Canon Cashback 2014

Von Zeit zu Zeit legt Canon ein Cashback-Programm zur Absatzförderung auf . Wer ein bestimmtes Produkt in einem bestimmten Zeitraum kauft und den  EAN-Code der Originalverpackung mit einem Formualr einschickt ein Foto der Rechnung hochlädt und die EAN-Nummer angibt, erhält eine Summe zurücküberwiesen. Wer z.B. das EF 24-70 f2,8L II kaufen möchte und dies bis zum 31.7.2014 tut, bekommt 250€ zurück, wenn das Produkt registriert und die Unterlagen einreicht.

Alles, was Sie dazu wissen müssen, hat Canon hier zusammengefasst:

http://www.canon.de/summer-cashback/#eligibleproducts

UPDATE: Diesmal ist alles einfacher und Sie müssen Ihre Originalverpackung nicht mehr zerschneiden. Mit Rechnung und Karton ist das in zwei Minuten gemacht.

 

Nikon vs. Canon

Nachdem ich die Frage „Nikon oder Canon“ schon immer eher mit „Ja“ oder „Kommt darauf an“ beantwortet habe, möchte ich kurz einen subjektiven aber trotzdem sachlichen Eindruck beider Systeme wiedergeben. Ich habe inzwischen einige Erfahrungen auch mit dem Nikon-System sammeln können und denke, dass ich inzwischen ein Bild der Stärken und Schwächen (wenn das nicht sogar ein zu hartes Wort ist) der beiden Systeme wiedergeben kann:

Nikons Stärken:

  • Dynamikumfang und Detailzeichnung. Die Sensortechnik hat hier ihre großen Vorteile. Das wird man auch auf bestimmte Sony-Kameras übertragen können, da Sony Sensoren für Nikon baut.
  • Das 14-24mm f2,8 ist ein sehr gutes Weitwinkelzoom, Canon wird wohl erst 2014 etwas vergleichbares bringen.
  • Die Belichtungsmessung ist sehr ausgereift, auch die Verbindung von AF mit Belichtungsmesssensor ist sehr gelungen, etwas vergleichbares gibt es bei Canon bislang nur bei der 1D X

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Canons Stärken:

  • Farbwiedergabe. Gerade Porträts werde ich immer lieber mit Canon machen, weil die Farben einfacher zu korrigieren sind.
  • Obwohl nah beieinander, finde ich das AF-System bei Canon etwas besser. Nikon verwendet viele Nicht-Kreuzsensoren, die manchmal erstaunlich blind reagieren. eine 5D Mark III kann da mehr als eine D800. Allerdings ist das Tracking bei Nikon manchmal etwas besser, da der Belichtungsmess-Sensor hilfreiche Informationen liefert.
  • Video
  • Benutzerführung. Die Menüs sind aufgeräumt, der Schnelleinstellbildschirm wirklich schnell und die Touchscreens bei den kleineren Kameras eine wirkliche Erleichterung.
  • Das Blitzsystem mit den neuen Funkblitzen ist das Beste auf dem Markt. Die Bedienung über die Kamera ist sehr gut gelöst, auch die kleinsten DSLRs beherrschen alle Funktionen, während bei Nikon die D3300/D5300 nicht mal Kurzzeitsynchronisation(HSS) können und die Remote-Blitze gar nicht über die Kamera einstellen können, dort muss man alles über den Blitz einstellen und HSS geht überhaupt nicht.

Nikons Schwächen:

  • In manchen Situationen liefern Nikon-Kameras schwer korrigierbare Farben, gerade die Farbkipper in den Hauttönen finde ich manchmal lästig.
  • Die Bedienung ist weniger konsistent und klar design als bei Canon. wobei Nikon auch ein paar Punkte besser gelöst hat als Canon. Einsteiger werden sich in eine Canon meiner Meinung nach schneller einfinden. Für den Profi ist das nicht ganz so wichtig, solange der sich die Funktionen so konfigurieren kann, dass er schnell herankommt.
  • Ab 200mm Brennweite wird es schwierig, da die Konverter eine deutliche Qualitätsminderung bringen und das 80-400mm-Objektiv an die Qualität des sehr guten 70-200mm f2,8 nicht herankommt. Wenn man bei Canon Konverter verwendet, verschlechtert sich die Qualität kaum wahrnehmbar, bei Nikon sieht man es schon im Sucher.
  • Das Bajonett ist klein und das Auflagemaß groß. Bestimmte Objektive wie Canons TS-E 17mm f4 wären an einer Nikon kaum zu realisieren.
Eines der Bilder in diesem Artikel wurde mit Nikon aufgenommen, eines mit Canon.

Eines der Bilder in diesem Artikel wurde mit Nikon aufgenommen, eines mit Canon.

Canons Schwächen:

  • Die Bildqualität in den Schattenbereichen ist nicht so sauber wie bei Nikon. Hier erscheint schnell Farbrauschen.
  • Der Dynamikumfang und die Detailschärfe ist nicht so hoch wie bei Nikon.
  • Die Belichtungsmessung ist bei kleinen Motiven oder hellen Lichterbereichen nicht so exakt.

In den Foren liest man häufig: „Wenn Canon/Nikon nicht bald das und das bringt, wechsele ich das System“. Das ist meistens nicht so zielführend, denn auch wenn das Gras auf der anderen Seite des Zauns immer grüner erscheint, ist es doch sehr vergleichbar, wenn man es sich näher anschaut. Das sind beides sehr ausgereifte Systeme, die einen Profi kaum einschränken in seinen Möglichkeiten. Für alle anderen, die nicht über die eventuelle Anschaffung von Superteles zum Kleinwagenpreis nachdenken, lohnt sich auch ein Blick zu den anderen Kameraherstellern sehr: Pentax, Sony, Fujifilm, Panasonic und Olympus haben ebenfalls sehr spannende Angebote, mit denen man auch professionell Arbeiten kann, die aber nicht ganz an den Systemumfang der beiden großen herankommen. Wobei der Abstand von Sony nicht mehr so groß ist. Die Firmen, die hier nicht genannt wurden, schließe ich von der sinnvollen Nutzbarkeit keineswegs aus.

Ich selbst werde bei Canon bleiben, aber mit Nikon sicher auch weiterarbeiten. Und ich hoffe sehr, dass sich auch die anderen Kameramarken halten werden oder vielleicht sogar neue dazu kommen, denn das befeuert die Innovationen und hält den Markt spannend im Sinne der Kunden.

Neue Firmware für Canon EOS 5D Mark III

Die neue Firmware für die EOS 5D Mark III behebt einige kleine Fehler:

http://www.canon.de/Support/Consumer_Products/products/cameras/Digital_SLR/EOS_5D_Mark_III.aspx

„Die Firmware-Version 1.2.3 umfasst folgende Verbesserungen und Fehlerbehebungen.
1. Behebt das Problem, dass abhängig vom Zeitpunkt, zu dem der Auslöser gedrückt wurde, der Blitz möglicherweise nicht ausgelöst wird.
2. Behebt das Problem, dass sich der Wert für die AF-Feinabstimmung möglicherweise ändert.*
3. Behebt das Problem, dass auf dem LCD-Monitor entlang von Abgrenzungen mit hohem Kontrast möglicherweise eine Linie mit falscher Farbwiedergabe angezeigt wird.
4. Behebt das Problem, dass das Histogramm eines Bildes in der LiveView-Ansicht nicht korrekt angezeigt wird, wenn ein HDMI-Kabel angeschlossen ist.
5. Ermöglicht die Anpassung der Helligkeit des LCD-Monitors der Kamera, auch wenn ein HDMI-Kabel angeschlossen ist.
*Das unter Punkt 2 beschriebene Problem wurde mit der Firmware-Version 1.2.1 behoben, und die Firmware-Version 1.2.3 bietet eine weiter verbesserte Problemlösung.“

EOS 70D Digitalzoom

Wie die EOS 600D hat die EOS 70D für Video einen Digitalzoom eingebaut. Er ist konfigurierbar von 3x bis 10x. Im folgenden Beispiel wurde ein 300mm-Objektiv mit einem 2x Extender und einem Sigma 1,4x Konverter verwendet. Das Digitalzoom wurde auf 3x gestellt. Die Unschärfe kommt nur durch die Atmosphäre und die thermischen Unterschiede über Dortmund. Um das richtig zu machen, muss man aus der Stadt raus.

Mond EOS 70D Digitalzoom 3x Zeit 400% from Christian Westphalen on Vimeo.

Canon EOS 5D Mk III: Neue Firmware am 30.April

Canon hat angekündigt, die neue Firmware am 30.4 herauszubringen. Anders als die letzte Firmware für die 6D, die nur einen Bugfix für die Datumseinstellung enthielt, ist diese Firmware ein größeres Update, das die Kamera um zwei sehr schöne Funktionen erweitern wird:

1. Autofokus bei f8 Anfangsblende statt f5,6

2. Ein aufzeichnungsfähiges HDMI-Signal für externe Rekorder

Unter http://www.canon.de/Support/Consumer_Products/products/cameras/Digital_SLR/EOS_5D_Mark_III.aspx?type=download&page=1 sollte das Update dann herunterladbar sein.

UPDATE: Es ist pünktlich da und es ist ein wirklich wichtiges Update, Zitat Canon:

„Die Firmware-Version 1.2.1 umfasst folgende funktionale Verbesserungen und Fehlerbehebungen.

  1. Der unkomprimierte HDMI-Ausgang ist jetzt aktiviert.
  2. Stellt das mittlere AF-Messfeld auf Autofokus, wenn die Kamera mit Canon EF-Objektiven und -Extendern verwendet wird, deren kombinierter maximaler Blendenwert 1:8 beträgt.
  3. Erhöht die Fokussiergeschwindigkeit der Kamera bei Verwendung des AF-Hilfslichts von Canon Speedlite.
  4. Behebt das Problem, dass der LCD-Monitor bei der Aufnahme eines Standbilds in Live View- oder in Filmaufnahmemodus möglicherweise einfriert und „Err 70“ oder „Err 80“ anzeigt.
  5. Behebt das Problem, das auftreten kann, wenn die Einstellung der Reihenaufnahmepriorität für mehrere Aufnahmen aktiviert ist, wodurch nach der Aufnahme des sechsten Bilds eine kurze Pause entsteht, bevor der Rest der Sequenz abgeschlossen wird.
  6. Behebt das Problem, dass der Sucher während der AEB-Aufnahme falsche Informationen anzeigt.
  7. Die Kommunikation mit dem Wireless File Transmitter WFT-E7 wurde verbessert.
  8. Wenn Bilder mit dem Wireless File Transmitter WFT-E7 über das FTP-Protokoll erfolgreich übertragen wurden, wird ein „O“ angezeigt. Wenn Bilder mit dem Wireless File Transmitter WFT-E7 über das FTP-Protokoll nicht erfolgreich übertragen wurden, wird ein „X“ angezeigt.
  9. Behebt das Problem, dass die Kamera möglicherweise nicht ordnungsgemäß funktioniert, wenn eine Eye-Fi-Karte verwendet wird.
  10. Behebt das Problem, dass der in den EXIF-Informationen aufgelistete Wert der Brennweite nicht richtig dargestellt wird, wenn Bilder mit dem EF 24-70 mm F4L IS USM-Objektiv aufgenommen werden.
  11. Behebt das Problem, dass die Firmware des Objektivs nicht aktualisiert werden kann.
  12. Behebt Fehler im arabischen Sprachmenü.
  13. Behebt das Problem, dass die Kamera den Wert für die AF-Feinabstimmung auf -8 ändert.
  14. Behebt das Problem, dass die Benutzerführung am Bildschirm bei der Einstellung
    des maximalen Grenzwerts für die Option „Einstellen der ISO-Empfindlichkeit für die ISO-Einstellung „Auto““ nicht vollständig angezeigt werden kann.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

www.canon.de/Support/Consumer_Products/products/cameras/Digital_SLR/EOS_5D_Mark_III.aspx

Canon EOS 100D und EOS 700D vorgestellt

UPDATE: Seit die Kameras erhältlich sind, habe ich mit beiden ausgiebig gearbeitet. Die 100D liegt erstaunlich gut in der Hand, mit mittelgroßen Objektiven und Blitz ist sie aber unhandlicher als die 700D. Bei großen Objektiven ist es wieder egal, da man dann ohnehin nicht mehr das Gewicht über die Kamera hält. Der AF ist im Livebild-Modus deutlich schneller als bei der 700D und sie hat einen leisen Verschlussmodus, der wirklich sehr dezent ist. Wer eine wirklich leichte Reisekamera sucht und nicht so große Hände hat, der wird sicher glücklich mit ihr.

Ich selbst bevorzuge eher die 700D. Das liegt daran, dass sie besser zu meinen Händen passt und dass der Klappbildschirm im Makrobereich Gold Wert ist. Zudem ist der normale AF etwas genauer, da die Kamera nur Kreuzsensoren verwendet. Wer eine wirklich kleine Reisekamera mit guter Bildqualität sucht, der kann auch die EOS-M gerade billig erwerben. Mit 18-55mm STM und Blitz lag diese beim Fotoladen meines Vertrauens bei 349€. Sie hat keinen Sucher und auch leider keinen Drahtauslöseranschluss (für Timelapse praktisch), aber die Bildqualität ist wie bei der 700D.

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Canon hat heute zwei neue Spiegelreflexkameras im Einsteigersegment vorgestellt, die extrem kleine und leichte EOS 100D und die EOS 700D, ein nur in Details verbesserter Nachfolger der EOS 650D.

Vom Sensor und Konzept ähneln beide Kameras der EOS 650D, allerdings ist der AF im Livebildmodus verbessert worden und deckt nun 80% des Bildfelds ab. Das neue 18-55mm Kit-Objektiv besitzt nun einen STM-Motor, der für geräuschloses Arbeiten im Videobetrieb optimiert ist. Zudem hat es eine Innenfokussierung, so dass sich die Frontlinse beim Fokussieren nicht mehr mitdreht. Die optische Leistung wurde gegenüber dem ebenfalls guten Vorgänger noch einmal verbessert.

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Die EOS 100D ist die kleinste und leichteste APS-C DSLR der Welt. Bild: Canon

Die EOS 100D ist interessant für Fotografen, die von Gewicht und Größe sonst eine Spiegellose bevorzugen würden, aber nicht auf die Vorteile einer echten DSLR verzichten möchten. Sie ist auch ein idealer Zweitbody, den man wegen seines geringen Gewichts von nur 407g (inkl. Akku und SD-Karte) immer dabei haben kann.

Die 700D hat ein sehr viel größeres Gehäuse, das immer hoch leicht und handlich ist, besitzt einen stärkeren Blitz, einen besseren AF (9 Kreuzsensoren), ist etwas schneller und hat ein Klappdisplay.

Die technischen Daten zu den beiden Kameras finden Sie hier:

http://www.canon.de/For_Home/Product_Finder/Cameras/Digital_SLR/EOS_100D/index.aspx

http://www.canon.de/For_Home/Product_Finder/Cameras/Digital_SLR/EOS_700D/index.aspx

Tipp: EOS 5D Mark III – Autofokus auf dem LCD-Monitor einstellen

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Die AF-Felder und der Messbereich lassen sich bei der 5D Mark III, ebenso wie bei den meisten Canon-DSLRs auch, über den LCD-Monitor einstellen. Der Weg dahin ist allerdings so wenig intuitiv, dass ich ihn hier noch einmal kurz erklären möchte:

Drücken Sie die INFO-Taste, bie die Aufnahmefunktionen angezeigt werden. Im Auslieferungszustand müssen Sie dafür dreimal drücken, die Darstellung ähnelt dann derjenigen sehr, die Sie bei einem Druck auf die „Q“-Taste angezeigt bekommen.  (Es kann sein, dass Sie diese Einstellung bereits unter den „INFO-Taste Anzeigeoptionen“ im Menu deaktiviert haben, dann müssen Sie dort das Häkchen wieder setzen.

Drückten Sie dann die Taste für die AF-Messfeldwahl rechts oben an der Rückseite der Kamera und Sie bekommen die oben abgebildete Ansicht angezeigt.  Sie können dann den AF genauso konfigurieren, wie Sie dass bei einem Blick durch den Sucher tun würden.

In demselben INFO-Modus sehen Sie übrigens auch die Kameraprogramme, wenn Sie das Programmwählrad drehen. Sehr praktisch, wenn die Kamera hoch auf dem Stativ steht, oder wenn es so dunkel ist, dass man das Rad schlecht erkennt.

Das gilt natürlich genauso auch für die EOS 6D, allerdings sind die AF-Einstellungen dort sparsamer.

P.S.: Ich wünsche Ihnen ein gutes Jahr 2013, machen Sie etwas daraus!

P.S.II: Falls Canon mitliest: Ich hätte diese Funktion auch gerne bei einem Druck auf die „Q“-Taste und der AF-Messfeldwahltaste, das wäre schneller und intuitiver. Sobald man den Auslöser antippt, würde der LCD-Monitor ja eh wieder ausgeblendet. Im Moment muss man erst noch auf die INFO-Taste drücken, damit der Monitor schwarz wird.

 

Canon EOS 6D erste Eindrücke

Die EOS 6D hatte ich vorbestellt und nun bereits einige Stunden Gelegenheit, sie auszuprobieren. Ich werde später detaillierter berichten, hier aber schon meine ersten Eindrücke zusammenfassen:

1. Gehäuse und Ergonomie

Der allererste, sehr positive Eindruck hat sich inzwischen weiter bestätigt. Das Gehäuse liegt gut in der Hand, ist steif und wertig aber trotzdem relativ klein und leicht.  Die Tasten über dem Top-Display sind nur einfach belegt, links vom Monitor befinden sich keine. Das führt dazu, das man bis auf „Menu“ und „Info“ alles mit einer Hand erreichen kann und es wenig Verwirrung gibt. Obwohl die 5D Mark III ein paar Vorteile hat, wie die Multifunktionstaste neben dem Objektiv, würde ich die 6D für noch gelungener halten vom Bedienkonzept. Der Bildschirm ist von ähnlicher Qualität wie bei der 5D Mark III, ob das Reflexverhalten wirklich etwas schlechter ist, konnte ich bei diesem Wetter noch nicht wirklich testen. Der Sucher ist groß, klar und hell und unterstützt Wechselmattscheiben. Die Akkus sind die gleichen wie bei der 5D3, 5d2, 7D.

2. WLAN und GPS

Die Apps für Android und IOS sind bereits verfügbar und kostenlos, ich habe beide schon getestet. Sie sind einfach mit der Kamera zu verbinden, man kann Livebild übertragen und vergrößern, scharfstellen, auslösen und Zeit, Blende, Belichtungskorrektur und ISO einstellen. Die App ist ans iPad leider noch nicht gut angepasst (iPhone-App), aber verwendbar. Die Bilder lassen sich nach der Aufnahme gut auf dem Mobilgerät betrachten. Der Funktionsumfang ist aber nicht vergleichbar mit DSLR Controller unter Android, der mit der 6D aber noch nicht funktioniert.

GPS ist ebenfalls schnell einzurichten und kann auch Tracks aufzeichnen, wenn die Kamera ausgeschaltet ist. Man erkannt das im Top-Display, dass das GPS weiterarbeitet. Selbst wenn man alle 15s die Position ermittelt, bleibt der Vebrauch unter 1% Akkuleistung pro Stunde.

3. Bildqualität und AF

Die Bildqualität ist bei ersten Tests sehr ähnlich mit der 5D Mark III, oben ist eine Vergleichsaufnahme bei ISO 12.800 und gleichen Einstellungen als JPEG direkt aus der Kamera (die Bilder sind in voller Auflösung abspeicherbar, unten finden Sie einen Link auf die RAW-Dateien). Der AF greift mit dem mittleren Sensor auch auf dunklem Stoff bei schwacher Beleuchtung noch und scheint wirklich sehr gut mit schwachen Lichtverhältnissen klarzukommen.

4. Erstes Fazit:

Vorteile:

  • solides, logisch aufgebautes Gehäuse
  • handlich und trotzdem echtes Vollformat
  • Gute Bildqualität auch bei schlechtem Licht
  • AF auch bei sehr schwacher Beleuchtung
  • ein enormes Zubehörprogramm an Objektiven, Blitzen etc.
  • Gute HD-Video-Unterstützung incl. ALL-I/IPB und Timecode
  • GPS eingebaut, arbeitet auch bei ausgeschalteter Kamera ohne Strom zu fressen
  • WLAN eingebaut, einfach zu konfigurieren und gut integriert
  • leiser Verschluss mit zusätzlichem Silentmode, der wirklich sehr dezent ist.
  • Livebildmodus ist auch bei sehr schwachem Licht noch gut verwendbar

Nachteile:

  • max 1/4000s und 1/180 Blitzsynchronzeit
  • HDR-Modus zeichnet die Einzelbilder nicht als RAW auf wie bei der 5D Mark III
  • Der AF hat eine begrenzte Sucherabdeckung und nur einen Kreuzsensor in der Mitte
  • Langsamer AF im Video-Modus oder Livebild-Modus
  • nur ein Kartenschacht statt 2 bei der 5D Mark III
Eine schöne Kamera, die Einschränkungen sind nicht so gravierend, dass sie nicht auch für professionelle Fotografen interessant bleibt.
ISO 16000 direkt aus der Kamera

ISO 16000 direkt aus der Kamera

5. Für wen?

Die 6D ist ein guter Allrounder. Wer eine sehr gute Kamera haben möchte, die trotzdem einfach zu bedienen und reisetauglich ist, wird wahrscheinlich glücklich mit der Kamera werden. Wer allerdings sehr schnell bewegte Motive wie Sport oder Wildlife fotografiert, wird mit der 5D3 besser bedient sein oder mit der kommenden 7D Mark II, die auch für Vogelfotografie die bessere Wahl sein wird. Wer eher Landschaft, Reise, Architektur, Available Light, Makro o.ä. fotografiert oder bereits eine 5D Mark III besitzt und eine gute Zweitkamera sucht, dem ist die 6D zu empfehlen.

6. UPDATE: Ein Tag später

ich hatte gestern Gelegenheit, eine Jazz-Session zu fotografieren, eine klassische Low-Light-Situation mit bewegten Motiven. Der Autofokus des mittleren Felds ist sehr gut, nach unten ist praktisch keine Grenze zu erkennen. Auch in Bereichen, in denen ich selbst im Sucher praktisch nichts mehr erkennen konnte (und, ja, der Sucher ist sehr gut), fand die 6D noch den Fokus und der passte dann auch. Die anderen Fokusfelder sind bei weitem nicht so gut. Beim 85mm f1,2 lagen Sie bei Offenblende daneben, der mittlere Punkt funktionierte aber tadellos, es lag also nicht am Mikroadjustment. Beim 24-70mm f2,8L II war der AF auch bei den äußeren Messfeldern zu gebrauchen. Die Bildqualität bei schwachem Licht ist tatsächlich noch besser als bei der 5D Mark III. Die Bedienung ist gelungen, allerdings ist bei meiner 6D der Auslöser empfindlicher als bei meinen anderen Canons, das stört nicht, wenn man sich erstmal daran gewöhnt hat.

 

RAWs von der 6D 5D2 und 5D3 zum Vergleich als ZIP (87MB)

Unser Buch zur EOS 6D