Fotoreisen 2017: Sylt, Spiekeroog, Ruhrgebiet

Im nächsten Jahr bietet Artistravel drei Fotoreisen mit mir als Dozent an, zwei in den Norden und eine ins Ruhrgebiet. Das passt ganz gut zu einem Norddeutschen, der im Ruhrgebiet hängengeblieben ist. Vom 02.04.2017 – 08.04.2017 geht es nach Sylt, untergebracht in der Akademie am Meer im Klappholttal zwischen Kampen und List. Anreisen kann man übrigens auch mit der Fähre von Rømø.

Mehr unter: https://www.artistravel.eu/fotoreise/kurstermine/reise/2017/sylt-landschaft-und-mehr-2344.html

Wattenmeer

Wattenmeer

Die zweite Fotoreise findet vom 08.05.2017 – 12.05.2017 im Ruhrgebiet statt, diesmal ohne Übernachtung, unser Startpunkt ist das Atelier Zeche Friedlicher Nachbar in Bochum Linden. Wir werden aber im ganzen Ruhrgebiet unterwegs sein.

https://www.artistravel.eu/fotoreise/kurstermine/reise/2017/kontraste-des-ruhrgebiets-2883.html

Phoenix West in Hörde

Phoenix West in Hörde

Duisburg Alsum

Duisburg Alsum

Vom 17.09.2017 – 23.09.2017 findet die ruhigste der Fotoreisen statt. Auf Spiekeroog gibt es keine Autos, dafür aber Rehe und eine großartige Natur. Wer nach Superlativen sucht, muss mit der mit 24 m höchsten Erhebung Ostfrieslands Vorlieb nehmen. Die Überschaubarkeit und Ablenkungsfreiheit hat aber auch den Vorteil, dass man sich in einer Woche ganz auf einen Ort einlassen kann.

https://www.artistravel.eu/fotoreise/kurstermine/reise/2017/spiekeroog-in-ruhe-entdecken-2580.html

nordsee

Nordsee

Auch wenn ich Ihnen auf den Fotoreisen „etwas beipulen“ möchte, wie man so schön im Norden sagt, soll das Urlaub sein; viel sehen, viel draußen sein, bewusst wahrnehmen. Ich bin in der Lage, mich auf sehr unterschiedliche Kenntnisstände der Teilnehmer einzustellen, wer Lust dazu hat, eine ganze Woche lang  zu fotografieren, wird in jedem Fall genug an Vorerfahrung mitbringen. Auf der anderen Seite berate ich auch häufiger einige meiner Profikollegen, so dass ich auch erfahreneren Fotografen noch Fragen beantworten und Anregungen geben kann. Eine kleine DSLR oder Systemkamera reicht, wenn Sie Wechselobjektive, einen Blitz oder ein Stativ besitzen, nehmen Sie das ruhig mit, auch wenn Sie nicht immer alles davon mitschleppen müssen. Wetterfeste Kleidung und passendes Schuhwerk sind wichtig, wir haben keine extremen Sachen vor, lassen uns von einer steifen Brise aber auch nicht abschrecken.

https://www.artistravel.eu/dozenten/christian-westphalen.html

Erster Test: Canon Wi-Fi Adapter W-E1

Seit ein paar Tagen habe ich den W-E1 von Canon hier. Getestet habe ich ihn mit der EOS 5DS R. Er hat die Form einer SD-Karte ohne Speicher, wenn Sie die Bilder zusätzlich in der Kamera speicher möchten, müssen Sie also eine CF-Karte zusätzlich einsetzen. Er unterstützt Verbindungen zum Smartphone (Canon Camera Connect App) und zu EOS-Utility, beides mit Vorschau und Kameraeinstellungsmöglichkeiten. Zum Computer überträgt der Adapter auch Raw-Dateien, zum Smartphone JPEGs. Die Übertragung einer 50MP-Raw-Datei mit ca. 66MB dauert allerdings bei mir ca. 16s. Dafür kann ich zwei Kameras gleichzeitig in mein Heimnetz packen und diese an den Kameras wechselseitig aktivieren, ohne neue Verbindungen schaffen zu müssen. Die Livebildvorschau funktioniert auch im Nebenzimmer noch gut.

Mit Lightroom habe ich auch direkt auslösen können, allerdings ohne Livebild, das Raw wird ebenso übertragen. CaptureOne funktioniert nicht. Ich habe mit dem AF leichte Probleme, musste ihn auf kontinuierlich einstellen, damit der AF im Livebild funktionierte. Eine manuelle Fokussierung über Tasten am Bildschirm funktioniert allerdings sehr gut. Für tethered shooting mit Raws ist das System je nach Anwendungszweck vielleicht zu langsam. Für die Fernsteuerung mit dem Smartphone mit Livebild und Übertragung von JPEGs für den direkten Versand allerdings ziemlich perfekt. In Anbetracht des günstigen Preises von knapp 50€ UVP ist der W-E1 auf jeden Fall eine Anschaffung wert. Vor der Benutzung müssen Sie  die Firmware der EOS 5DS (R) oder EOS 7D Mark II auf 1.1.0 aktualisieren.

 

Update Fotomarkt

In diesem Jahr bin ich entgegen meiner Gewohnheiten nicht auf der Photokina gewesen, da ich zu der Zeit mit einem Kollegen und der neuen 5D Mark IV zum Fotografieren in Kroatien war. Deswegen möchte ich jetzt in Ruhe ein paar interessante Entwicklungen im Fotomarkt zusammenfassen:

Fuji hat mit der GFX 50S ein spiegelloses Mittelformatsystem ähnlich dem der Hasselblad X1D vorgestellt. Es soll mit einem Objektiv deutlich unter 10.000€ kosten und zu Beginn wurde eine etwas interessantere Objektivauswahl als bei Hasselblad angekündigt. Die Objektive sind wetterabgedichtet, haben aber keinen Zentralverschluss, der sie für kurze Blitzsynchronzeiten tauglich machen würde, wie bei Hasselblad oder PhaseOne der Fall. Die Kamera ist auch nicht so hübsch wie die Hasselblad, hat aber einen Arbeitspferdcharme, der viele Profis ansprechen könnte.

Sigma hat drei Objektive herausgebracht, ein 12-24mm f4 Art, ein 500mm f4 Sport und ein 85mm f1,4 Art. Für die meisten Fotografen wird das 85er am interessantesten sein, weil es ein nahezu perfektes Porträttele für eine Vollformat ist. Mit 1249€ UVP ist es vergleichsweise günstig, mit 1350g aber nicht leicht. Die anderen beiden Objektive sind ebenfalls sehr gute optische Konstruktionen, aufgrund ihrer eher extremen Brennweiten dürfte das 85er aber der Bestseller unter Ihnen werden.

Dronen sind definitiv ein Thema, dessen Höhepunkt noch nicht überschritten ist. Im Consumerbereich wurden die DJI Mavic Pro und die Go Pro Karma mit großem Wirbel vorgestellt. Ich halte die Mavic für gelungener, zudem hat die GoPro wohl schlechtes Karma, denn gerade wurden alle wegen der Probleme mit der Stromversorgung zurückgerufen.

LED-Technik wird auch im wirklich professionellen Bereich bezahlbarer, auf der Photokina waren eine Vielzahl neuer Produkte zu sehen. Wer gleichzeitig filmt und fotografiert, sollte sich einen aktuellen Überblick verschaffen, für die reinen Fotografen ist Funkblitztechnik nach wie vor meist spannender. Hensel hat seinen neuen Porty leider noch nicht zur Photokina fertig bekommen, aber 2017 steht auch hier HSS-Technik für unterwegs an. Ich selbst würde auch keine Akkublitze mehr kaufen, die das nicht unterstützen.

Von Nikon kam um die Photokina nicht viel außer Actioncams und einem neuen 70-200mm, allerdings haben die mit der D500 und der D5 auch gut vorgelegt am Anfang des Jahres. Zu Canon schreibe ich separat, auch weil viele Leser über die Canon-Bücher und nicht über die Große Fotoschule hierhin gekommen sind. Da fällt mir ein, Nikon hat gerade eines der schönsten Objektive überhaupt vorgestellt: das AF-S NIKKOR 105 MM 1:1,4E ED. Das ist jetzt schon ein Klassiker.

Olympus hat den Bildstabilisator inzwischen so weit ausgereizt, dass sie sagen, die Erdrotation wäre nun ein begrenzender Faktor, man redet von 6,5 Blendenstufen und ich habe schon Weitwinkelaufnahmen gesehen, die mit 5s Belichtungszeit aus der Hand noch knackscharf wurden.

Leica hat die billigste Kamera ihrer Geschichte herausgebracht, die SOFORT, eine Kamera, die mit Fuji Intstax Mini-Film arbeitet und sehr hübsch geworden ist.

 

 

 

Expeditionen ins Licht

In diesem Blog ist es in letzter Zeit etwas ruhig geblieben, da ich an drei Büchern gearbeitet habe. Zum einen ist das die neue Auflage der Großen Fotoschule, die ich aktualisiert und überarbeitet habe, ein  Kamerabuch über die großartige EOS 5D Mark IV, dass Ende Januar erscheint und ein Kapitel über Sternenfotografie in dem Buch „Expeditionen ins Licht – Auf den Spuren außergewöhnlicher Bilder“, das sich sechs fotografischen Spezialthemen widmet: Tropfenfotografie, Mikrofotografie, Lightpainting, Luftbildfotografie, Extremwetterfotografie und Sternenfotografie. Das Buch ist schön gestaltet und gut gedruckt, ist ein Wendebuch, das sich von vorne und hinten lesen lässt, so gibt es zwei verschiedene Vorderseiten, auf denen dann alle sechs Autoren mit einem Beitragsbild erscheinen. Obwohl eher ein Bildband, habe ich großes Vergnügen daran gefunden, die Texte und Interviews zu lesen. Wenn Andreas Drobny schreibt, seine 700D wäre ihm zu schade für seine (technisch hervorragende) Tropfenfotografie, dann freue ich mich wirklich. Ausrüstung ist eben nicht alles, Hingabe und Gestaltungswillen sind viel wichtiger. Oder wenn ich bei Dennis Oswald lese, wie wenig er als Extremwetterfotograf ein Gefahrensucher ist.  Das ist ein Buch, dass ich auch als langjähriger Profi noch ansprechend, inspirierend und interessant finde.

Expeditionen ins Licht - Auf den Spuren außergewöhnlicher Bilder

https://www.rheinwerk-verlag.de/expeditionen-ins-licht_4177/?GPP=westphalen

 

 

EOS 5DS (R): Neues Lightroom Profil

Ich schrieb in meinem Buch zu EOS 5DS (R), dass die Schatten in Lightroom zu dunkel wären und man einen natürlicheren Eindruck erhalten würde, wenn man den Regler „Tiefen“ auf +20 bis +25 stellen würde. Adobe hat nun reagiert (nicht auf mich, aber auf das Problem) und im neuen Lightroom-Update gibt es unter  Kamerakalibrierung  nun auch ein Profil „Adobe Standard v2“, das deutlich weicher arbeitet.

EOS 5D Mark IV erste Eindrücke

Die EOS 5D Mark IV ist zwar sehr nah an den anderen Bodies wie dem der 7D Mark II oder der 5DS R, ist aber ein wenig leichter geworden und fasst sich dennoch besser an. Die Beschichtung ist etwas rauher und der Body wirkt extrem steif. Sie ist besser abgedichtet, was man auch etwas am angenehmen Feedback der Knöpfe merkt. Der Bildschirm ist schärfer und kontrastreicher, dabei aber sehr farbgenau, der beste Kameramonitor, den ich bislang gesehen habe. Der Touchscreen ist großartig, ich möchte in Zukunft keine Kamera mehr ohne einen haben. Die Fokussierung mittels DPAF im Livebild-Modus oder im Video ist nahezu perfekt, ich muss ehrlich zugeben, dass ich sie bislang zu großen Teil verwendet habe, weil es gerade im Makro- und Naturbereich sehr schnell und intuitiv funktioniert.

Aus DPP4 ohne Anpassung

Aus DPP4 ohne Anpassung 420mm f8 1/500s ISO 2000

Die Farbwiedergabe gefällt mir sehr gut, die Kamera hat einen sehr schönen Sweetspot zwischen Auflösung, Empfindlichkeit, Dynamik und Farbwiedergabe getroffen. Was sich auf dem Papier eher unspektakulär las, ist in der Praxis schnell in echte Begeisterung umgeschlagen.

Die Möglichkeiten mit den Dual-Pixel-Raws sind auch spannend, Adobe hat schon bekanntgegeben, dass Sie an einer Unterstützung arbeiten. DIe Bokehverschiebung ist im Makrobereich sehr schön, man kann die Überlagerung der unscharfen Bereiche gut nachträglich optimieren. Falls die Hardware das zulässt, wäre es sehr schön, für alle anderen DPAF-Kameras wie die EOS 7D Mark II ein Firmwareupdate zu erhalten, die die Aufzeichnung von Dual-Pixel-Raws gestattet. Ich werde diesen Artikel später erweitern, aber mein Kurzfazit ist: großartig.

Sigma bringt 85mm f1,4 ART

Es ist zwar noch nicht offiziell angekündigt, aber da die Cine-Version des 85ers schon vorgestellt wurde, ist davon auszugehen, dass das 85mm f1,4 Art in den nächsten Tagen oder sogar heute offiziell bekannt gemacht wird und auf der Photokina zu sehen sein wird. Es kann sein, dass auch ein neues 70-200mm kommen wird.

UPDATE: Das Objektiv ist inzwischen da und scheint alle Erwrtungen zu erfüllen. Es wiegt übrigens 1130g, diese Information ist auf der Website Sigmas noch nicht zu finden, ich habe Sie aber vom Social-Media-Team erfahren.

Canon 5D Mark IV ist da

Canon hat heute die neue EOS 5D Mark IV vorgestellt, die technischen Daten können Sie in aller Ruhe hier durchlesen:

http://www.canon.de/cameras/eos-5d-mark-iv/specifications/

Canon 5D Mrk IV Bild: Canon

Canon 5D Mrk IV Bild: Canon

Das wichtigste in Kürze:

  • 30,4 MP, 7 Bilder/s
  • ISO 100-32.000, erweiterbar 50-102.400
  • erhöhter Dynamikumfang wie schon bei der 80D und 1D X Mark II
  • AF bis f8 und -3LW, 61 Messfelder, erweiterte Abdeckung
  • 4K-Video in voller DCI-Auflösung (4.096 x 2.160) und 30fps (aber wohl nur mit einem Cropfaktor von 1,74x), FullHD mit 60FPS und ohne Crop
  • besserer Spritzwasserschutz und leichteres Gehäuse
  • Dual Pixel CMOS AF bis LW-4, Dual Pixel RAW (mehr dazu unten)
  • GPS und WIFI mit NFC
  • Monitor mit Touchscreen und 1,6 Mio Pixel
  • Belichtungsmessung und AF Tracking gegenüber der 5D Mark III deutlich verbessert
  • gleiche Akkus und Speicherkarten
  • Preis: 4065€, Lieferbar ab Mitte September

Grundsätzlich wirkt das für mich sehr rund, das wird eine sehr gut bedienbare Kamera mit klasse Bildqualität, die fast jeder Aufnahmesituation gewachsen sein wird. Der Cropfaktor beim 4K-Video ist eine Enttäuschung, weil er Weitwinkelvideo in 4K sehr schwierig macht, für Tierfilmer ist das aber eher ein Vorteil auch in Verbindung mit dem tollen Video-AF. Schade finde ich es auch, dass nicht die Gelegenheit genutzt wurde, schnellere Speicherkarte wie SD UHS II oder CFast zu unterstützen, so ist nach 21 Raws Schluss.

Dual-Pixel-Raw speichert beide Hälften eines Pixels und Sie könne die 3D-Information darin für drei verschieden Anwendungszwecke mit DPP einsetzen:

  1. Nachfokussieren nach der Aufnahme um bis zu 5 Mikroschritte, so lässt sich die Schärfe auch nachträglich noch exakt auf die Augen legen, wenn Sie leicht daneben war.
  2. eine seitliche Verschiebung (bezogen aufs Querformat) unscharfer Bereiche, so lässt sich die Abdeckung des Motivs durch Vordergrundunschärfe nachträglich verschieben
  3. ein leichtes Herausrechnen von Überstrahlungen und Reflexen

Vor allem der erste Punkt kann sich als wirklich nützlich erweisen, auch wenn Sie dadurch mit doppelter Raw-Dateigröße arbeiten müssen. Im Porträtbereich hat die 5D-Reihe wahrscheinlich jetzt schon eine deutliche Marktführerschaft.

Den Mehrpreis haben wir wohl hauptsächlich der Euro-Yen-Entwicklung zu verdanken:

http://www.finanzen.net/devisen/euro-yen/chart

 

Bild und Videobeispiele:
http://web.canon.jp/imaging/eosd/samples/eos5dmk4/

 

 

EOS 7D Mark II: Wifi-Adapter in SD-Kartenform kommt

Canon wird mit dem W-E1 einen Wifi-Adapter vorstellen, der Tethered Shooting mit der EOS 7D Mark II erlaubt. Ich vermute, dass das eine deutliche bessere Lösung als die EyeFi-Karten werden wird. Ich denke, dass dafür ein Firmware-Update für die 7D Mark II kommt und bin gespannt, was Canon da noch reingepackt hat. Die alte 7D wurde über Firmware auch noch einmal aufgewertet.

Die 5D Mark IV wird wohl am 24.8 vorgestellt, zusammen mit einem neuen 24-105L. Im September ist die Photokina und wir können mit einem ganzen Schub weiterer Ankündigungen aus der Fotobranche rechnen. Leider auch mit Preiserhöhungen, weil der Euro gegenüber dem Yen in den letzten 12 Monaten ca. 15% an Wert verloren hat.

 

Leserbriefe / vergriffene Bücher

Ich habe gestern auf dem iPhone aus Versehen einen Leserbrief ins Nirvana befördert. Aus diesem Anlass wollte ich klarstellen, dass ich Leserbriefe sonst immer beantworte. In diesem Fall ging es um die Frage, ob ich noch ein 5D Mark III-Buch organisieren könnte. Ich hätte in diesem Fall auch keines mehr übrig gehabt, möchte aber auf Grund der manchmal über 100€ liegenden Gebrauchtpreise bei Amazon darauf hinweisen, dass es viele Bücher beim Verlag noch als eBook gibt, auch wenn Sie diese nicht direkt bei Amazon finden.

Das Buch zur 5D Mark III z.B. hier:
https://www.rheinwerk-verlag.de/canon-eos-5d-mark-iii-das-kamerahandbuch_3169/?GPP=westphalen

 

Metabones Update: Jetzt macht die Sony endlich (etwas mehr) Spaß

Seit dem 23.6. hat metabones ein Firmware-Update draußen, mit dem endlich der volle AF-Umfang einer Sony E-Mount-Kamera auch mit Canon-Objektiven funktioniert, also z.B. auch die Fokussierung auf das vordere Auge.

http://www.metabones.com/article/of/EF-E_Firmware_Win

Das ist ein Update, auf das ich fast ein Jahr gewartet habe. Meine A7RII ist damit deutlich aufgewertet, die großen Lücken in Sonys Objektivprogramm sind nun kein echtes Problem mehr.

UPDATE: Nachdem ich jetzt bei etwas schlechteren Lichtverhältnissen im Innenraum Porträts aufgenommen habe (z.B. f1,4 1/100s ISO1000), muss ich sagen, dass die Sony sehr häufig danebengelegen hat, zum Teil sehr stark. Eine parallel eingesetzte EOS 5DS R war viel besser beim AF. Die Sony ist bei schwachem Licht ebenfalls schwach, was den AF betrifft.

Hasselblad X1D

 

Hasselblad X1D Bild: Hasselblad

Hasselblad X1D    Bild: Hasselblad

Mein Prognose zur neuen Hasselblad hat sich als richtig erwiesen. Wie gut die Kamera in der Praxis sein wird, vermag ich noch nicht ganz zu beurteilen, das hängt z.B. vom AF und der Sucherqualität ab, Hasselblad gehörte bislang nicht zu den Livebild-Königen. Allerdings kann ich jetzt schon sagen, dass Hasselblad ganz viel richtig gemacht hat. Die Gehäusegröße ist perfekt, die Bedienung ist auf den ersten Blick durchdachter als z.B. bei Sony (gut, das ist auch kein Kunststück, aber sie macht wirklich einen guten Eindruck). Der Zentralverschluss mit Blitzsynchronzeiten von bis zu 1/2000s bewahrt einen wichtigen Vorteil vieler Mittelformatkameras. Wichtig ist, dass der Adapter für die H-Objektive schnell verfügbar wird und das Hasselblad das Objektivprogramm erweitert, bislang gibt es erst ein 45er und ein 90er, von deren Brennweite man ungefähr ein Viertel abziehen muss, um auf vergleichbare Kleinbild-Brennweiten zu kommen. Das wird nicht die letzte spiegellose Mittelformatkamera bleiben.

Die wichtigste und erfreulichste Nachricht für mich: Hasselblad hat die Idioten rausgeworfen und der neue CEO arbeitet in die richtige Richtung.

http://www.hasselblad.com/de/x1d

 

22.6: Hasselblad kündigt Gamechanger an

Nachdem die letzten Versuche Hasselblads, ihr Produktportfolio zu erweitern (veraltete Sonykameras mit fragwürdigen Designänderung zum vielfachen Preis der Originale zu verkaufen), im erwartbaren Desaster geendet sind , kündigt die Firma für den 22.6 eine echte Neuheit an. Ich gebe zu, dass ich vorsichtig optimistisch bin, dass endlich eine Firma das baut, was ich seit Jahren schreibe, nämlich eine spiegellose Mittelformatkamera. Ich erwarte eine Kamera mit 50MP-Sonysensor und einem merklich günstigeren Preis als der H6D-50C. Ab Mittwoch wissen wir mehr.

Erste Eindrücke Sigma MC-11

Sigma hat einen Adapter auf dem Markt gebracht, mit dem man ähnlich dem Metabones-Adapter Canon-EF (oder in anderer Version, Sigma-Bajonett) an eine Sony E-Mount.Kamera anschließen kann. Mit bestimmten Sigma-Objektiven unterstützt der Adapter das volle Programm der AF-Möglichkeiten inkl. Fokussierung auf das vordere Auge. Im Netzt war zu lesen, dass er mit anderen Objektiven gar nicht funktionieren würde, das ist aber nicht der Fall. Er liefert mit Canon-Objektiven einen eingeschränkten Funktionsumfang, das macht der Metabones aber auch nur (UPDATE: seit dem 23.6.2016 nicht mehr, nun steht der volle Umfang zur Verfügung). Nach ersten Tests sind die Adapter recht vergleichbar, was die Leistung mit Canon-EF-Objektiven betrifft und der Sigma-Adapter mit Sigma-Objektiven deutlich leistungsfähiger (metabones hat aufgeholt: Update der Firmware hier http://www.metabones.com/article/of/EF-E_Firmware_Win ). Es ist zu früh, das als abschließende Wahrheit hinzustellen, aber ich bin erstmal positiv überrascht. Mechanisch mach der Adapter auch einen guten Eindruck, die USB-Abdeckung ist auch intelligenter gelöst als beim Metabones. Apropos USB: Als USB-Dock kann der Adapter nicht fungieren, obwohl er EF-Bajonett und USB-Anschluss hat, aber da das Dock nur 49€ kostet (der Adapter 299), ist das zu verschmerzen.

 

Canon: Neuer Top-Blitz und Makro für das EF-M-System

Canon hat heute den Speedlite 600EX II-RT vorgestellt, der dem Vorgänger weitgehend ähnelt, aber thermisch optimiert wurde, so dass er 50% schneller blitzen kann, mit externem Akku CP-E4N sogar doppelt so schnell. Es gibt noch ein paar kleinere Änderungen, wie einen neuen Bounce-Adapter, aber der Geschwindigkeitszuwachs ist für Profis am wichtigsten. Leider wird er wahrscheinlich wieder anfangs zum Listenpreis von 699€ verkauft werden, während der Vorgänger unter 500€ angekommen ist und im Moment noch 100€ Cashback davon abgehen.

Die zweite Neuigkeit ist das EF-M 28mm 1:3,5 Makro IS STM, ein Makroobjektiv mit nur 28mm Brennweite, Vergrößerung bis 1,2fach und eingebautem Makrolicht, dessen Hälften einzeln oder zusammen geschaltet werden können.

das EF-M 28mm 1:3,5 Makro IS STM mit Makrolicht Bild: Canon

das EF-M 28mm 1:3,5 Makro IS STM mit Makrolicht Bild: Canon

Bei so kurzer Brennweite ist die Naheinstellgrenze mit 13mm ebenfalls sehr kurz, durch das Makrolicht wird das aber verwendbar. Das Objektiv wiegt nur 130g und hat einen Listenpreis von 369€. Das ist eine interessante Ergänzung zu einer EOS-M, allerdings bringt die Naheinstellgrenze Einschränkungen mit sich, gerade wenn Sie Insekten fotografieren oder das vorhandene Licht nicht abschatten möchten.

Augen auf: Fotoausrüstung auf Teneriffa gestohlen

Einem Kollegen ist die gesamte Ausrüstung auf Teneriffa gestohlen worden. Mir ist das vor zwei Jahren auch passiert, allerdings nur ein Teil und nicht so schlimm wie in diesem Fall. Ich würde mich freuen, wenn Sie die Augen offen halten könnten. Alle wichtigen Details finden Sie unter http://www.naturfotocamp.de/?a=blog&id=6009

Das war 2014 mein Fall: http://fotoschule.westbild.de/2014/03/fotoausruestung-gestohlen-stolen-photo-equipment/

Ich weiß zwar, wer es damals war, aber der Fall wurde eingestellt, weil Tatort und Täter nicht in/aus Deutschland waren.

 

Neuigkeiten aus der Fotobranche

Zwei der interessantesten Neuigkeiten in den letzten Wochen kamen von Firmen, die bislang nur wenigen bekannt sind: Laowa und Irix.

Laowa kennen manche vielleicht unter Venus Optics, gerade vorgestellt wurde das Laowa Zero-D 12mm f/2.8, eine Brennweite, die es in der Lichtstärke bislang nicht gab. Das Objektiv zeichnet Vollformat aus und dürfte sich als interessant für Astrofotografen erweisen. Beispielbilder: https://www.flickr.com/photos/68748978@N02/albums/72157664200113000

Die zweite Neuigkeit stammt von Irix, einer neuen Schweizer Firma, die ihr erstes Produkt vermutlich bei Samyang fertigen lässt, das  Irix 15mm f/2.4. Eine Brennweite mit einer Lichtstärke, die es genauso interessant für Astrofotgrafen macht wie das Laowa-Objektiv. Bemerkenswert ist auch, dass das Objektiv einen Schraubfilter unterstützt, was in diesem Brennweitenbereich keinesfalls selbstverständlich ist. Dieser hat allerdings 95mm, was die meisten Fotografen nicht im Schrank liegen haben. Vielleicht sollte Irix seine Marketing-Abteilung ein bisschen zügeln, dann wäre uns der Begriff „Neutrino Coating“ erspart geblieben und das Objektiv wäre nicht gleich in zwei Versionen vorgestellt worden. Mehr unter: http://irixlens.com/15mm.php

Preise sind für beide Objektive noch nicht veröffentlicht worden.

Die dritte Neuigkeit trägt den schlichten Namen MC-11, stammt von Sigma und erlaubt es, Sigma Objektive mit Sigma oder Canon-EF-Bajonett an Sony E-Bajonett anzuschließen. Und zwar mit voller AF-Unterstützung, die Metabones noch nicht liefert. Was der Adapter macht, wenn man andere Objektive anschließt als die von Sigma bleibt abzuwarten. Ich werde berichten, wenn ich mehr dazu weiß.

Weiteres hier: https://www.sigma-foto.de/objektive/mount-converter-mc-11/uebersicht/

Pentax K1 – endlich Vollformat

Pentax hat es endlich getan, nach 15 Jahren Vorankündigung: Die Vollformat ist da. Und sie ist gut geworden, wenn ich Pentax-Nutzer wäre, wäre ich in ernsthafter Versuchung, gleich zu bestellen. Eine solide 36MP-Kamera, gut wetterabgedichtet, Wifi, GPS, Bildsabilisator, Klappmonitor, Verschluss für 300.000 Auslösungen, ein paar schöne Details wie Multishot für höhere Auflösung oder Fokusfalle für MF-Objektive.
Und das ganze für unter 2000€.

 

http://www.ricoh-imaging.de/de/spiegelreflexkameras/pentax-k1.html