5D Mark IV Firmware 1.04

Canon hat eine neue Firmware für die EOS 5D Mark IV herausgebracht. Das ist noch nicht das große Update, von dem ich schon schrieb, eher kleine Fixes:
1. Behebt ein Problem, bei dem bei Langzeitbelichtung ein roter Bereich an der unteren Bildmitte auftreten kann.
2. Behebt ein Problem, bei dem der Autofokus nicht reagiert, wenn er per Auslöser, AF-ON-Taste oder AE Lock-Taste aktiviert wird, wenn er über die Custom-Steuerung eingestellt wurde.
3. Verbessert die Kommunikation zwischen der Kamera und der SD-Karte.

und DAS WICHTIGSTE:
4. Behebt eine inkorrekte Bezeichnung im finnischen Menübildschirm.

https://www.canon.de/support/consumer_products/products/cameras/digital_slr/eos-5d-mark-iv.aspx?type=firmware

Neuigkeiten: Nikon D7500, EF-S 35mm Makro

Die letzen Wochen waren nicht ruhig auf dem Fotomarkt, auch wenn manche Neuigkeiten erst zur NAB (24-27.4 in Las Vegas) vorgestellt werden werden. Nikon hat seine D7500 vorgestellt, im Prinzip eine D7200 mit Sensor und ein paar Eigenschaften der D500. 20MP, sehr gute ISO-Leistung, sehr guter AF, 8 Bilder pro Sekunde und 4K-Video. Der „Bildstabilisator“ arbeitet nur für HD-Videos und auch nur rechnerisch, das ist also keine wirklich spannende Neuigkeit. Leider merkt man auch, dass es bei Nikon jetzt wieder eine aktuelle professionelle DSLR gibt (D500), weil der zweite Kartenslot weggelassen wurde und nur SD-Karten mit UHS-I unterstützt werden. Die D7500 ist trotzdem eine sehr leistungsfähige Kamera, die gerade bei schwachem Licht ihre Stärken ausspielen kann.

Canon hat das EF-S 35mm f/2.8 Macro IS STM herausgebracht, das eine eingebaute LED-Ringleuchte besitzt. Da Sie bei 1:1 den Schärfebereich nur drei Zentimeter von der Frontlinse entfernt haben, ist das auch eine gute Idee. Das Objektiv ist nur für APS-C-Kameras geeignet, hat einen Bildstabilisator und kann gleichzeitig als scharfes Normalobjektiv dienen. Wer auch viel Insekten fotografiert, sollte lieber eine längere Brennweite zwischen 90 und 105mm wählen, aber grundsätzlich ist das ein spannendes Angebot. Mit 190g auch sehr leicht, trotzdem optisch wohl sehr gut. Das Objektiv ist ab Mai für 429 UVP verfügbar.

 

30 Jahre EOS: Cash-Back-Aktionen

Canon ist gerade in Feierlaune, das EOS-System wird 30 und seit vierzehn Jahren sind sie auf Platz eins der Verkaufsstatistik, im Moment gibt es noch mehr Cashback-Aktionen als sonst. Ich drösel die hier nicht für Sie auf, Sie finden alle unter:

http://www.canon.de/for_home/promotions/

Meist lassen sich die verschiedenen Promotionen bei Canon auch kombinieren. Wer sich z.B. der EF70-200mm f2,8L IS II USM holen möchte, bekommt beim Kauf bis zum 30.4.2017 250€ zurück, das kann ein Objektiv schon einmal unter die persönliche Schmerzgrenze rücken. Canon macht das regelmäßig, wer diesmal noch nicht zuschlagen kann oder will, wird aller Voraussicht nach gegen Jahresende noch einmal eine ähnliche Gelegenheit finden, wenn auch nicht so umfassend wie gerade zum 30. Geburtstag. Happy Birthday, EOS! Zwei Drittel der Zeit bin ich auch schon dabei.

Sony A7R II: Nachteile des elektronischen Verschlusses

Die Sony A7R II hat einen leisen Modus, bei dem der erste und zweite Verschlussvorhang elektronisch ablaufen. Wenn Sie auslösen hören Sie nur noch den Fokusmotor und das Schließen der Blende im Objektiv, das ist je nach Objektiv im besten Fall fast unhörbar. Toll in der Kirche bei der Hochzeit, aber es hat auch einen großen Nachteil: Bei flimmerndem Licht gibt es Streifen auf dem Bild.

Im oberen Beispiel ist der leise Verschluss aktiv, im unteren ist der Verschluss auf den Standard-Modus eingestellt. Der leise Betrieb liefert auch etwas mehr Rauschen und weniger Bit-Tiefe, in den meisten Fällen ist das aber kaum von Belang. Auf Streifen bei Kunstlicht sollten Sie aber in jedem Fall achten.

Der Standardbetrieb, der aus einem elektronischen ersten Vorhang und einem mechanischen zweiten besteht, hat aber auch seine Nachteile. Kurzfristig dachte ich sogar, mein Verschluss würde den Geist aufgeben, als er bei kurzen Belichtungszeiten das Bild oben abschattete.

In diesem Fall lag das daran, dass der elektronische Verschluss auf dem Sensor liegt und der mechanische davor, bei bestimmten Strahlengängen schattet der mechanische den elektronischen zum Ende hin ab. Da das Bild auf dem Sensor Kopf steht, wird dann die obere Bildbereich dunkler. Abhilfe bringt, wenn Sie Elekt. 1.Verschl.vorh. auf Aus stellen oder den leisen Verschluss wählen. In beiden Modi werden der elektrische und der mechanische Verschlussvorhang nicht mehr gemischt. Das Problem tritt bei mir nur mit bestimmten Objektiven und bei Zeiten kürzer als 1/1000s auf. Das Beispiel stammt von einem analogen 400mm-Objektiv bei 1/8000s. Den Sony Support anzurufen bringt übrigens gar nichts, ich schwanke bei Sony ohnehin, ob ich „Support“ oder „“Support““ schreiben soll 😉

Fachkundige Hilfe gab es übrigens hier: https://www.facebook.com/groups/103052126702309/
in einer Facebook Gruppe, für A7-Fotografen.

 

 

 

Grüezi Guetzli

Das JPEG Format erhält einen neuen Kodierer, genannt Guetzli (schweizerisch für Keks). Im Schnitt 35% kleinere Dateien und weniger Artefakte, allerdings rechenaufwendiger. Google hat den als Open Source veröffentlicht, ich hoffe aber, dass der bald als Option in Photoshop und Lightroom zur Verfügung steht. Für Web-Bilder würde ich den sofort einsetzen. Mehr unter:

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Googles-Guetzli-Encoder-schrumpft-JPEG-Bilder-um-ein-Drittel-3657823.html

Fokus-Testgrafik für 5D-Mark IV-Buch

Im neuen 5D Mark IV Buch ist auf Seite 354 leider die Vorschau und nicht die Vektorgrafik gedruckt worden. Für die beschriebene Art der Fokuskorrektur ist das ohne Belang, da bei der empfohlenen Entfernung die Kamera eh nicht mehr auflöst, aber wer die Grafik auch für andere Zwecke gerne perfekt haben möchte, findet Sie hier zum Download:

Testgrafik als PDF zum Download

http://fotoschule.westbild.de/wp-content/uploads/2014/01/Siemens_Testbild-Westbild.pdf

Es ist ohnehin praktischer, eine einzelne Seite an der Wand zu befestigen, als das ganze Buch irgendwo aufzustellen. Die Verwendung der Grafik ist natürlich nicht auf die Leser meiner Bücher beschränkt, sie darf von jedem heruntergeladen und weitergegeben werden.

Buch und E-Book als Bundle

Mein Verlag hatte das schon einmal angeboten, das was aber damals wegen großer steuerlicher Unwägbarkeiten wieder eingestellt worden. Nun gilt für Buch und E-Book der gleiche Steuersatz und meine Leser und alle anderen des Rheinwerkverlags können für 5€ mehr das E-Book im Bundle mit der gedruckten Ausgabe erwerben.

https://www.rheinwerk-verlag.de/bundle

Wer mag, kann das mit dem Buch zur 5D Mark IV, das heute erscheint, schon ausprobieren 😉
Wer das Buch woanders gekauft hat, kann das E-Book im Rheinwerk-Shop für 5€ hinzuerwerben, allen neuen Büchern liegt nun ein entsprechender Hinweis bei.

Die Kamera mag ich nach wie vor sehr und ich kann sie jedem, der hauptsächlich fotografisch unterwegs ist, uneingeschränkt empfehlen. Wenn im Videobereich 4K-Video ohne Cropfaktor und auch mit einem anderen Codec möglich wäre, wäre sie auch hier perfekt.

Ein Blick in die Glaskugel für 2017

Um die Jahreswende blicke ich traditionell ein wenig in die Zukunft und äußere meine Erwartungen über die anstehenden technischen Entwicklungen in der Fotobranche. Einige der letzten Prophezeiungen sind eingetroffen, so wurden z.B. 2016 endlich spiegellose Mittelformatkameras von Hasselblad und Fuji vorgestellt. Hasselblad ist übrigens gerade chinesisch geworden, DJI (die Firma mit den Drohnen, genau) hat inzwischen die Mehrheit. Das entspricht sicher einem generellem Trend, die Chinesen werden auch im Rest der Industrie Europas weiter stark an Übernahmen interessiert sein. Japan hatte übrigens auch einmal das Image eines belächelten Billigproduzenten mit Nachbaumentalität. Von dem sind die Chinesen nun auch schon entfernt, aber die haben auch noch viel Luft nach oben und arbeiten mit großer Kraft am weiteren Aufstieg. Chinas Anteil am Fotomarkt wird auch zu Lasten etablierter Europäischer und Amerikanischer Hersteller weiter wachsen.

Morgen wird das iPhone 10 Jahre alt. Ich erinnere mich an den Tag und habe mir die Präsentation damals angeschaut. Ich war erleichtert, dass es endlich jemand richtig macht. Internet auf dem Handy war vorher fürchterlich. Es war so schlecht, dass die Provider die Handies so gebrandet hatten, dass die Wahrscheinlichkeit sehr hoch war, irrtümlich auf den Internet-Button zu kommen, damit überhaupt einmal Datenvolumen generiert wird. Die Benutzung war ein Krampf und die Gebühren ein Hohn. Dann kam das iPhone und der Rest ist Geschichte. Heute hat fast jeder ein Smartphone, die meistverwendete Kamera bei flickr ist ein iPhone, die Kamera an Platz 2 ist auch ein iPhone, Kompaktkameras werden kaum noch verkauft und wenn, dann sind Ihre Sensoren deutlich größer geworden, damit sie sich qualitativ absetzen. Diese Entwicklung ist noch nicht vorbei, Smartphones haben noch großes Entwicklungspotential und werden den Fotomarkt von unten weiter stark unter Druck setzen. Und trotz der Kulturrevolution, die Smartphones bei jedem von uns ausgelöst haben ist das nur ein Klacks im Vergleich zu dem, wie die Technik unser Leben und die Fotografie in den nächsten Jahren verändern wird.

Wie das fahrerlose Auto wird es auch die fotografenlose Kamera geben. In ein paar Jahren wird man Drohnen losschicken können, die auch ohne menschliche Steuerung Bilder von aktuellen Ereignissen liefern, Objekte aus der Luft fotografieren und selbsttätig gute Bildwinkel und Ausschnitte wählen. Techniken aus der Überwachung werden zurückschwappen in den fotografischen Bereich. Computer werden mehr und mehr in der Lagen sein, Bildinhalte zu erkennen, bei der Bildsuche und Bildverschlagwortung zu helfen und auch die Bildwirkung auf den Menschen analysieren. Computer werden auch immer mehr in die Bildbearbeitung eingreifen, schon heute erstellen Bilderdienste wie Google Photos selbstständig Montagen, Panoramen oder Zusammenstellungen.

Canon hat auf der CES gerade einen Sensor mit 250MP vorgestellt, dessen angedachter Anwendungsfall die Überwachung ist. Mit so einem Sensor kann man einen großen Platz mit einer Auflösung erkennen, die für die Erkennung einzelner Gesichter ausreicht. Auch im fotografischen Bereich werden die Auflösungen weiter steigen, ebenfalls auf der CES wurde der erste 8K-Monitor vorgestellt, 8K-Video wird in absehbarer Zeit auch für Normalanwender verfügbar sein. Der Schritt von FullHD zu 4K war aber sicher bedeutender, denn das Auge kann bei Ganzbildbetrachtung ohnehin nicht viel Mehr als 4K auflösen, ab einem gewissen Abstand zum Fernseher macht es auch keinen Unterschied mehr, ob der FullHD oder 4K kann. Trotzdem werden Fotografen von der Auflösungssteigerung profitieren, Ich fotografiere gerne mit der EOS 5DS R, weil Sie mir erlaubt, auch noch kleinere Ausschnitte des Bildes mit hinreichender Auflösung zu verwenden. Das ist vor allem in der Tierfotografie sinnvoll, weil ich fliegende Vögel auch in größerer Entfernung noch erfassen kann, ohne das es bildnerisch sinnlos wird. Ich würde auch eine 50MP-APS-C-Kamera kaufen, wenn Sie bei ISO-Leistung und Dynamikumfang gut genug wäre.

Apropos 4K:  4K würde am meisten Sinn im Beamerbereich ergeben, weil die großen Bilddiagonalen die Bildinformation dort wirklich sichtbar machen. Es ist zu hoffen, das 2017 endlich bezahlbare echte 4K-Beamer auf den Markt kommen, im Moment sind sie entweder bezahlbar oder echt („4K-Enhancement“).

Für viele Fotografen ist der Unterschied zwischen Gesehenem und Aufgenommenem bzw. Wiedergebbarem immer noch etwas frustrierend. Farb- und Dynamikumfang waren gerade in der Wiedergabe recht begrenzt. HDR-Monitore und neue Displaytechniken kommen immer mehr dem nahe, was das Auge verarbeiten kann.

Wenn Sie eine Sony A7R II oder eine vergleichbare Kamera im leisen Modus auslösen, hören Sie gar keinen Kameraverschluss mehr, weil die Belichtung rein elektronisch gestartet und beendet wird. Leider werden die Daten immer noch zeilenweise ausgelesen, so dass Sie bei Flackerlicht Bildstreifen erhalten, die sie beim mechanischen Verschluss nicht bekommen. Schön und technisch machbar wäre ein globaler elektronischer Verschluss, der das Bild gleichzeitig ausliest. Damit gäbe es keinen Rolling Shutter-Effekt mehr im Video und man könnte auch mit kurzen Belichtungszeiten blitzen, ohne dass man HSS einsetzen muss. Das wäre eine Entwicklung, die gerade professionelle Fotografen dazu verleiten könnte, sich eine neue Kamera zu kaufen. Auf der anderen Seite wird auch Hensel in diesem Jahr eine mobile Blitzanlage herausbringen, die HSS unterstützt.

Dass bei manchen neuen Kameras nicht auf neue Speicherstandards gesetzt wurde, damit die Käufer ihren alten Speicher weiterverwenden können, kann ich gut verstehen. Dass UHS-II bei SD-Karten-Slots noch nicht weiter verbreitet ist, wundert mich allerdings schon. Vielleicht liegt das auch an den langen Projektlaufzeiten bei der Kameraentwicklung. In UHS-II-Slots kann man auch alte SD-Karten weiterverwenden, es gäbe also keinen Kunden, der sich über die Einführung ärgern würde. Ich hoffe, dass das in 2017 endlich auf breiterer Basis passiert. Zumindest gute 300MB/s könnte man damit realisieren, ohne sich in der CFast gegen XQD-Frage entscheiden zu müssen. CF-Karten haben nämlich im Moment mindestens zwei Nachfolger, die auch mit der bisherigen Technik nicht kompatibel sind.

Ein weniger schöner Trend ist, dass Fototechnik etwas teuer wird. Das liegt nicht nur am Wechselkurs von Yen zu Euro, sondern auch am schrumpfenden Markt. Smartphones haben das untere Segment fast aufgelöst und im oberen ist eine gewisse Sättigung eingetreten, weil auch eine Kamera von vor fünf Jahren noch sehr gut ist. Trotzdem hat sich eine Menge getan und wenn Sie darüber nachdenken, ihre Ausrüstung aufzufrischen, dann möchte ich Sie nicht davon abbringen. Es gibt jetzt schon genug wirklich leistungsfähige Kameras wie z.B. die Nikon D500 oder die Canon 5D Mark IV, aber ich erwarte auch für dieses Jahr einige schöne Neuerscheinungen. Canon wird eine neue 6D bringen und auch die 750D/760D wird wohl aufgefrischt, Bei Nikon ist ein Nachfolger der D750 oder der D810 denkbar, Sony wird auch einen Schritt nach vorne gehen und hoffentlich eine A7 auf den Markt bringen, die bei Autofokus und Serienbildtauglichkeit deutlich besser geworden ist, es kommen ein paar schöne neue Objektive wie z.B ein 24-70mm und ein 70-200mm der ART-Serie von Sigma, ein 85er von Canon, vielleicht auch ein 50er. Und im Bereich der Spiegellosen werden auch die großen Hersteller, die nicht Sony heißen, fleißig weiterentwickeln. Ob da 2017 schon ein großer Wurf kommt, wage ich zu bezweifeln, aber wir werden dem näher kommen.

Vergessen wir bei alledem nicht, dass es ein großes Privileg ist, sich bei Anbruch eines Jahres um solche Themen Gedanken machen zu können. Das geht nur in Zeiten des Friedens, des Wohlstands und der Freiheit. Und nichts davon ist selbstverständlich.

 

 

Erster Test: Canon Wi-Fi Adapter W-E1

Seit ein paar Tagen habe ich den W-E1 von Canon hier. Getestet habe ich ihn mit der EOS 5DS R. Er hat die Form einer SD-Karte ohne Speicher, wenn Sie die Bilder zusätzlich in der Kamera speicher möchten, müssen Sie also eine CF-Karte zusätzlich einsetzen. Er unterstützt Verbindungen zum Smartphone (Canon Camera Connect App) und zu EOS-Utility, beides mit Vorschau und Kameraeinstellungsmöglichkeiten. Zum Computer überträgt der Adapter auch Raw-Dateien, zum Smartphone JPEGs. Die Übertragung einer 50MP-Raw-Datei mit ca. 66MB dauert allerdings bei mir ca. 16s. Dafür kann ich zwei Kameras gleichzeitig in mein Heimnetz packen und diese an den Kameras wechselseitig aktivieren, ohne neue Verbindungen schaffen zu müssen. Die Livebildvorschau funktioniert auch im Nebenzimmer noch gut.

Mit Lightroom habe ich auch direkt auslösen können, allerdings ohne Livebild, das Raw wird ebenso übertragen. CaptureOne funktioniert nicht. Ich habe mit dem AF leichte Probleme, musste ihn auf kontinuierlich einstellen, damit der AF im Livebild funktionierte. Eine manuelle Fokussierung über Tasten am Bildschirm funktioniert allerdings sehr gut. Für tethered shooting mit Raws ist das System je nach Anwendungszweck vielleicht zu langsam. Für die Fernsteuerung mit dem Smartphone mit Livebild und Übertragung von JPEGs für den direkten Versand allerdings ziemlich perfekt. In Anbetracht des günstigen Preises von knapp 50€ UVP ist der W-E1 auf jeden Fall eine Anschaffung wert. Vor der Benutzung müssen Sie  die Firmware der EOS 5DS (R) oder EOS 7D Mark II auf 1.1.0 aktualisieren.

 

Update Fotomarkt

In diesem Jahr bin ich entgegen meiner Gewohnheiten nicht auf der Photokina gewesen, da ich zu der Zeit mit einem Kollegen und der neuen 5D Mark IV zum Fotografieren in Kroatien war. Deswegen möchte ich jetzt in Ruhe ein paar interessante Entwicklungen im Fotomarkt zusammenfassen:

Fuji hat mit der GFX 50S ein spiegelloses Mittelformatsystem ähnlich dem der Hasselblad X1D vorgestellt. Es soll mit einem Objektiv deutlich unter 10.000€ kosten und zu Beginn wurde eine etwas interessantere Objektivauswahl als bei Hasselblad angekündigt. Die Objektive sind wetterabgedichtet, haben aber keinen Zentralverschluss, der sie für kurze Blitzsynchronzeiten tauglich machen würde, wie bei Hasselblad oder PhaseOne der Fall. Die Kamera ist auch nicht so hübsch wie die Hasselblad, hat aber einen Arbeitspferdcharme, der viele Profis ansprechen könnte.

Sigma hat drei Objektive herausgebracht, ein 12-24mm f4 Art, ein 500mm f4 Sport und ein 85mm f1,4 Art. Für die meisten Fotografen wird das 85er am interessantesten sein, weil es ein nahezu perfektes Porträttele für eine Vollformat ist. Mit 1249€ UVP ist es vergleichsweise günstig, mit 1350g aber nicht leicht. Die anderen beiden Objektive sind ebenfalls sehr gute optische Konstruktionen, aufgrund ihrer eher extremen Brennweiten dürfte das 85er aber der Bestseller unter Ihnen werden.

Dronen sind definitiv ein Thema, dessen Höhepunkt noch nicht überschritten ist. Im Consumerbereich wurden die DJI Mavic Pro und die Go Pro Karma mit großem Wirbel vorgestellt. Ich halte die Mavic für gelungener, zudem hat die GoPro wohl schlechtes Karma, denn gerade wurden alle wegen der Probleme mit der Stromversorgung zurückgerufen.

LED-Technik wird auch im wirklich professionellen Bereich bezahlbarer, auf der Photokina waren eine Vielzahl neuer Produkte zu sehen. Wer gleichzeitig filmt und fotografiert, sollte sich einen aktuellen Überblick verschaffen, für die reinen Fotografen ist Funkblitztechnik nach wie vor meist spannender. Hensel hat seinen neuen Porty leider noch nicht zur Photokina fertig bekommen, aber 2017 steht auch hier HSS-Technik für unterwegs an. Ich selbst würde auch keine Akkublitze mehr kaufen, die das nicht unterstützen.

Von Nikon kam um die Photokina nicht viel außer Actioncams und einem neuen 70-200mm, allerdings haben die mit der D500 und der D5 auch gut vorgelegt am Anfang des Jahres. Zu Canon schreibe ich separat, auch weil viele Leser über die Canon-Bücher und nicht über die Große Fotoschule hierhin gekommen sind. Da fällt mir ein, Nikon hat gerade eines der schönsten Objektive überhaupt vorgestellt: das AF-S NIKKOR 105 MM 1:1,4E ED. Das ist jetzt schon ein Klassiker.

Olympus hat den Bildstabilisator inzwischen so weit ausgereizt, dass sie sagen, die Erdrotation wäre nun ein begrenzender Faktor, man redet von 6,5 Blendenstufen und ich habe schon Weitwinkelaufnahmen gesehen, die mit 5s Belichtungszeit aus der Hand noch knackscharf wurden.

Leica hat die billigste Kamera ihrer Geschichte herausgebracht, die SOFORT, eine Kamera, die mit Fuji Intstax Mini-Film arbeitet und sehr hübsch geworden ist.

 

 

 

Expeditionen ins Licht

In diesem Blog ist es in letzter Zeit etwas ruhig geblieben, da ich an drei Büchern gearbeitet habe. Zum einen ist das die neue Auflage der Großen Fotoschule, die ich aktualisiert und überarbeitet habe, ein  Kamerabuch über die großartige EOS 5D Mark IV, dass Ende Januar erscheint und ein Kapitel über Sternenfotografie in dem Buch „Expeditionen ins Licht – Auf den Spuren außergewöhnlicher Bilder“, das sich sechs fotografischen Spezialthemen widmet: Tropfenfotografie, Mikrofotografie, Lightpainting, Luftbildfotografie, Extremwetterfotografie und Sternenfotografie. Das Buch ist schön gestaltet und gut gedruckt, ist ein Wendebuch, das sich von vorne und hinten lesen lässt, so gibt es zwei verschiedene Vorderseiten, auf denen dann alle sechs Autoren mit einem Beitragsbild erscheinen. Obwohl eher ein Bildband, habe ich großes Vergnügen daran gefunden, die Texte und Interviews zu lesen. Wenn Andreas Drobny schreibt, seine 700D wäre ihm zu schade für seine (technisch hervorragende) Tropfenfotografie, dann freue ich mich wirklich. Ausrüstung ist eben nicht alles, Hingabe und Gestaltungswillen sind viel wichtiger. Oder wenn ich bei Dennis Oswald lese, wie wenig er als Extremwetterfotograf ein Gefahrensucher ist.  Das ist ein Buch, dass ich auch als langjähriger Profi noch ansprechend, inspirierend und interessant finde.

Expeditionen ins Licht - Auf den Spuren außergewöhnlicher Bilder

https://www.rheinwerk-verlag.de/expeditionen-ins-licht_4177/?GPP=westphalen

 

 

EOS 5DS (R): Neues Lightroom Profil

Ich schrieb in meinem Buch zu EOS 5DS (R), dass die Schatten in Lightroom zu dunkel wären und man einen natürlicheren Eindruck erhalten würde, wenn man den Regler „Tiefen“ auf +20 bis +25 stellen würde. Adobe hat nun reagiert (nicht auf mich, aber auf das Problem) und im neuen Lightroom-Update gibt es unter  Kamerakalibrierung  nun auch ein Profil „Adobe Standard v2“, das deutlich weicher arbeitet.

Sigma bringt 85mm f1,4 ART

Es ist zwar noch nicht offiziell angekündigt, aber da die Cine-Version des 85ers schon vorgestellt wurde, ist davon auszugehen, dass das 85mm f1,4 Art in den nächsten Tagen oder sogar heute offiziell bekannt gemacht wird und auf der Photokina zu sehen sein wird. Es kann sein, dass auch ein neues 70-200mm kommen wird.

UPDATE: Das Objektiv ist inzwischen da und scheint alle Erwrtungen zu erfüllen. Es wiegt übrigens 1130g, diese Information ist auf der Website Sigmas noch nicht zu finden, ich habe Sie aber vom Social-Media-Team erfahren.

Leserbriefe / vergriffene Bücher

Ich habe gestern auf dem iPhone aus Versehen einen Leserbrief ins Nirvana befördert. Aus diesem Anlass wollte ich klarstellen, dass ich Leserbriefe sonst immer beantworte. In diesem Fall ging es um die Frage, ob ich noch ein 5D Mark III-Buch organisieren könnte. Ich hätte in diesem Fall auch keines mehr übrig gehabt, möchte aber auf Grund der manchmal über 100€ liegenden Gebrauchtpreise bei Amazon darauf hinweisen, dass es viele Bücher beim Verlag noch als eBook gibt, auch wenn Sie diese nicht direkt bei Amazon finden.

Das Buch zur 5D Mark III z.B. hier:
https://www.rheinwerk-verlag.de/canon-eos-5d-mark-iii-das-kamerahandbuch_3169/?GPP=westphalen

 

Metabones Update: Jetzt macht die Sony endlich (etwas mehr) Spaß

Seit dem 23.6. hat metabones ein Firmware-Update draußen, mit dem endlich der volle AF-Umfang einer Sony E-Mount-Kamera auch mit Canon-Objektiven funktioniert, also z.B. auch die Fokussierung auf das vordere Auge.

http://www.metabones.com/article/of/EF-E_Firmware_Win

Das ist ein Update, auf das ich fast ein Jahr gewartet habe. Meine A7RII ist damit deutlich aufgewertet, die großen Lücken in Sonys Objektivprogramm sind nun kein echtes Problem mehr.

UPDATE: Nachdem ich jetzt bei etwas schlechteren Lichtverhältnissen im Innenraum Porträts aufgenommen habe (z.B. f1,4 1/100s ISO1000), muss ich sagen, dass die Sony sehr häufig danebengelegen hat, zum Teil sehr stark. Eine parallel eingesetzte EOS 5DS R war viel besser beim AF. Die Sony ist bei schwachem Licht ebenfalls schwach, was den AF betrifft.

22.6: Hasselblad kündigt Gamechanger an

Nachdem die letzten Versuche Hasselblads, ihr Produktportfolio zu erweitern (veraltete Sonykameras mit fragwürdigen Designänderung zum vielfachen Preis der Originale zu verkaufen), im erwartbaren Desaster geendet sind , kündigt die Firma für den 22.6 eine echte Neuheit an. Ich gebe zu, dass ich vorsichtig optimistisch bin, dass endlich eine Firma das baut, was ich seit Jahren schreibe, nämlich eine spiegellose Mittelformatkamera. Ich erwarte eine Kamera mit 50MP-Sonysensor und einem merklich günstigeren Preis als der H6D-50C. Ab Mittwoch wissen wir mehr.

Erste Eindrücke Sigma MC-11

Sigma hat einen Adapter auf dem Markt gebracht, mit dem man ähnlich dem Metabones-Adapter Canon-EF (oder in anderer Version, Sigma-Bajonett) an eine Sony E-Mount.Kamera anschließen kann. Mit bestimmten Sigma-Objektiven unterstützt der Adapter das volle Programm der AF-Möglichkeiten inkl. Fokussierung auf das vordere Auge. Im Netzt war zu lesen, dass er mit anderen Objektiven gar nicht funktionieren würde, das ist aber nicht der Fall. Er liefert mit Canon-Objektiven einen eingeschränkten Funktionsumfang, das macht der Metabones aber auch nur (UPDATE: seit dem 23.6.2016 nicht mehr, nun steht der volle Umfang zur Verfügung). Nach ersten Tests sind die Adapter recht vergleichbar, was die Leistung mit Canon-EF-Objektiven betrifft und der Sigma-Adapter mit Sigma-Objektiven deutlich leistungsfähiger (metabones hat aufgeholt: Update der Firmware hier http://www.metabones.com/article/of/EF-E_Firmware_Win ). Es ist zu früh, das als abschließende Wahrheit hinzustellen, aber ich bin erstmal positiv überrascht. Mechanisch mach der Adapter auch einen guten Eindruck, die USB-Abdeckung ist auch intelligenter gelöst als beim Metabones. Apropos USB: Als USB-Dock kann der Adapter nicht fungieren, obwohl er EF-Bajonett und USB-Anschluss hat, aber da das Dock nur 49€ kostet (der Adapter 299), ist das zu verschmerzen.

 

Augen auf: Fotoausrüstung auf Teneriffa gestohlen

Einem Kollegen ist die gesamte Ausrüstung auf Teneriffa gestohlen worden. Mir ist das vor zwei Jahren auch passiert, allerdings nur ein Teil und nicht so schlimm wie in diesem Fall. Ich würde mich freuen, wenn Sie die Augen offen halten könnten. Alle wichtigen Details finden Sie unter http://www.naturfotocamp.de/?a=blog&id=6009

Das war 2014 mein Fall: http://fotoschule.westbild.de/2014/03/fotoausruestung-gestohlen-stolen-photo-equipment/

Ich weiß zwar, wer es damals war, aber der Fall wurde eingestellt, weil Tatort und Täter nicht in/aus Deutschland waren.