Heute Nacht hat Canon die neue EOS R8 Mark II vorgestellt, die Daten und das Design waren vorher weitgehend bekannt. Im Vorfeld gab es Spekulationen, ob die Kamera in Retrodesign erscheint, das ist sie nicht oder nur mit seeeeehr viel Fantasie. Ich persönlich finde sie deutlich schöner als den Vorgänger, aber das Design polarisiert und das mag jeder für sich selbst entscheiden. Sie hat teilt sich mit dem Vorgänger und der R6 Mark II den 24MP-Sensor, mit dem ich sehr gerne gearbeitet habe. Der größte Unterschied ist der nun verbaute IBIS, der bis zu 7,5 Blendenstufen längere Belichtungszeiten ermöglicht. Der SD-Karten Slot ist nun separat und nicht mehr im Batteriefach. Leider sind Sucher und Bildschirm gleich geblieben, der Sucher hat 2,36 MP. Der Autofokus ist verbessert worden und die Kamera schafft 40 Bilder pro Sekunde mit elektronischem Verschluss. Einen vollmechanischen Verschluss gibt es nicht, wohl aber einen EFCS, bei dem ein elektronischer und mechanischer Verschluss kombiniert sind und der bis 1/4000s reicht und 6 Bilder/s schafft. Die Kamera bietet ebenfalls die Voraufnahme, was der Vorgänger noch nicht konnte und die R6 Mark II nur etwas umständlich.
Die Kamera kommt zum 20.10.2026 für 1799€ in den Handel. Das ist sicher eine fähige und ausgereifte Kamera, im Moment finden Sie allerdings die R6 Mark II noch zu ähnlichen Preisen im Handel. Und diese Kamera hat zwei Kartenslots, verwendet größere Akkus, unterstützt einen Hochformatgriff, hat einen Sucher mit höherer Auflösung und einen besseren Verschluss.

Die EOS R8 Mark II. Bild: Canon
Zusammen mit der Kamera hat Canon das Speedlite EL-5 II vorgestellt, dass etwas robuster ausgelegt ist, aber vor allem eine deutlich höhere Funkreichweite aufweist.
https://www.canon.de/cameras/eos-r8-mark-ii
Wer meine Kamerabücher gelesen hat, weiß, dass ich die Option, 3D-Bilder aus DualPixel Raw Dateien zu erstellen, für die interessanteste Anwendung halte. Canon hat heute ein Software dazu angekündigt, die das direkt macht, aber zusätzlich in der Lage ist, auch 3D-Dateien im OBJ-Format zu erzeugen. Die Software erscheint am 3.10 und ist „vorerst“ kostenfrei.
Sony hat zwei leichte Teleobjektive vorgestellt, ähnlich denen, die Nikon im Programm hat und die bei Canon noch eine große Programmlücke darstellen.
https://www.sony.de/electronics/e-objektive/sel600f63gm
https://www.sony.de/electronics/e-objektive/sel400f45gm
Sie sind deutlich leichter und günstiger als die Superteles mit den gleichen Brennweiten, stellen in der optischen Qualität aber keinen Kompromiss dar. Gerade das 600er ist sehr interessant für die Vogelfotografie, da es nur knapp ein Kilo wiegt und mit den Konvertern verwendet werden kann. Für 3899 € Listenpreis ist es ein Angebot, dass ich bei Canon sofort wahrnehmen würde, wobei ich ein Objektiv wie das Nikon Z 800mm f6,3 VR S noch ein wenig interessanter finden würde. Es ist allerdings auch teurer. Bei Canon fehlt der mittlere Telebereich zwischen den Zooms und den Superteles im fünfstelligen Preisbereich leider noch.