Canon: Vier neue L-Objektive

Die nächsten vier Objektive hat Canon zwar noch nicht offiziell vorgestellt, aber die Informationen sind inkl. sehr glaubwürdiger Abbildungen bereits im Netz zu finden. Es handelt sich um drei Tilt-Shift-Objektive und ein 85er f1,4 IS. Wer auf ein günstigeres lichtstarkes 85er von Canon gehofft hat, wird wahrscheinlich enttäuscht werden, nach Bauart Sieht das eher nach um die 2000€ (Update: 1599€ UVP) aus, auch weil es das erste 85mm f1,4 mit Bildstabilisator ist.

Die TS-E-Objektive sind ein 50mm f2,8, ein 90mm f2,8 und ein 135mm f4 (Update:jeweils 2548€ UVP. Die ersten beiden lösen das wenig scharfe 45mm f2,8 und das sehr scharfe, aber nicht so flexible 90mm f2,8 ab, das 135er hat keinen Vorgänger. Alle drei Objektive sind makrotauglich bis 1:2, verschieb- und verschwenkbar und als L-Objektive ausgelegt, AF gibt es bei den TS-E-Objektiven natürlich nicht. Es ist davon auszugehen, dass sie hammerscharf sind und auch am 5Ds R-Nachfolger noch Spaß machen werden.

Ein neuer Makro-Doppelblitz, der MT-26EX-RT, kommt ebenfalls (1249 EUR UVP, *hust*). Der Blitz hat ein helles LED-Einstelllicht und unterstützt Funksteuerung.

Nikon D850 vorgestellt

Nachdem viele gesagt haben, die müssen jetzt aber mal, haben die jetzt ordentlich. 😉

Die Nikon D810 war eher ein Facelift der D800E, eine sehr gute Kamera, aber sehr nah an einer, die bereits seit Anfang 2012 auf dem Markt ist. Nikon hat nun mit der D850 einen großen Schritt gemacht und eine Kamera vorgestellt, die 45,4MP mit 7 bzw 9 Bildern (mit Batteriegriff und Hochleistungsakku) pro Sekunde verbindet und dabei das Profi-AF-System der D5 verwendet. 4K-Video ohne Crop ist ebenfalls an Bord. Eine Kamera die so hohe Auflösung und Geschwindigkeit miteinander kombiniert, gibt es auf dem Markt noch nicht. Wenn der Dynamikumfang dem der D810 entspricht, ist die Kamera auch eine sehr ernst zu nehmende Konkurrenz für viele Mittelfomatkameras. Im Handling, der Geschwindigkeit und in der Objektivauswahl ist die D850 ohnehin überlegen, und die Bildqualität wird keinen großen Unterschied ergeben, wenn man nicht gegen die 100MP-CMOS-Rückteile vergleicht. Nikon hat den Sensor selbst entworfen, es handelt sich aber um einen BSI-Sensor, wie er auch in der A7R II steckt und er wird wohl auch von Sony (Update: Vielleicht auch von TowerJazz aus Israel, Update2: Vielleicht aber auch nicht: https://nikonrumors.com/2018/06/15/new-reports-indicate-that-the-nikon-d850-sensor-imx309aqj-is-made-by-sony.aspx/) gefertigt worden sein. Für eine wahrscheinlich kurze Zeit hat Nikon damit den besten Sensor auf dem Markt, beim baldigen erscheinen der A7R III kann sich das ändern. Das Gesamtpaket wird dann trotzdem Bestand haben, schließlich ist die D850 eine schnelle und robuste Profi-DSLR.

Nikon D850 -Bild: Nikon

Ich bin kein Freund von eingebauten Blitzen in Profikameras, ich hatte eine D800E und der Blitz hat mich genervt, weil ich ihn auch schon mal aus Versehen ausgeklappt habe. Er macht die Kamera weniger robust und den Platz sollte man eher einem besseren Sucher zugute kommen lassen, zumindest bei Vollformat-Kameras. Nikon hat das bei der D850 auch so gemacht.

Der SD-Kartenslot unterstützt UHS-II, daneben steht noch ein XQD-Slot zur Verfügung. Das Touch-Display lässt sich nach oben und unten neigen. Die Kamera ist auch keine heiße Luft bzw. Vaporware, was nach dem noch vor kurzem verwendeten Wort “Entwicklungsankündigung” nach zu befürchten war, sondern Sie können Sie bereits Anfang des nächsten Monats (9.2017) für 3799 EUR kaufen.

Die ersten richtigen Tests bleiben abzuwarten, aber bislang habe ich nichts zu meckern und bin beeindruckt.

http://www.nikon.de/de_DE/product/digital-cameras/slr/professional/d850#techspecs