Ex-Rollei ist wieder da:

Der Markenname Rollei gehört längst jemand anderem, der Nachfolger von Franke & Heidecke ging in Konkurs, aber aus der Konkursmasse ist DW Photo wieder auferstanden: https://www.dw-photo.eu/

Da Photoscala darüber ausführlich geschrieben hat, muss ich das nicht machen:
http://www.photoscala.de/2017/05/23/analog-und-digital-mittelformatkamera-hy6-ist-wieder-zu-haben/

Ich wünsche der Firma viel Erfolg und gute Entscheidungen. Wenn ich in dem Laden sitzen würde, würde ich wahrscheinlich zuerst über Adapter für die die spiegellosen Kameras von Hasselblad und Fuji nachdenken, die die sieben verfügbaren Mittelformatobjektive auch anderen Systemen verfügbar machen. Und Angaben zu den verfügbaren Digitalrückteilen (Leaf) müssen schnell auf die Webseite.

 

Nikon wird 100 und macht Cashback

Nikon wird 100 Jahre alt und führt zu diesem Anlass eine 100-tägige Cashback-Aktion durch:

https://www.mynikon.de/promotions/cashback

Canon ist übrigens gerade erst 80 geworden. Es gab eine Zeit, da war Nikon die unangefochtene Nr. 1 im Fotomarkt und auch kleine Nachwuchsfotografen wie ich träumten von einer Nikon F3 oder einer FM2. Als es dann tatsächlich so weit war, von Olympus umzusteigen, weil die es damals einfach nicht gebacken bekommen haben (ich sage nur “Powerfokus”), bin ich dann doch bei Canon gelandet. Der Vorteil Nikons, dass man die alten Objektive an den neuen AF-Kameras weiter verwenden konnte, war für mich keiner, da ich ja nur Olympus-Objektive (und Hasselblad, Rodenstock und Schneider-Kreuznach-Objektive…) besaß. Ich bin später doch noch zu Nikon gekommen und hatte eine Weile eine D800E-Ausrüstung, die ich nur deswegen wieder verkauft habe, weil ich an der Sony auch meine Canon-Objektive verwenden konnte. War aber eine gute Zeit und eine sehr gute Kamera.

Geblieben ist über all die Jahre eine große Sympathie für die Marke und einige ihrer Produkte (ich bin nicht so ein Fan der Nikon 1-Reihe) und ich wünsche Nikon alles Gute für die nächsten 100 Jahre.

Sony frisst Sterne – auch im Raw

UPDATE; Es gibt ein Firmware-Update: https://fotoschule.westbild.de/2017/06/sony-a7-r-ii-und-andere-neue-firmware-lohnt-sich/

Ein Thema macht gerade in den Fotoblogs die Runde. Und da mancher Leser mich vom Sternenkapitel in Expeditionen ins Licht kennt, möchte ich das hier auch aufgreifen. Sony hatte ja wiederholt Probleme mit Hotpixeln, die bei Langzeitbelichtungen in den Raws auftauchten. Das ging bei meiner A7R II anfangs bis zur Unbrauchbarkeit, siehe hier. Leider hat Sony bei der Firmware 3.30 deswegen zu einer radikalen Methode gegriffen, die einfach alle kleinen Punkte aus der Datei schmeißt, auch im Raw und auch, wenn es sich um Sterne handelt. Das passiert bei Belichtungszeiten die länger oder gleich 4 Sekunden sind, was bei Astrofotografen eher die Regel als die Ausnahme ist. Das betrifft auch andere Sony-Kameras und solange das so ist, kann man die für diesen Einsatzzweck wirklich nicht mehr empfehlen. Ich gebe zu, dass ich selbst das gar nicht gemerkt habe, da ich vorwiegend mit der 5D Mark IV gearbeitet habe, wenn ich ein Buch zu einer Kamera mache, sind alle anderen Kameras ziemlich unwichtig in der Zeit. Canon hat dieses Thema übrigens sehr gut in den Griff bekommen, keine Hotpixel und keine Informationslücken.

Mehr dazu hier (englisch):
https://petapixel.com/2017/05/04/star-eater-issue-no-longer-recommend-sony-cameras-astrophotography/

Und da wir gerade dabei sind, Sony: Da ohnehin eine neue Firmware fällig wird, könnte man doch gleich zwei Dinge ändern:

  1. Rückschauzeit in 1:1 drei Sekunden? Wirklich? Bei Canon ist das Bild praktisch verzögerungsfrei da, das sollte Sony doch auch schaffen.
  2. Zweitens: Stellen Sie sich vor, Sie nehmen ein Bild auf und verstellen dann für das nächste die Blende oder wollen irgendetwas anderes an der Kamera einstellen oder auch nur darstellen lassen. Bei jeder vernünftigen Kamera funktioniert das einfach, aber was macht Sony?
    Das:
    Zwar nicht immer, aber viel zu oft. Man könnte jetzt wie ein Kollege “Ich mag die Entschleunigung” sagen, aber ich würde in manchen Situationen einfach lieber arbeiten können, als auf eine Kamera zu warten, die das in der Preisklasse deutlich besser können müsste.