme es auch zB für Aufnahmen die erheblich weit weg sind

        Danke für die Super schnelle und direkte Antwort

  27. Hallo…
    Ich habe ein problem mit meiner Canon eos 700d.
    Und zwar werden all meine bilder komplett weiß bei hellem sonnnenlicht… ich habe schon einiges versucht um dies zu verhindern, leider ohne erfolg.
    Ich habe es mit allen möglichen einstellungen versucht.
    Ich benutze das objektiv 18-55 IS STM und benutze keinerlei zubehör.
    Wie kann ich dieses problem lösen?

  28. Sehr geehrter Herr Westphalen,

    Ich fotografiere mit meiner Canon 70D seit Weihnachten 2014. Vorher hatte ich eine 500D. Als Linsen habe ich meist Sigma 1.8/18-35 A und Canon 1.4/50 USM dran. Die Fokusfeineinstellung habe ich (bereits mehrfach) sorgfältig durchgeführt, für das Sigma mit USB-Dock sogar entfernungsabhängig. Da ich viel Einzel- und Gruppenportraits fotografiere, sind diese Bilder im Nahbereich oft sehr gut. Im Urlaub am Meer oder in den Bergen verhagelt es mir aber immer wieder wichtige Erinnerungsbilder. Der Fokus (sucherbasiert, zentraler Fokuspunkt) liegt willkürlich dermaßen daneben. Die eingestellte Blende ist egal, die Kamera fokussiert ja eh bei Offenblende. Abgeblendet wird der Fehler dann halt mehr oder weniger gemildert. Optimale Schärfe ist aber oft nicht möglich.
    Fehlfokus wird meinen Erfahrungen nach begünstigt von: lichtstarken Linsen, Weitwinkel-Situationen, großen Objektentfernungen, sehr hellen Szenen an Sommertagen, Bilder nach dem Wechsel von Hochformat zu Querformat, kurzes Warten zwischen Fokussieren und Auslösen.
    Ich habe nun schon genügend Nachtschichten mit Fokusfeinparametrierung hinter mir und bin hinreichend frustriert. Ich möchte einfach nicht bei jedem wichtigen Bild sicherhaltshalber in den LiveView gehen. Haben Sie noch eine Idee, wie man Canon helfen kann, das offensichtliche Problem in den Griff zu bekommen? Ich tippe stark darauf, dass die absolute Lichtmenge der Problemsituationen ein Problem darstellt und innerhalb der Kamera zu irgendwelchen Reflexen, zu zu großen Lichtflecken oder zu einem Pegelüberlauf o.ä. führt.
    Ich bekomme einfach keine stabilen Fokusbedingungen hin. Irgendwann zweifelt man an allem, z.B. habe ich im Sommer und Winter unterschiedliche Parameter, weiterhin ist es manchmal auch ein Unterschied ob das Testmuster schräg nach unten oder schräg zur Seite abfotografiert wird. Wenn man nach 2 Stunden Testen genügend Handwärme uns Gehäuse gebracht hat, ist man auch schon wieder bei ganz anderen Parametern angekommen… Haben Sie noch einen Tipp für mich? Ich will doch nur mit meinen hochwertigen Objektiven auch bei größeren Objekt-Entfernungen scharfe Urlaubserinnerungen festhalten. Viele Grüße und vielen Dank im voraus.

    • Moin,

      der Arbeitsbereich des AF der 70D ist auf LW -0,5 bis 18 spezifiziert. LW 18 ist 1/1000s bei f16 und ISO 100. Damit kommt man normalerweise hin, an hellen Tagen am Meer kommt man aber trotzdem drüber. Der AF-Sensor sieht dann nur noch weiß und kann nichts mehr scharfstellen.

      Ich habe folgende Vorschläge für Sie:

      1. Verwenden Sie für Landschaftsaufnahmen ruhig eine AF-Zone und nicht ein Einzelfeld. So steigt die Wahrscheinlichkeit, dass eines der AF-Felder schnell einen guten Kontrast findet.
      2. Löschen Sie alle AF-Anpassungen für das 18-35 und fangen Sie neu an:

    • Laden Sie sich http://fotoschule.westbild.de/wp-content/uploads/2014/01/Siemens_Testbild-Westbild.pdf herunter und drucken Sie es aus. In der Fotoschule ist das Testbild auch abgedruckt.
    • Fokussieren Sie mit dem mittleren Fokusfeld, OneShot. Schalten Sie auf Livebild um und fokussieren Sie auf den gleichen Bereich. Schauen Sie, in welche Richtung sich die Entfernungsanzeige bewegt als Grundlage für Ihre Korrektur.
    • Für Unendlich nehmen Sie einen Baum oder ein Haus in über 100m Entfernung.
    • Vielleicht lassen Sie das Sigma-Dock auch erstmal weg, denn da müssen Sie 16 Stützpunkte kalibrieren, bei Canon nur zwei, einmal für 18mm und einmal für 35mm.
    • Dass die Schärfe auch mal danebenliegt, ist bei manchen Objektiven normal, aber die Erfolgsquote sollte schon deutlich über 90% liegen.

  29. Hallo,
    Ich habe im Moment die 70d mit dem canon 70-200 f4 und bin super zufrieden nur fehlt mir manchmal etwas Licht und ich möchte deshalb auf ein 2.8 objektiv wechseln..
    Zur Auswahl stehen für mich das alte canon 70-200 2.8 ohne IS oder das neue tamron 70-200 2.8 vc usd.

    Hauptsächlich fotografiere ich Hunde in Bewegung ab und zu natürlich auch im Portrait.

    Wenn ich wirklich ein Fokusproblem testen will (ohne großen testaufbau)
    Wie stelle ich das am besten an?
    Ohne shot, mittlerer Af Punkt offen blende und dann auf die Augen einer Person und gucken ob auch wirklich die Augen oder doch die Nase scharf ist?

    Und wenn da alles passt , kann ich dann auch davon ausgehen das bei AI SERVO alles in Ordnung ist? Oder kommt es da eh nicht vor?

    Und dann noch eine Frage welches objektiv würden sie eher nehmen ? Das alte canon oder das relativ neue tamron ?
    Mir ist der autofokus gerade mein fokussieren von bewegten Hunden wichtig (also auf mich zu oder an mir vorbei rennen )
    Ist einer der beiden Ultraschallmotoren beim fokussieren schneller?
    Habe auch schon gelesen das die Fokus Geschwindigkeit gar nicht vom Objektiv sondern viel mehr vom Body ausgeht , weil dieser dem objektiv ja „sagt“ wie schnell er sich bewegen soll.

    Ich bin mit der Geschwindigkeit von meinem alten f4 zufrieden und kann mir fast nicht vorstellen das das neue tamron , welches ja viel neuer und moderner ist, langsamer ist!
    Vielen dank im Voraus

  30. Hallo,

    ich stehe vor der Frage,ob ich meine Canon Eos 450, die nun acht Jahre alt ist, durch eine 70d ersetzen (oder ergänzen :-)) soll. Habe heute den Nachmittag mit dem Sichten der unendlichen Meinungen und Erfahrungen im Netz zum unpräzisen Autofokus verbracht. Das Substanziellste habe ich hier gefunden. Mir fällt aber auf, dass die Diskussion im Herbst 2015 abbricht. Gibt’s mittlerweile keine Probleme mehr? Dann würde ich die70d endlich kaufen (oder doch lieber die 760d?)

    Viele Grüße, Roland

    • Moin Roland,

      von einer 450D auf eine neue Kamera zu gehen, ist eine gute Idee. Ich bin mit meiner 70D nach wie vor sehr zufrieden und kann Sie immer noch weiter empfehlen. In den nächsten Tagen wird der Nachfolger vorgestellt (http://www.canonrumors.com/canon-eos-80d-specifications/), das sollte man wissen, spricht aber nicht gegen die 70D, da sie jetzt besonders günstig zu haben ist. Die 760D ist nicht schlecht, aber der 70D nicht vorzuziehen, weil letztere in vielen Bereichen eine Kategorie besser ist. Die AF-Fehler haben viel mit den Objektiven zu tun, ein EF50mm f1,4 USM wird nicht genau arbeiten, das liegt aber nicht an der Kamera, das 50mm f1,8 STM funktioniert z.B. super.

      • Vielen Dank für die rasche Rückmeldung. Das 1,8/50 mm STM habe ich vor zwei Wochen erworben und damit bisher beste Ergebnisse an der 450 d erzielt. Das befördert auch meine Entscheidung für die 70d.

        Schöne Grüße, Roland

  31. Hallo,
    ich habe meine Canon EOS 70D wegen vieler unscharfer Bilder bereits 2 mal über den Fotohändler zur Reparatur eingeschickt. Das erste mal 2 Monate nach Kauf, da wurde die Kamera justiert. Bei der 2.Reparatur wurde der „AF Meßzellenblock gereinigt“ (was auch immer das sein soll). Die Fotos sind immer noch unscharf. (Objektive: Canon EF 24-105 L IS USM 1:4, Canon 24-70 2,8, Tamron 18-270 Di II PD). Nun soll die Kamera ein 3.mal zur Reparatur, diesmal in eine andere Werkstatt…
    Die Verkäufer im Fotoladen hatten auch festgestellt, dass meine Kamera „total daneben fokussiert“. Muss ich eine 3.Reparatur akzeptieren?
    Im Mai 2016 kommt die Canon EOS 80D auf den Markt. Wird es da auch Probleme mit dem Autofokus geben, bzw. müssen hier auch Objektive justiert werden? Ich überlege nun, mir diese Kamera zu kaufen.

    Viele Grüße Ulrike

    • Moin Ulrike,

      Das klingt nicht gut. Ich schicke meine Ausrüstung immer nur zum Hersteller zur Reparatur, sie ein drittes Mal zu „einer anderen Werkstatt“ zu schicken, klingt wenig erfolgversprechend.
      Hast du einmal selbst die AF-Feineinstellung durchgeführt? Das 18-270 würde ich mal außen vor lassen erstmal, es kann gut sein, dass so ein Zoom gar keine wirklich konstanten Ergebnisse liefert.
      Ich würde in so einem Fall erstmal die Justage selbst versuchen und wenn das scheitern sollte, andere Objektive testen und danach Canon direkt in die Pflicht nehmen.
      Zur 80D gibt es noch keine praktischen Erfahrungen, am Anfang wird Sie aber zu ähnlichen Kursen gehandelt werden wie die 7D Mark II, die in dem Fall interessanter ist, es sei den, der Video-AF über den Touchscreen ist kaufentscheidend. Die 7DII ist wie eine Profikamera gebaut und macht bei mir keinerlei Ärger, den macht meine 70D allerdings auch nicht.

  32. Hallo Christian,
    Danke für die schnelle Antwort. Eine AF-Feineinstellung habe ich noch nicht selber durchgeführt, aber da muss ich wohl ran…(mich aber erst mal damit beschäftigen). Die EOS 70D ist meine 4. digitale Spiegelreflexkamera. Mit den Vorgängern hatte ich nie Probleme. Ich hätte nicht gedacht, dass man an einer nicht gerade billigen Kamera selbst aktiv werden muss, damit sie optimal funktioniert…Bei der 7D Mark II fehlt mir der schwenkbare Monitor, den habe ich schätzen gelernt.
    Der 3.Reparaturversuch meiner EOS 70D soll wohl in einem „echten Canon-Labor“ stattfinden. Das erfahre ich übermorgen von meinem Fotoladen-Verkäufer. Mal hören, was der mir anbietet…

    Viele Grüße
    Ulrike

    • Sagen wir lieber so: an den teuren kann man dieses Feature nutzen. Das geht ja erst ab der 70D und auch eine 6000€ 1DX hat das. An den Kameras wird das auch ständig genutzt. Ich würde das auf jeden Fall erstmal ausprobieren.

  33. Ich habe seit zwei Jahren die Canon EOS 70D Kamera und habe noch nie so viele unscharfe Bilder von meinen Reisen nach Hause gebracht wie mit dieser Kamera! (vorher 30 Jahre mit Minolta und Sony unterwegs). Jetzt wollte ich endlich mal schauen ob ich im Netz was finde, und siehe da, ich bin nicht der einzige! Ich habe zwei Objektive, TAMRON 16-300mm F/3.5-6.3 und Canon EF 24-105 1.4 IS USM. Was soll ich tun? Wieder Kamera wechseln? Am liebsten würde ich sie auf den Mond werfen!

    • Moin Herr Hunziger,

      dem Tamron Superzoom würde ich nicht trauen, da kann es durchaus sein, dass das Problem am Objektiv liegt. Das 24-105mm sollte allerdings schon zuverlässig funktionieren. Ich hatte einen Leser mit Problemen mit diesem Objektiv, aber bei dem lag es am schlechten UV-Filter davor. Haben Sie einen Filter auf dem Objektiv? Wenn ja, dann probieren Sie es mal ohne. Ansonsten würde ich die Kamera mal mit anderen Objektiven verbinden, z.B. einem EF 50mm f1,8 STM und gucken, ob der Fehler immer noch auftritt. Ist es denn eine sichere Fehlfokussierung oder können auch andere Gründe für die Unschärfe in betracht kommen?

  34. Sehr geehrter Herr Hunziger,
    langsam kriege ich die Krise. Ich habe mir Heute eine Canon EOS 200 D gekauft. Bin leidenschaftliche Hobbyfotgrafin mit dem Fokus auf Tier- und Naturfotografie. Heute habe ich erstmalig im Internet entdeckt, dass ich die Offenblende kalibrieren muss, und das bei jedem Objektiv. Habe eine Software entdeckt, mit der ich das machen könnte, aber meine Kamera steht nicht in der Liste. Haben Sie einen Tipp?. Ich möchte mir nächstes Jahr das neue Tamron Objektiv http://www.tamron.eu/de/objektive/18-400mm-f35-63-di-ii-vc-hld/
    kaufen. Was gibt es da zu bemängeln? Ist dieses Objektiv für die EOS 200 D zu empfehlen, wenn nicht ggf. warum nicht. Ich habe langsam das Gefühl, dass laut vieler Kommentare nur noch Systemkameras für gut befunden werden und die Spiegelreflex abgewertet werden. Diese leisten doch seit vielen Jahren gute Arbeit. Sicher ist es gut, wenn mehr Bilder pro Sekunde gemacht werden können und das Kalibrieren usw. entfällt. Nichts desto trotz hat eine Spiegelreflex auch seine Vorteile. Einen Vollformatsensor habe in dieser Preisklasse beide nicht.
    Ich habe mit meiner Vorgängereinsteigerkamera EOS 1100 D in 5 Jahren über 36000 Aufnahmen gemacht, erst vor einen halben Jahr hat sie leichte Ausfallerscheinungen bekommen.
    Lange Rede, kurzer Sinn, welche Ratschläge können Sie mir als Profi für mein Kamera mit auf den Weg geben? Ich möchte mich auch gar nicht mit Profis messen, meine Motivation ist die Freude am Fotografieren und ein schönes lebendiges Motiv, wie ein Tier.
    Ich danke Ihnen im Voraus.
    Viele Grüße
    S.Riedel

    • Sehr gehrte Frau Riedel,

      Sie müssen Ihre Kamera bzw. Ihr Objektiv an Ihrer Kamera nicht dann kalibrieren, wenn das Internet das sagt, sondern wenn Sie selbst feststellen, dass Sie unscharfe Bilder erhalten. Ich kalibriere auch nicht jedes Objektiv und interessanterweise sind es oft die teuersten, die ich nachjustieren muss. Das ist für einen Profi normal und kein Grund, sich zu ärgern.
      Es stimmt, dass Ihre Kamera keine Fokuskalibration unterstützt, aber erstens werden Sie das ohnehin nicht bei jedem Objektiv benötigen und bei manchen können Sie sich anders behelfen. Für das beschriebene Tamron-Objektiv gibt es zum Beispiel eine Tap-in-Console, mit der Sie über USB an Ihrem Computer die Fokuseinstellungen anpassen können. Sigma hat auch ein USB-Dock, dass sich mit vielen Sigma-Objektiven verwenden lässt.
      Sie benötigen übrigens keine Software, um die Kamera zu kalibrieren, dass können Sie auch selbst austesten.
      Spiegellose Kameras sind im Telebereich oft nicht besser und brauchen manchmal sehr lange, um den Fokus zu finden. Es gibt sicher Ausnahmen, aber dann liegen die preislich auch etwas höher.
      Rat 1: Gucken Sie ob Ihre Bilder scharf werden. Wenn sie das werden, müssen Sie nichts tun, wenn es immer Abweichungen in die gleiche Richtung gibt, dann können Sie das nur mit USB-Docks für bestimmte Objektive selbst beheben.
      Rat 2: Wenn das Tamron im Fokus abweicht, dann besorgen Sie sich die Tap-In-Console und justieren Sie das selbst nach.
      Freundliche Grüße,
      Christian Westphalen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.